Gemeldete Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle auf den deutschen Amateurfußballplätzen sind auch im dritten Jahr nacheinander leicht rückläufig. Die Zahl der Vorfälle 2025/26 ging im Vergleich zur Saison von 5.566 auf 5.450 zurück, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt am Main mitteilte. Das entspricht bei insgesamt 1,284 Millionen abgeschlossenen Spielberichten einem betroffenen Anteil von 0,42 Prozent.
In der abgelaufenen Spielzeit wurden allerdings ein paar Spiele mehr abgebrochen. Waren es in der Saison 2024/2025 noch 825, mussten in der letzten Spielrunde 842 Begegnungen vorzeitig abgepfiffen werden. Der Anteil an der Gesamtzahl der abgeschlossenen Spielberichte beträgt 0,07 Prozent. Der DFB erhebt seit zwölf Jahren entsprechende Zahlen.
DFB: Ähnliches Bild wie im Vorjahr
„Insgesamt zeigen die aktuellen Zahlen ein ähnliches Bild wie im Vorjahr. Der leichte Anstieg bei den Spielabbrüchen zeigt, dass es keinen Anlass gibt, sich mit der grundsätzlich positiven Entwicklung der vergangenen Jahre zufriedenzugeben“, sagte Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident Amateure. Alle im Fußball müssten ihre Anstrengungen, insbesondere in der Präventionsarbeit, weiter intensivieren.
Zu den gemeldeten Vorfällen zählten unter anderem Bedrohungen und körperlichen Übergriffe. Zentrale Bausteine der Gewaltprävention sind die Kapitänsregel und das DFB-STOPP-Konzept. Beide Maßnahmen sollen dazu beitragen, Konflikte zu entschärfen, die Kommunikation auf dem Platz zu verbessern und Eskalationen möglichst zu verhindern. Weiterhin gibt es Schulungs-, Präventions- und Unterstützungsangebote für Vereine, Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen sowie weitere Beteiligte.
© dpa-infocom, dpa:260911-930-669470/1














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