10.08.2018 - 15:58 Uhr
AmbergSport

Der Derby-Held spielt diesmal auf der anderen Seite

Ex-Riedener Tobias Eichenseer kommt mit dem SV Schmidmühlen zum Kirwa-Nachbarduell der Fußball-Kreisliga Süd.

Tobias Eichenseer beim Kopfball, hier noch im Trikot des 1. FC Rieden.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

In Rieden ist Kirwa - und Derby: Am dritten Spieltag der Fußball-Kreisliga Süd steigt das Nachbarduell zwischen dem 1. FC Rieden und dem SV Schmidmühlen. Vor allem für Gästestürmer Tobias Eichenseer ist es ein besonderes Spiel. Vier Mannschaften starteten mit zwei Niederlagen, darunter der TSV Königstein. Der trifft auf den FV Vilseck, eines der vier Teams ohne Punktverlust bisher. Die gleiche Konstellation gibt es in den Partien SV 08 Auerbach gegen den SC Luhe-Wildenau und Germania Amberg gegen den ASV Haselmühl.

TuS Rosenberg - 1. FC Schlicht (Samstag, 15 Uhr)

(kok) Die Gäste um Trainer Stephan Braun holten in den ersten beiden Ligaspielen lediglich einen Zähler. Der Aufsteiger hat sich seinen Start wohl ein bisschen anders vorgestellt, da er sich zu Saisonbeginn punktuell mit Spielern aus den höheren Ligen verstärkte. Bei den Rosenbergern sieht es ein bisschen besser aus, am vergangenen Wochenende wurde trotz etlicher Urlauber und verlängerter Halbzeitpause ein klarer Auswärtssieg bei den Germanen aus Amberg eingefahren. An diese geschlossene Mannschaftsleistung will die Summerer-Truppe wieder anknüpfen und den Ausrutscher im ersten Spiel gegen Schmidmühlen vergessen lassen.

1. FC Rieden - SV Schmidmühlen (Samstag, 16 Uhr)

(riw) Bereits am Samstag trifft wegen der Riedener Kirwa der FC auf den Nachbarn aus Schmidmühlen. Dem Gast von der Lauterach glückte der Saisonstart mit einem eindrucksvollen 4:2-Auswärtserfolg in Rosenberg und einem 1:1-Unentschieden gegen Schlicht. Beide Teams werden von Experten hoch gehandelt, daher sind die Leistungen der Schmidmühlener umso höher zu bewerten. Rieden holte sich zum Start einen Dreier gegen Freudenberg, unterlag vergangenes Wochenende aber gegen Vilseck, einem der Meisterschaftsfavoriten, mit 2:3. Die Vilsecker zeigten den Riedenern in der Anfangsphase deutlich ihre Grenzen auf. Dies darf diesmal nicht passieren, denn die Schmidmühlener werden von Anfang an ebenfalls versuchen, Druck auszuüben und die Riedener nicht in ihr Spiel kommen zu lassen. Die beiden recht deutlichen FC-Siege aus der Vorsaison können nicht mehr als Maßstab hergenommen werden, da sich im Rückspiel die Gäste durch eine dumme Rote Karte selbst dezimierten. Im Hinspiel glückten fünf Tore, wobei Tobias Eichenseer drei Treffer erzielte - doch dieser steht diesmal auf der Gegenseite.

TuS Schnaittenbach - SV Freudenberg (Samstag, 17.30 Uhr)

(ols) Groß war die Enttäuschung beim TuS Schnaittenbach nach der Auswärtsniederlage beim Aufstiegsaspiranten SC Luhe-Wildenau. Am Ende entschied die individuelle Klasse der Hausherren - und die individuellen Fehler des Aufsteigers. Der trifft nun wieder auf einen erfahrenen Kreisligisten. Die Freudenberger feierten vergangene Woche einen 3:1-Heimsieg gegen den TSV Königstein. Die junge Bafra-Truppe möchte jetzt endlich den ersten Punktgewinn einfahren, um nicht gleich zu Saisonbeginn zu weit ins Hintertreffen zu geraten. Der Druck steigt in Schnaittenbach, da bereits am Feiertag zum FV Vilseck gereist werden darf. Trainer Turan Bafra ist dennoch zuversichtlich, dass die Bemühungen seiner Mannschaft endlich belohnt werden. Bis auf den rotgesperrten Jakub Kuchar sind alle Mann an Bord.

