10.02.2019 - 10:54 Uhr
AmbergSport

Aufstiegsplätze in weiter Ferne

Der ERSC Amberg dreht am Freitagabend einen Zwei-Tore-Rückstand in eine Führung - um am Ende dem ESC Dorfen doch noch leichtfertig die Punkte zu überlassen. Bitter ist die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kommt.

Einfach nur eine bittere Niederlage. Der ERSC Amberg (in Schwarz Goalie Oliver Engmann, der nicht einen seiner besten Tage hatte) verlor mit 5:6 gegen Dorfen.
von Autor PAProfil

Die Löwen verpassten mit dem 5:6 gegen die Eispiraten aus Dorfen die große Chance, sich auf einem Aufstiegsplatz zu positionieren, der nun nur noch schwer erreichbar scheint. Das Bittere daran war, dass der Gegner von Fehlern der Gastgeber profitierte und spielerisch eigentlich den Löwen unterlegen war.

Daniel Krieger nahm Maß und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Kurz darauf musste der Torschütze auf die Strafbank, und diese Überzahl nutzte Dorfen zum 1:1 durch Florian Brenninger, der einen Schlagschuss von Tobias Fengler unhaltbar abfälschte. Zu Beginn des Mittelabschnitts waren die Gastgeber gedanklich in der Kabine geblieben, denn binnen 80 Sekunden stand es durch einen Doppelschlag der Eispiraten 1:3. Zuerst überrumpelte Michal Horka die ERSC-Abwehr, dann nutzte Brenninger einen Amberger Wechselfehler. Doch die Löwen zeigten Moral, auch wenn die Anspannung deutlich zu spüren blieb. Im Powerplay gelang Felix Köbele der Anschlusstreffer und über eine sehenswerte Kombination von Vaclav Benak und Florian Wrobel der Ausgleich durch Daniel Troglauer. Amberg hatte nun offenbar Spiel und Gegner im Griff, und eroberte sich über ein schulmäßiges Powerplay auch die Führung zurück durch das 4:3 von Peter Hendrikson. Die Löwen erhöhten den Druck, wollten den Vorsprung ausbauen. Dazu gab es kurz vor Drittelende auch die Gelegenheit, weil die Gäste einen Mann weniger auf dem Eis hatten. Aber Amberg unterlief im Aufbau ein Scheibenverlust, den Tomas Vrba zum unerwarteten 4:4-Ausgleich verwertete. Für viele war das der Knackpunkt im Spiel. Ein weiterer war eine Rangelei von Köbele mit einem Gästespieler, die der Amberger aber alleine abzusitzen hatte.

Diese Überzahl nutzten die Eispiraten schon nach 82 Sekunden zum 4:5 durch Horky. Bei den Gastgebern war damit der rote Faden vollends verloren gegangen. Dorfen wirkte nun zielstrebiger und daraus resultierte auch das 4:6 durch Christoph Lönnig. Es waren noch 78 Sekunden zu spielen, da verkürzte Daniel Vlach - der nach etlichen Wochen erstmals wieder durchspielen konnte - auf 5:6. Amberg nahm Torhüter Oliver Engmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und hatte sogar noch zwei Abschlussmöglichkeiten, doch es blieb beim knappen Erfolg für Dorfen. In der Schlusssekunde kassierte Hendrikson wegen eines Stockschlages eine Spieldauerstrafe.

Löwen-Coach Dirk Salinger wirkte nicht nur von seiner schweren Erkältung mitgenommen und sprach von "leichtsinnigen Fehlern". Er zeigte sich auch selbstkritisch im Hinblick auf den 4:4-Ausgleich der Gäste bei Amberger 4-3-Überzahl: "Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn wir hier mit zwei Verteidigern agiert hätten."

ERSC Amberg - ESC Dorfen 5:6 (1:1, 3:3, 1:2):

Tore: 1:0 (14.) Krieger (Hendrikson, Hampl), 1:1 (18.) F. Brenninger (Fengler, T. Brenninger/5-4), 1:2 (21.) Horky (Attenberger, Vrba), 1:3 (23.) F. Brenninger (Findeis,Kroner), 2:3 (25.) Köbele (Benak, Heilman/5-4), 3:3 (32.) Troglauer (Wrobel, Benak), 4:3 (35.) Hendrikson (Flach, Hampl/5-4), 4:4 (38.) Vrba (Waldhausen/3-4), 4:5 (42.) Horky (Waldhausen, Vrba/5-4), 4:6 (55.) Lönnig (T. Brenninger, F. Brenninger), 5:6 (59.) Vlach (Krieger, Hendrikson). Strafen: Amberg 17 + 20 (Hendrikson), Dorfen 8 Minuten. Schiedsrichter: Gut, Faist, Graf. Zuschauer: 560

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