03.07.2018 - 15:16 Uhr
AmbergSport

Mit eisernem Willen

Der Wecker klingelt schon mal um 4 Uhr, kaum wird es draußen hell, trainiert sie. Die harte Vorbereitung hat sich gelohnt: Kerstin Hagerer gelingt beim Triathlon in Roth eine perfekte Premiere auf der Langdistanz.

Kerstin Hagerer war auf den Punkt in Top-Form und erreichte beim Triathlon in Roth nach 10:36:55 Stunden das Ziel – auf Platz fünf in der Altersklasse W40.
von Autor BHAProfil

Für ambitionierte Spitzenathleten vom CIS Amberg ist der Triathlon in Roth jahrelang die perfekte Bühne. Heuer sorgen dagegen fünf Neulinge auf der Langdistanz für Furore mit einem gelungenen Einstand.

Rund 200000 Zuschauer sorgten wieder für den passenden Rahmen - Weltklasseprofis trafen auf über 3500 ambitionierte Hobbyathleten im gleichen Rennen bei Bayerns größter Sportveranstaltung. Über 30 Jahre nach der Erstaustragung hat der Langdistanztriathlon im mittelfränkischen Roth nichts von seiner Faszination für Zuschauer und Athleten gleichermaßen verloren.

Wer die Strapazen über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad und 42,2 Kilometer Laufen auf sich nehmen möchte, muss sich im Fall Roth schnell entscheiden. Bereits ein Jahr zuvor öffnet das Anmeldeportal und nach gut einer Stunde sind die Startplätze vergeben. Da bleibt es Herausforderung an sich, neben Beruf und Familie auf diesen Tag so hinzutrainieren, dass präzise 100 Prozent Leistung abrufbar sind. Wem die Routine fehlt, benötigt entweder ein starkes Nervengerüst oder im Fall von Kerstin Hagerer einen eisernen Willen. Da klingelte in der Vorbereitung der Wecker am Wochenende schon mal um 4 Uhr in der Früh und das Radtraining begann eine Stunde später, um für den Tag noch genug Zeit für die Familie zu haben. Gut ein Jahr steckte die 40-Jährige in eine penible Vorbereitung und beherzigte die Tipps, die ihr erfahrene Trainer mit auf den Weg gaben.

Fieser Gegenwind

Somit gelang in Roth ein perfekter Auftritt, selten gelangen einer Neueinsteigerin über alle drei Distanzen so ausgeglichene Zeiten. Bewusst nahm Hagerer am Rad auch angesichts des zeitweise fiesen Gegenwinds etwas den Druck heraus, um für den abschließenden Lauf noch alle Reserven zu haben. Mit einer Premierenzeit von 10:36:55 Stunden gelang ihr auf Anhieb Rang fünf in der Altersklasse W40. Unter den 412 im Ziel angekommenen Frauen belegte sie Gesamtrang 34. Perfekt war die Premiere von Bernd Dobler, er hatte erst vor ein paar Jahren überhaupt mit regelmäßigen Triathlontraining begonnen und sich während des Schwimmens und Radfahrens vornehm zurückgehalten. So blieben ausreichend Körner für den Marathon am Schluss, mit einer Top-Laufzeit von 3:34 Stunden zog er noch an vielen Konkurrenten vorbei und finishte nach 10:21:13 Stunden im vorderen Mittelfeld bei den Herren.

Ihre Laufstärke brachte am Schluss auch Nicole Gundel noch weit nach vorne, mit einer Zeit von 11:11:07 Stunden kam sie noch im vorderen Damenfeld auf Gesamtrang 76 ins Ziel. Unbedingt ankommen war die Devise von Michael Balk und Jürgen Hutzler, sie beendeten ihre Roth Premiere nach 11:55:01 beziehungsweise 13:45:35 Stunden und damit waren alle Neulinge auf der Langdistanz im Ziel.

Annika Schneider Sechste

Wie man erfolgreich finisht, hatte Annika Schneider einen Tag davor bei der Junior-Challenge für den Nachwuchs vorgemacht. Sie belegte im stark besetzten Feld der weiblichen Jugend B unter 24 angetretenen Athletinnen Rang sechs.

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