13.01.2020 - 11:17 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg besiegt Top-Favorit Ulm

Nach dem verpatzten Aufakt in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga gibt der ERSC Amberg die passende Antwort. Getrübt wird die Freude allerdings durch die nächste Verletzung eines Verteidigers.

Oliver Engmann im Tor des ERSC Amberg brachte die Angreifer der „Donau Devils“ Ulm immer wieder zur Verzweiflung und war mit seinen Glanzparaden ein Garant für den Sieg der Löwen.
von Autor PAProfil

Die "Donau Devils" des VfE Ulm/Neu-Ulm hatten diese Saison eine makellose Heimbilanz mit nur 1,8 Gegentreffer im Schnitt - bis am Sonntag der ERSC Amberg für dicke Flecken auf der "weißen Weste" des Top-Favoriten sorgte. Zwei Tage nach dem verpatzten Auftakt gegen Buchloe siegte die Truppe von Dan Heilman beim Vorrundenmeister der Parallelgruppe mit 5:2, holte überraschend, aber völlig verdient den ersten Sieg in der Bayernliga-Aufstiegsrunde.

Mustafa Sugle fasste das Erfolgsrezept zusammen: "Kampfgeist und Zusammenhalt, und natürlich ein überragender Oli Engmann im Tor - wobei Ulm richtig gut war", so der ERSC-Vorsitzende. Amberg war von Beginn an körperlich wesentlich präsenter als zuletzt, was sich schon mit der ersten Strafzeit nach 55 Sekunden (!) gegen Martin Brabec dokumentierte.

Reihenweise Glanzparaden

Insgesamt zehn Minuten summierten sich im Anfangsdrittel zusammen, aber die Löwen gaben auch keinen Zentimeter Eis freiwillig auf. Speziell in Unterzahl war jedoch auf Oli Engmann Verlass. Der ERSC-Torhüter ließ die Devils-Angreifer ein ums andere Mal verzweifeln, zeigte reihenweise Glanzparaden. Chancen für die Löwen waren auch vorhanden, unter anderem durch Bernie Keil und Dan Vlach, denn bei ausgeglichener Spielerzahl waren die Gäste absolut gleichwertig.

Im Mittelabschnitt war dann der ERSC deutlicher im Vorteil. Dazu verhalf das frühe 0:1 durch Daniel Vlach, diesmal bei einer Amberger Überzahl. Der Treffer sorgte für etwas Verunsicherung bei den Gastgebern, die zunächst weiter aufs Tempo drückten. Und weil Amberg voll dagegenhielt bekamen die knapp 700 Zuschauer ein abwechslungsreiches Spiel geboten.

Binnen 70 Sekunden kippte die Begegnung vollends auf die Seite des ERSC. Zunächst traf Martin Brabec in den Torwinkel, dann legte Felix Söllner zum 0:3 nach. Die Devils-Fans hatte erstmals Grund zur Freude, als Peter Ceslik bei doppelter Überzahl auf 1:3 verkürzte, aber die Löwen hatten die passende Antwort parat, durch Felix Köbele und das exakt fünf Sekunden vor der Pausensirene. Im letzten Abschnitt hatte Ulm durchaus gute Schussgelegenheiten, aber als letzte Instanz stand da eben doch immer wieder Engmann. Der ERSC gab das Spiel nicht aus der Hand, hatte noch die eine oder andere Möglichkeit. Eine nutzte Söllner mit seinem zweiten Treffer zum 1:5. Das 2:5 durch Marius Dörner, fünf Minuten vor dem Ende, sollte nicht mehr als Ergebniskosmetik sein.

Sorgen um Benjamin Frank

Einziger Wermutstropfen aus Amberger Sicht war der Ausfall von Benjamin Frank. Sollte sich eine Schulterverletzung bestätigen, würde sich die "Verteidiger-Seuche" beim ERSC ausweiten, denn mit Markus Hausner und Daniel Krieger stehen bereits zwei weitere Defender auf der Ausfallliste.

Info:

VfE Ulm/Neu-Ulm – ERSC Amberg

Tore: 0:1 (23.) Vlach (Keil/5-4), 0:2 (29.) Brabec, 0:3 (30.) Söllner (Köbele, Frank), 1:3 (37.) Ceslik (Anwander/5-3), 1:4 (40.) Köbele (Huber), 1:5 (51.) Söllner (Bocu, Troglauer), 2:5 (55.) Dörner (Schwarzfischer) - Strafen: Ulm 14, Amberg 14 Minuten - SR: Vorgeitz, Reinold, Fuchs - Zuschauer: 690

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