12.04.2019 - 22:30 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an Armin Lamecker (SV Schmidmühlen II)

Hinter seiner Rückennummer und den bunten Schuhen verbirgt sich ein Täuschungsmanöver, echt ist hingegen sein "Nein" zu einem Wechsel nach Rieden: Ins "Land der Ziegen" würden ihn keine zehn Pferde bringen.

"LA" bedeutet nicht zwingend Los Angeles. Beim SV Schmidmühlen II ist damit der Lamecker Armin gemeint.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Sein Verein ist der SV Schmidmühlen ("schon immer") , sein Revier die linke Seite ("Verteidiger oder offensiver Flügelflitzer"), seine Stärken "viel Ausdauer und Schnelligkeit". Der "größte Techniker" sei er aber nicht, gibt Armin Lamecker selbstironisch zu: "Ich kann den Ball weiter stoppen als andere ihn passen." Seit nunmehr sechs Jahren spielt der 23-Jährige, der als Elektriker in Amberg arbeitet, in der zweiten Mannschaft der Schmidmühlener.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Armin Lamecker: ...wie ins Wirtshaus gehen. Wenn keine Frauen dabei sind, ist alles gut.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Armin Lamecker: Schach habe ich noch nie verstanden. Mit den Fußballregeln habe ich zwar auch so meine Probleme, das hat aber noch keiner so richtig gemerkt.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Armin Lamecker: ...meist die Schuhe des Spielmachers. Die auffälligsten bei uns trage immer ich, damit die Gegner glauben, ich bin der mit der besten Technik (lacht). Ich habe welche in weiß, in orange und in blau-orange.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Armin Lamecker: Dass ich mich in der Jugend dafür entschieden habe, beidfüßig zu werden, war ein Fehler. Weil ich jetzt beidfüßig nichts richtig gut kann.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Armin Lamecker: Beim Aufwärmen spielen wir erst mal eine Runde Latten-Schießen um zu sehen, ob am Vorabend genug Zielwasser getrunken wurde, oder ob gebenenfalls noch mal nachgeholfen werden muss.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 10. Warum?

Armin Lamecker: Der Trainer sagt, er will den Gegner täuschen. Das ist ähnlich wie bei den Schuhen. Die Gegenspieler sollen glauben, "oh, der kann was."

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein 1. FC Rieden mir bieten, damit ich wechseln würde …

Armin Lamecker: Ich werde nie nach Rieden wechseln, egal was die bieten. Ins Land der Ziegen bringen mich keine zehn Pferde. Es gibt eine große Rivalität zwischen Schmidmühlenern und Riedenern, die im Vilstal "Goaßlandler" heißen. In den Spielen geht es schon ruppig zur Sache, danach ist dann aber alles wieder gut, wir trinken ein Bier zusammen und schauen das Spiel der "Ersten".

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Armin Lamecker: Von 22 herumstolpernden Besserwissern 90 Minuten lang schwach von der Seite angeredet zu werden, verdirbt mir die Lust, ein Spiel zu pfeifen. Dazu die Fans, die jede Aktion lautstark und natürlich völlig unparteiisch kommentieren.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Armin Lamecker: Die drei Knödel und Mamas Braten liegen mir natürlich quer im Magen, aber den Schweinebraten am Sonntag lasse ich mir nicht entgehen.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Armin Lamecker: (lacht) Bei uns wird generell nicht geredet. Alle sind voll konzentriert, dass uns das Zielwasser vom Vorabend nicht noch mal durch den Kopf geht.

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Armin Lamecker: Ich erinnere mich an jedes gerne. In der A-Klasse ist jedes Spiel vollgepackt mit spektakulären Szenen, von unerwarteten Traumtoren bis hin zu Platzverweisen für Trainer ist alles geboten. Besonders erinnere ich mich an mein letztes Spiel in der A-Jugend, als unser Innenverteidiger nach 15 Minuten und drei verschuldeten Gegentoren raus musste und sich das Zielwasser vom Vorabend nochmal durch den Kopf gehen ließ.

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