TSV Königstein - FV Vilseck (Sonntag, 15 Uhr)

(mhe) Auf dem Papier scheinen die Rollen klar verteilt zu sein. Während die Gäste einen Auftakt nach Maß hinlegten und die beiden ersten Saisonspiele gewannen, kam der TSV mit zwei Niederlagen ganz schlecht aus den Startlöchern. Um die ersten Zähler einzufahren und einen ähnlichen Fehlstart wie im vergangenen Jahr zu verhindern (sechs Niederlagen in Folge), bedarf es einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Nicht umsonst gilt die Elf aus Vilseck als einer der heißesten Aufstiegsanwärter. Gerade in der Offensive wurde das Team von Trainer Hakan Boztepe mit den beiden Neuzugängen Dominik Siebert und Oktay Türksever hochklassig verstärkt. Es geht für die Königsteiner darum, alles in die Waagschale zu werfen und Tugenden wie Leidenschaft und Kampfeswillen an den Tag zu legen.

Germania Amberg - ASV Haselmühl (Sonntag, 15 Uhr)

(tne) Die Germanen sind mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison gestartet. In der Vorwoche unterlagen sie dem TuS Rosenberg mit 2:5, wobei sie insbesondere nach der durch den Starkregen verursachten Zwangspause kurzzeitig völlig die Orientierung verloren und in kürzester Zeit drei Gegentore kassierten. Insgesamt ist die Defensive das größte Problem der Hausherren in der noch jungen Saison. Neun Gegentore in den ersten beiden Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Ganz anders starteten die Haselmühler in die neue Spielzeit. Die Männer um Trainer und Ex-Germane Oliver Eckl feierten gegen Auerbach und Utzenhofen jeweils 2:1-Siege. Die Gäste dürften also mit breiter Brust am Langangerweg antreten. Dennoch wollen die Germanen zu Hause die ersten Punkte der Saison einfahren. Sollten es die Männer von Trainer Stefan Jokiel schaffen, ihre Fehler in der Defensive abzustellen, könnte der erste Saisonsieg klappen.

DJK UtzenhofenTuS/WE Hirschau (Sonntag, 15 Uhr)

(aun) Einen perfekten Start legte der Bezirksliga-Absteiger TuS/WE Hirschau mit seiner neu formierten Truppe hin. Nach einem 2:0-Sieg in Schnaittenbach folgte ein 3:0 gegen den SV 08 Auerbach. Der Gastgeber gewann zum Saisonauftakt gegen Germania Amberg 4:2, unterlag aber dem ASV Haselmühl mit 1:2. Die Mannschaft von DJK-Trainer Matthias Rascher wird es nicht leicht haben, die spielerisch und zweikampfstarken Hirschauer zu bezwingen. Der Gastgeber muss wieder zu einer heimstarken Mannschaft werden und seine wechselhaften Ergebnisse ablegen. In den Jahren 2015 bis 2017 gab es gegen Hirschau immer knappe Ergebnisse, zweimal gewann Utzenhofen (2:1 , 3:1), einmal Hirschau (2:0) und einmal trennte man sich 2:2 unentschieden. DJK-Coach Matthäus Rascher war nach dem Spiel in Haselmühl nicht unzufrieden: "Es war keine verdiente Niederlage, da wir spielerisch gleichwertig waren und die mehreren Torchancen hatten." Auch die zu erwartenden hohen Temperaturen dürften eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, so dass die DJK-Akteure um Kapitän Markus Ludwig kühlen Kopf behalten müssen, um die eigene Marschroute optimal umsetzen zu können. Wegen Urlaubs fehlen Wolfgang Braun, Nico Geitner, Fabian Hiereth und Moritz Riehl, jedoch kehren mit Stefan Fromm und Fabian Hummel kehren jedoch zwei Akteure in den Kader zurück (Vorspiel 13.15 Uhr).

SV 08 Auerbach - SC Luhe-Wildenau (Sonntag, 17 Uhr)

(sht) Nach zwei verlorenen Spielen kann man beim SV 08 Auerbach schon fast von einem Fehlstart in die Punktrunde sprechen. Und der könnte noch schlechter werden, weil der meistgenannte Meisterschaftsfavorit Luhe-Wildenau im nächsten Heimspiel zu Gast ist. Die Gäste zeigten sich bisher extrem treffsicher und unterstrichen ihre Favoritenrolle mit zwölf Treffern in zwei Partien. Gegenüber der vergangenen Saison, als die Gäste in der Relegation am Aufstieg scheiterten, hat sich die Rittner-Truppe nochmals verstärkt und will scheinbar in dieser Saison nichts dem Zufall überlassen. Bei den Bergstädtern dagegen ist viel Sand im Getriebe. Etliche Ausfälle konnten nicht gleichwertig ersetzt werden und zu viele Fehler machten es den Gegnern bisher relativ leicht. Gegen den Top-Favoriten muss die Defensive sicherer stehen als zuletzt. Gegenüber dem vergangenen Sonntag kommen Jonas Freiberger und Julian Donath wieder in die Kader und können somit die Mannschaft entsprechend stabilisieren. Trotz dieser beiden Rückkehrer müssen weiterhin einige Stammspieler ersetzt werden.

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