Amberg
31.10.2018 - 16:28 Uhr

Binner und Ellmaier neu am Stützpunkt in Theuern

Eine Hiobsbotschaft erreicht die Verantwortlichen der DFB-Stützpunktkonzeption Mitte des Jahres, als Josef Fleischmann seinen Rücktritt in der Nachwuchsförderung verkündet. Jetzt steht sein Nachfolger fest.

Sebastian Binner. Bild: exb
Sebastian Binner.

Fleischmann, der im Hauptberuf Polizeihauptkommissar ist und in Rieden wohnt, übernahm zu Saisonbeginn den 1. FC Rieden als Trainer. Er prägte zuvor jahrelang die Nachwuchsförderung am DFB-Stützpunkt in Kümmersbruck-Theuern. In seine Fußstapfen tritt nun mit Sebastian Binner - aktuell Trainer des Bezirksligisten SSV Paulsdorf - kein Unbekannter des Talentförderprogramms.

Der ehemalige Klassefußballer empfahl sich über die Vorläufer des heutigen Stützpunktsystems für einen Wechsel zum 1. FC Nürnberg und gehörte mehrere Jahre lang der Bayernauswahl an. Der quirlige und technisch beschlagene Binner zählte zu den Top-Talenten in Bayern, ehe ihm mehrere schwere Verletzungen ausbremsten und seinen Traum vom Profi-Fußball zerstörten.

Wer heute mit dem jungen Familienvater spricht, erlebt einen aufgeräumten Menschen, der nicht mit seinem Schicksal hadert, sondern viel mehr neue Ambitionen hegt. Besonders stolz ist er auf seine junge Familie und das neu erbaute Eigenheim im Mimbach, in das er zuletzt viel Zeit und Leidenschaft steckte. Und auch als Trainer darf der 32-Jährige auf erste Erfolge zurückblicken: Die Sportfreunde Ursulapoppenricht führte er zum Aufstieg in die Kreisklasse, den SSV Paulsdorf überraschend in die Bezirksliga. Auch im Jugendbereich konnte er bei seiner ersten Station als Trainer der U17 beim FC Amberg überzeugen.

Und auch auf DFB-Stützpunktebene brachte sich Binner schon positiv ein, konnte in der Saison 2017/2018 wertvolle Erfahrungen sammeln und erste Schritte auf Verbandsebene gehen. Ostbayerns Stützpunktkoordinator Johannes Ederer zeigte sich von seinem Neuzugang sehr positiv angetan: "Als ehemaliges Top-Talent ist er in der DFB-Stützpunktschiene bestens aufgehoben. Er kann seine eigenen Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen in seine Arbeit mit einbringen und noch dazu mit seinen fußballerischen Fähigkeiten den Kindern viele wichtige Bewegungserfahrungen vermitteln."

Mit Binner möchte Ederer vor allem auch den Austausch zu den Vereinen in der Region ankurbeln und neue Akzente setzen. Mit dem Vereinstrainerinfoabend, der zuletzt beim SV Raigering stattfand, oder den anstehenden Vergleichsspielen wurden erste Maßnahmen aufgelegt, bei denen man aktiv auf die Vereine in der Region einging.

Bei dieser Entwicklung soll und wird auch Bastian Ellmaier den Stützpunkt Theuern unterstützen. Der ehemalige Bayernliga-Co-Trainer des FC Amberg kann schon in jungen Jahren auf einige Erfahrungen im Trainerdasein zurückblicken und wird die vakante Stelle des Zusatztrainers von Sebastian Binner übernehmen. Als "Glücksfall" bezeichnet Ederer Ellmaier, der sich am Stützpunkt als Auszubildenden sieht und durch die Zusammenarbeit mit den Trainerkollegen die nächsten Schritte in seiner persönlichen Entwicklung gehen möchte. Zielsetzung seien zunächst einmal die ersten Lizenzstufen, die der in Amberg arbeitende 30-Jährige, der seine ersten Wochen am Stützpunkt mit großem Engagement ausfüllte, zeitnah angehen möchte.

Am Stützpunkt Theuern arbeiten damit vier Trainer: Sebastian Binner, Lutz Ernemann, Markus Schmeißner und Bastian Ellmaier.

 
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