10.10.2019 - 10:07 Uhr
AmbergSport

Danny Naber: "Jedes Motiv hat eine Bedeutung"

Der Amberger Kraft-Sportler steht auf Kraft-Tiere bei seinen Tattoos. Rund 2500 Euro legt er für einen "perfekten Arm" hin.

Der Tiger.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

"Es sind alles Kraft-Tiere. Den Tiger wollte ich haben, weil das mein Sternzeichen ist. Ein chinesisches. Der steht für Abenteuerlust, Lebenskraft, Instinkt," erklärt Danny Naber. Beide Arme hat der Kraftsportler und Fitnesstrainer tätowiert - bisher. Und: "Jedes Motiv hat eine Bedeutung."

Beide Arme hat Danny Naber tätowieren lassen. Auf dem linken Arm das Logo von Fuchs-Fitness, das er selbst kreiert hat.

Motiv aus James Bond

Zu seinen bisherigen Tattoos habe auch die Kobra gepasst, die stehe für Veränderung, Eleganz, Heilkraft. Die beiden Tiere gibt es in Thailand, und eine ganz prägnante Landschaft von dort hat Naber eintätowiert: Den Felsen Khao Phing Kan, berühmt geworden als James-Bond-Insel in dem Film 'Der Mann mit dem goldenen Colt'. "So ist dieser Arm entstanden", erklärt Naber.

Darüber am Oberarm: Das Logo des Fitness-Studios Fuchs in Amberg. "Das ist von mir designed worden. Das alte hat so ausgesehen wie ein Schwäbisch-Hall-Fuchs. Und nachdem es bei uns im Studio sehr familiär ist, dachte ich: Das ist gleich ein cooles Tattoo-Motiv." Drei Jahre ist es her, seitdem thront der "Naber-Fuchs" auf den T-Shirts, im Kraftraum an der Wand und außen am Gebäude. Zum Kraftsport kam der heute 32-Jährige auf dem einfachsten Weg: "Ich habe als Kind hier neben dem Studio gewohnt." Während seiner Ausbildung als Konstruktionsmechaniker musste er schwer heben. Zu der Zeit war Danny Naber eher schmächtig und wog 60 Kilogramm - mittlerweile sind es 83. Nur Muskeln? "Na ja, ein bisschen Fett ist schon auch dabei", erklärt Naber und lacht. Mehr Gewicht, mehr Kraft - das war sein Ziel damals vor knapp zwölf Jahren: "Damit ich auch die schwereren Sachen alleine heben kann." Bankdrücken und Kraftdreikampf, das sind seine Disziplinen. "Die Bandscheiben sind besser geschützt, wenn man den Rücken anständig trainiert. Die Beinmuskulatur, alles spielt zusammen. Wenn man irgendetwas vernachlässigt, dann hat man schnell einen Bandscheibenvorfall."

Die Kobra.

"Heilende Wirkung"

Fünf- bis sechsmal pro Woche, jedes Mal so eineinhalb Stunden trainiert Naber. "Das macht Spaß, das ist das einzige Fitness-Studio, das ich kenne, wo es so familiär ist. Wir haben ein Grillfest, wir machen eine Radtour, eine Wanderung." Die physische Kraft holt er sich im Studio, die für die Psyche auch aus seinen Tattoos. "Mein Körper mag mich nicht immer so gerne, mit verschiedenen Intoleranzen, Ernährungsproblemen. Ich vertrage keine Milch. Ich kann kein Eiweiß zu mir nehmen, da schießen meine Leberwerte in die Höhe, das ist der Wahnsinn." Es habe ewig gedauert, bis er darauf gekommen sei, was wirklich helfe. "Die Kobra hat eine heilende Wirkung, sie steht für Veränderung, und hat deswegen gut dazu gepasst."

Nicht im Gammel-Look

Ein Rabe oder Adler würde ihm als Tattoo noch gefallen, ebenfalls Kraft-Tiere. Auf dem Rücken oder auf der Brust? Womöglich, oder an der Wade. "Aber sie müssen gepflegt aussehen. Ich würde mich nicht im Gesicht oder auf den Händen tätowieren lassen. Man weiß nie, wo man im Leben mal hinkommt. Da finde ich es wichtig, dass man seine Tattoos noch verstecken kann - wenn nötig." Denn Tätowierungen seien - noch - nicht überall gern gesehen. Naber arbeitet bei der Hausverwaltung der Stadt Amberg. "Da kann man nicht im Gammel-Look herumlaufen. Wenn es nötig ist, dann ziehe ich ein Hemd an, dann sieht man kein einziges." Sein Tätowierer arbeitet "perfektionistisch", deswegen nur eine Sitzung pro Motiv: So acht bis neun Stunden am Stück. "Irgendwann ist es dann schon schmerzhaft durch das Stechen und Wischen. Aber das Ergebnis spricht für sich."

Was auch für sich spricht: Die Kosten. "Der Arm hier liegt bei rund 2500 Euro", erklärt Naber. Acht, neun Stunden dauert eine Sitzung, das ist ihm das wert. "Ich will auch nicht irgendwo hingehen, zu einem, der sagt: Ich mache es für 400 oder 500 Euro. Und dann schielt der Tiger."

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