12.06.2020 - 17:13 Uhr
AmbergSport

Abbruch verhindert den Abstieg

Die Handballgemeinschaft Amberg meldet Frauenteam für die Bezirksoberliga. Auch die Männer spielen in der kommenden Saison weiter in der BOL.

Auch die insgesamt 114 Tore von Rückraumspielerin Jesula Thomas (Mitte) halfen nicht: Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs lag die HG Amberg mit nur einem Sieg und vier Unentschieden auf dem letzten Platz der Bezirksoberliga.
von Autor ZYZProfil

Wann die Handbälle in den Hallen des Freistaats wieder fliegen dürfen, ist noch unsicher. Die Verantwortlichen der HG Amberg hoffen, dass der vom Bayerischen Handball-Verband angepeilte Saisonstart Anfang Oktober umgesetzt werden kann. Sicher ist allerdings, dass sowohl die erste Herren- als auch die erste Damenmannschaft erneut in der Bezirksoberliga antreten werden. Die Männermannschaft von Trainer Roman Will hätte den Ligaverbleib in der höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern in den ausstehenden vier Saisonspielen mit großer Wahrscheinlichkeit wohl aus eigener Kraft geschafft – der Tabellenelfte aus Obertraubling hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs fünf Punkte weniger und das schwierigere Restprogramm. Das von Nadine Pohl und Christof Heiduk gecoachte Damenteam hatte als Schlusslicht des Zwölferfeldes dagegen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. „Die Damen wären sportlich abgestiegen, hier profitieren wir von der Regelung des Verbandes, dass es aufgrund des Corona-bedingten Saisonabbruchs keine Absteiger geben wird“, sagt HG-Vorsitzender Frank Mitschke. Zur Meldefrist Mitte Mai hat die Amberger Handballgemeinschaft beide Teams für die BOL gemeldet. „Wir haben bei den Damen schon diskutiert, ob wir freiwillig in die Bezirksliga zurückgehen. Die Mannschaft hat sich aber für einen Verbleib in der BOL ausgesprochen.“ Mitschke traut dem jungen Team in der kommenden Runde auch eine bessere Rolle zu. „Die jungen Spielerinnen haben sich entwickelt und ja auch in dieser Spielzeit in vielen Partien lange mitgehalten. Da braucht es eben mehr Routine.“ Die Damen-BOL dürfte in der Saison 2020/2021 auch einen Tick schwächer besetzt sein. Absteiger aus der Landesliga gibt es keine, dazu fehlen mit Aufsteiger HSG Nabburg/Schwarzenfeld und dem Tabellenzweiten SG Naabtal, der die Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, die beiden stärksten Teams aus der abgelaufenen Runde. „Bei Damenmannschaften sind die Veränderungen im Kader oftmals größer als bei den Herren, deswegen ist eine Prognose immer schwierig. In der aktuellen Situation natürlich umso mehr“, sagt Mitschke. Die Verantwortlichen hoffen deshalb, dass die junge HG-Mannschaft in möglichst unveränderter Besetzung das Abenteuer Bezirksoberliga angehen kann und diesmal den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen wird. Das hofft Mitschke auch bei den Männern. Der Will-Truppe attestiert der ehemalige Rückraumspieler eine ordentliche Runde und eine gute Entwicklung. „Die Jungs haben das als Aufsteiger über weite Strecken sehr gut gemacht und sich dem deutlich höheren Leistungsniveau in der BOL angepasst.“ Der HG-Vorsitzende ist optimistisch, dass das Team zusammenbleibt und in der Spielzeit 2020/2021 „hoffentlich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun hat“. Auch die Männer-BOL könnte in der Spitze nicht mehr ganz das Vorjahresniveau erreichen. Neben der Fehlanzeige bei den Landesliga-Absteigern fehlt Aufsteiger SG Regensburg II, dazu hat ja auch der ESV 1927 Regensburg, nach Punkten Tabellenführer zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs und aufgrund der vom Verband angewendeten Quotienten-Regelung Zweiter im Endklassement, ein Gnadengesuch beim Verband gestellt. Mitschke ist optimistisch, dass der Handballlehrer aus Pilsen noch etwas aus den Jungs rauskitzeln kann. „Roman bleibt auch in der kommendne Saison unser Trainer“. Mitschkes Fazit fällt positiv aus: „Wir haben – wenn auch bei den Damen sehr glücklich – jeweils den Klassenerhalt geschafft und damit unsere Saisonziele erreicht.“

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