30.01.2020 - 10:51 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Keine Angst vor den Haien

Nach fünf Siegen in Folge liegt der ERSC Amberg auf Rang zwei der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga. Auch dank seiner starken Defensive. Die ist in der Heimpartie gegen die Kempten Sharks jetzt besonders gefordert.

Nach dem Fehlstart gegen Buchloe gewann der ERSC Amberg (im Bild vorne rechts Lukas Salinger) alle folgenden Spiele in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Am Freitagabend erwartet der Tabellenzweite im Top-Spiel den Verfolger ESC Kempten.
von Autor PAProfil

Tabellenzweiter gegen Tabellendritter: Am Freitag, 31. Januar, um 20 Uhr kommen die Kempten Sharks zum Top-Spiel, die sich zuletzt als äußerst gefräßige "Haie" präsentierten. 40 Tore insgesamt, alleine 19 davon am vergangenen Wochenende gegen Moosburg und Dingolfing, haben das Selbstbewusstsein bei ESC-Trainer Carsten Gosdeck enorm gestärkt: "Meine Mannschaft hat zuletzt die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent erfüllt", freut sich der Mann, der von den Moskitos Essen ins Allgäu gekommen ist. Und er schickt hinterher: "Wir haben große Effizienz und nicht mehr viele Baustellen".

Das Paradestück des Vorrunden-Dritten ist zweifellos der ausgezeichnet bestückte Angriff. Mal ist es Michel Maaßen vom Oberligisten Sonthofen, mal Nikolas Oppenberger, aber fast immer hat Markus Vaitl den Schläger im Spiel. Der Top-Stürmer kam vom EV Füssen - und mit ihm der Deutsch-Kanadier Ron Newhook im Gepäck. Da konnte man sogar den Abgang des Schweden Adrian Kastel-Dahl verkraften.

Verteidiger aus der DEL2

Für den ist Kristaps Millers in den Angriff gewechselt, obwohl der Lette eigentlich für die Abwehr vorgesehen war. Aber die Defensive hat mit dem Finnen Roni Rukajärvi von den Bayreuth Tigers aus der DEL2 auch schon einen absoluten Führungsspieler erhalten. Gosdeck prophezeit: "Es soll für jeden Gegner schwer sein, auch nur einen Punkt gegen uns zu holen". Nun wollen seine Raubfische in Amberg auf die Jagd gehen, aber man darf auch nicht vergessen, dass sie selbst schon zweimal (Buchloe, Ulm) als Beute am Haken hingen. Die Offensivkraft des ESC Kempten sorgt beim ERSC und Dan Heilman für den entsprechenden - und auch nötigen - Respekt, "aber Angst haben wir deshalb auch nicht", so der Löwen-Coach. Der sieht erneut die Tagesform als wichtigsten Aspekt, wie in allen bisherigen Begegnungen. Die Amberger Defensive steht gut, trotz einiger Ausfälle. 13 Gegentreffer in sechs Begegnungen sind eine sehr gute Quote, erst recht, weil davon alleine in der ersten Partie gegen Buchloe schon sechs kassiert wurden.

Die beiden Torhüter Carsten Metz und Oli Engmann haben schon mehrfach die Punkte für die Mannschaft festgehalten. Letzterer sollte nach seiner Verletzung aus dem Haßfurt-Spiel beim Abschlusstraining schon wieder mitwirken. Neuzugang Marc Hemmerich, der mit Gästecoach Gosdeck zusammen bei Essen spielte, gab in der Abwehr ein gutes Debüt, mit etwas Glück bekommt auch der neue Stürmer Svatopluk Merka die Gelegenheit dazu.

Topscorer hat Sperre abgesessen

Verteidiger Benjamin Frank ist nach seiner Schulterverletzung zumindest ins Lauftraining wieder mit eingestiegen, aber noch kein Kandidat für den Wettkampf. Auf jeden Fall wieder mit dabei ist Topscorer Felix Köbele, der gegen Bad Aibling seine Sperre abgesessen hat.

Info:

Aufstiegsrunde zur Bayernliga

7. Spieltag

Moosburg - Ulm/Neu-Ulm Fr. 19.30 Uhr

Haßfurt - Bad Aibling Fr. 19.30 Uhr

Dingolfing - Buchloe Fr. 20.00 Uhr

ERSC Amberg - Kempten Fr. 20.00 Uhr

1. ESV Buchloe 6 33:12 18

2. ERSC Amberg 6 20:13 15

3. ESC Kempten 6 40:22 12

4. VfE Ulm/Neu-Ulm 6 21:18 12

5. EV Moosburg 6 26:30 9

6. EV Dingolfing 6 19:28 3

7. ESC Haßfurt 6 23:34 3

8. EHC Bad Aibling 6 7:32 0

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