17.08.2018 - 16:00 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an ... Boris Finkel (Inter Amberg III)

Eine Stunde vor einem Spiel raucht der 50-Jährige immer eine Zigarette, und manchmal denkt er an einen Elfmeter, den er im ukrainischen Pokals gegen Schachtor Donezk schoss: Boris Finkel.

Vor zwölf Jahren erhielt Boris Finkel die Torjägerkanone der Amberger Zeitung als bester Torschütze der Saison 2005/06.
von Wolfgang LorenzProfil

Der Spielertrainer des SV Inter Bergsteig Amberg III (bis Mai das Team der SGS Amberg) bringt als ex-ukrainischer Nationalspieler ein besonderes Flair in die A-Klasse, und er ist mit mittlerweile stolzen 50 Jahren noch eine entscheidende Stütze der Mannschaft. Finkel hat in Deutschland für die DJK Utzenhofen (erste Station 2000) und die DJK Ursensollen die Stiefel geschnürt, seine Trainerstationen führten ihn lange Jahre zum FSV Gärbershof und der SGS Amberg - seit dieser Saison wurden die Siemensianer zur Legende. Die Mannschaft lebt weiter und geht mit Boris für Inter III auf Torejagd.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Boris Finkel: Ich habe das ganze Leben Fußball gespielt, Fußball ist für mich Alles.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Boris Finkel: (lacht): beim Fußball muss man nicht sooo viel denken.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Boris Finkel: Ich spiele in Gelb, seit etwa drei Jahren, für mich die perfekte Farbe. Die Schuhe waren im Angebot.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Boris Finkel: Im Finale des ukrainischen Pokals habe ich beim Elfmeterschießen gegen Schachtor Donezk den entscheidenden Elfmeter verschossen.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Boris Finkel: Eine Stunde davor genieße ich eine Zigarette.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer war die 9. Warum?

Boris Finkel: In der Ukraine war ich Stürmer und daher die Neun; in Deutschland habe ich meistens Libero gespielt, trage aber verschiedene Nummern.

ONETZ: 7. Das müsste der FC Amberg bieten, damit ich wechseln würde ….

Boris Finkel: Ich habe im Mai ein Angebot vom FC Amberg erhalten, mit der kompletten SGS-Mannschaft zum FC Amberg zu kommen. Die hätte als Reserve spielen sollen. Das habe ich abgelehnt, weil das Niveau zu hoch ist. Wir spielen A-Klasse, das wäre Kreisliga gewesen.

ONETZ: 8. Warum sind Sie Schiedsrichter?

Boris Finkel: Weil einmal in der Woche Fußball für mich zu wenig ist, deswegen pfeife ich seit zwölf Jahren.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Boris Finkel: Ich esse in der Frühe nichts, nur ein bisschen zwischendurch und abends richtig.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Boris Finkel: Da sind Fußballer im Auto, da reden wir über Fußball und das nächste Spiel.

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Boris Finkel: Als ich 1993 in München im Spiel gegen die Arabischen Emirate zum ersten Mal im Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft auflaufen durfte. Das Spiel endete 1:1 und ich habe das Tor für die Ukraine geschossen.

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