17.02.2019 - 10:51 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg mit Arbeitssieg

Die Löwen müssen viel "Eishockey arbeiten", liegen gegen den ESC Vilshofen nach dem Anfangsdrittel sogar in Rückstand. Der wiedergenesene Torjäger Bernhard Keil leitet dann aber den Umschwung ein.

Mit 3:1 gewann der ERSC Amberg, hier mit Felix Söllner und Andreas Hampl (in den dunklen Trikots von links) sein Heimspiel gegen den ESC Vilshofen.
von Autor PAProfil

Am Ende gab es einen in jeder Beziehung verdienten 3:1-Erfolg für die Gastgeber. Weil aber die direkten Amberger Konkurrenten in der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Bayernliga aus Dorfen und Buchloe ebenfalls gewannen, blieb der Abstand nach vorne unverändert.

Vor gut 400 Zuschauern hatte der ERSC Amberg einige Deja-Vu-Erlebnisse. Nach einer frühen Strafzeit für Daniel Vlach lieferte die Salinger-Truppe ein vorbildliches Unterzahlspiel, um dann - kaum wieder komplett auf dem Eis - durch Andreas Toth doch den Gegentreffer zu kassieren. Aber die Löwen kamen deswegen nicht aus dem Tritt. Kurz darauf musste Matti Swadzba in die Kühlbox, obwohl er eigentlich der Gefoulte zu sein schien. Wieder zeigte Amberg ein starkes Penalty-Killing mit mehr Offensivaktionen als der überzählige Gegner. Dennoch hatten die Wölfe die große Chance durch Vladimir Gomov, die durch Oliver Engmann im Amberger Tor reaktionsschnell vereitelt wurde.

Mit zunehmender Dauer wuchsen die Spielanteile der Gastgeber, zunächst noch ohne zwingende Chancen. Die folgten aber zum Ende des ersten Drittels in kurzen Abschnitten. Der Belagerungszustand vor dem Tor der Vilshofener blieb aber noch ohne Auswirkung. Das änderte sich schlagartig im Mittelabschnitt. Nach genau 61 Sekunden zeigte Bernhard Keil, warum er so wichtig für den Löwenangriff ist. Es war schon sehr abgezockt, wie der ERSC-Torjäger den starken Gäste-Schlussmann Vinzenz Hähnel zum 1:1 verlud. Das war das Signal für eine starke Amberger Phase, die in einen Doppelpack zum 3:1 binnen zwei Minuten durch Vlach und Vaclav Benak mündete. Hier leistete jeweils Keil die Vorarbeit.

Das war schon ein beruhigender Vorsprung, zumal die Löwen weiterhin die größeren Spielanteile besaßen. Vilshofen, das drei Sturmreihen aufbieten konnte, brachte das Amberger Tor im Schlussdrittel nur mehr sporadisch in Gefahr. Aber auch die Angriffsbemühungen des ERSC wirkten etwas zerfahren und nicht mit letzter Konsequenz ausgeführt, vielleicht auch, weil Vlach angeschlagen in der Kabine geblieben war. Richtige Spannung kam erst in den Schlussminuten auf, weil Amberg erneut eine Strafzeit bekam und Vilshofen den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm. Es blieb jedoch beim 3:1, wobei die Löwen sogar noch die beste Chance hatten, aber die Scheibe am verlassenen Gästetor vorbei schoben - auch das nichts gänzlich Neues.

ERSC Amberg - ESC Vilshofen 3:1 (0:1, 3:0, 0:0):

Tore: 0:1 (7.) Toth (Gomov, Schmidter), 1:1 (22.) Keil (Vlach, Heilman), 2:1 (31.) Vlach (Keil, Krieger), 3:1 (34.) Benak (Keil, Vlach) – Strafen: Amberg 12, Vilshofen 4 Minuten – SR: Stauber, Reidl, Winklmeier – Zuschauer: 409

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