09.09.2019 - 10:04 Uhr
AmbergSport

Aylin Dietrich: Diese Figur "hat es faustdick hinter den Ohren"

Liebe und Leidenschaft: Die Torfrau des TuS Rosenberg spricht über ihre Tattoos, und warum Harry Potter und Peter Pan eine große Rolle dabei spielen.

Aylin Dietrich steht beim TuS Rosenberg in der Damenmannschaft im Tor.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil
Die Fee Tinker Bell und darunter der Schriftzug "Always" aus Harry Potter.

Aylin Dietrich hat bisher zwei Tätowierungen. Beide auf dem linken Unterarm. Die Fee Tinker Bell aus dem Buch "Peter Pan" und einen Schriftzug aus einem Harry-Potter-Roman. Und beide haben mit ihrer Leidenschaft - neben Fußball - zu tun. Oder besser gesagt: Ihren Leidenschaften.

"Tinker Bell ist ein Gemeinschaftsprojekt mit meinem Verlobten. Er hat als Tätowierung den Peter Pan", sagt die 27-Jährige Torfrau des TuS Rosenberg. Er, das ist Sebastian Moser - und auch Fußballer beim TuS in der Kreisliga. "Wir wollten irgendetwas Gemeinsames, aber nicht so ein kitschiges Partner-Tattoo. Und den Namen sowieso nicht. Peter Pan und Tinker Bell, das ist etwas völlig Unverfängliches. Wir wissen, dass es zueinander gehört. Und jeder hat somit sein Tattoo."

Peter Pan und Tinker Bell, zwei Figuren aus den Kindergeschichten von James Matthew Barrie. Pan, das einzige Kind, das niemals erwachsen wird. Und wie es sich mit Peter Pan und der Fee verhält, erklärt die zierliche Keeperin: Tinker Bell spiele ein bisschen eine Nebenrolle und sei heimlich verliebt in Peter Pan. "Mich hat ihr Charakter fasziniert. Man denkt immer, sie ist so lieb und nett. Ist sie aber eigentlich gar nicht. Sie hat es faustdick hinter den Ohren. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich mich damit identifiziere", erklärt Aylin Dietrich und lacht.

Seit 15 Jahren spielt sie Fußball, und immer im Tor. Mit 12 kam sie gleich zu den B-Juniorinnen in Illschwang, woher sie stammt. Später wechselte sie zum TuS Rosenberg, da es in Illschwang keine Damenmannschaft gab.

Ihr zweites Tattoo hat seinen Ursprung in einem Harry-Potter-Roman: "Die Heiligtümer des Todes". Das Wort "Always" ist unter der Figur der Tinker Bell eintätowiert. Eine Art Zitat aus dem siebten Band der Reihe. Es geht um Lehrer Severus Snape - und wieder mal um die Liebe: "Bei ihm kommt am Schluss raus, dass er in Harrys Mutter verliebt war. Da gibt es eine Szene, da sagt Dumbledore zu Snape: Nach all diesen Jahren? Und er sagt: Immer!" Dieses Zitat fand Aylin Dietrich so schön, dass sie es sich tätowieren ließ. Denn auch Harry Potter werde immer für sie eine Bedeutung haben. "Ich habe Harry Potter verschlungen. Ich bin mit ihm groß geworden. Das hat unsere Generation schon ein bisschen geprägt. Die hatten die gleichen Probleme wie ich, nur dass sie in der cooleren Welt waren als ich", sagt die 27-Jährige und lacht laut.

Diese Welt habe sie fasziniert, vom ersten Moment bis zum Schluss alles durchdacht über die Jahre hinweg. Mit sehr viel Fantasie. "Den ersten Band habe ich gelesen, da war ich neun Jahre alt." Einen Teil hat sie auf Englisch gelesen, aber mit Deutsch tue sie sich leichter. "Ich bin einfach eine Leseratte. Ich lese gerne Fantasy, das ist so meine Richtung." Da gibt es vermutlich keinen passenderen Beruf als den ihren: "Ich bin Buchhändlerin und für die Kinderbuchabteilung zuständig."

Sehr schmerzhaft waren die beiden Tätowierungen bisher nicht. "Es geht, das ist schon auszuhalten." In der Winterpause sollen noch weitere hinzukommen: "Mein Arm soll eine Art Literatur-Arm werden." Motive von Disney, von Agatha Christie - "Der Schnauzer von Hercule Poirot, so schemenhaft - und bunt gemixt, auch Comic-Motive werden darunter sein. "Da ist alles erst in Planung."

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