25.01.2019 - 12:28 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Krieger darf ran

Erst heißt es lange sitzen, dann ist Effizienz gefragt, wenn der ERSC Amberg bei den Kemptener Sharks antritt. Die Hausherren glänzten bisher mit Offensivpower, aber die Gäste aus der Oberpfalz haben Verstärkung erhalten.

Daniel Krieger (vorne) ist ab sofort für den ERSC Amberg spielberechtigt. Das heißt, er kann bereits am Freitag, 25. Januar, gegen EA Schongau eingesetzt werden.

Ein strapaziöser Sonntag steht den Amberger Wild Lions bevor. Bei den Kemptener Sharks wird das Team von Trainer Dirk Salinger um 18 Uhr in der Alpensolar-Arena stark gefordert, aber die Anstrengungen beginnen schon weit vorher. Ab 12 Uhr Mittag fährt der ERSC-Tross im Mannschaftsbus am Amberger Stadion ab und hat bis zum Ziel mehr als dreieinhalb Stunden reine Fahrtzeit zu bewältigen. Da ist Sitzfleisch gefragt, ehe es im Allgäu zum Duell mit einem Favoriten in der Verzahnungsrunde zur Bayernliga- kommt.

Der ESC Kempten ist im Landesliga-Finale als Vizemeister der Amberger Parallelgruppe ins Ziel gekommen und recht erfolgreich auch in die Qualifikation gestartet. Da steht neben einem 7:4-Auftaktsieg in Geretsried auch ein 10:7 über Haßfurt. Am vergangenen Wochenende gab es dann ein 6:5 nach Penaltyschießen im Allgäu-Derby gegen Buchloe. Die Resultate lassen schon erahnen, wo die Stärken und vermeintlichen Schwächen der Sharks liegen.

Für die geballte Offensivpower sorgen vor allem Nikolas Oppenberger, den die Amberger bereits aus den Viertelfinalspielen gegen Altmeister Füssen vor zwei Jahren kennen, sowie der schwedische Topscorer Adrian Kastel-Dahl aus Stockholm. Mit dem Augsburger Patrick Weigant hat dieses Trio alleine zwei Drittel aller Sharks-Tore erzielt. Dazu kommt der Slowake David Hornak, im Vorjahr noch Torjäger in Burgau. "Gefüttert" wird der Angriff vornehmlich von den Abwehrstrategen Gregor Stein und Eugen Scheffer.

Es ist auch ein physisch starkes Team, das ESC-Trainer Markus Wartosch da aufzubieten hat. Zu "knacken" sind die Kemptener freilich auch, wie es der ESC Dorfen bei seinem 6:1-Erfolg bewiesen hat.

Für den ERSC Amberg wird es primär darum gehen, die Tormaschinerie der Allgäuer nicht ins Rollen kommen zu lassen, dafür aber bei den eigenen Chancen genügend Effizienz zu beweisen. Coach Salinger stehen mit Boris Flamik und Daniel Krieger weitere Alternativen zur Verfügung, wobei Flamik am vergangenen Wochenende sich schon nahtlos ins Team einbrachte. Physiotherapeut Oliver Reiff hat beim angeschlagenen Bernhard Keil "Daumen hoch" signalisiert, und es hängt natürlich viel davon ab, wie die Partie am Freitag Abend gegen Schongau verlaufen ist.

Vom Papier her hatte es da Kempten in Vilshofen wohl um einiges einfacher. Deutlich nach Mitternacht werden die Löwen dann ihren Sonntagsausflug beendet haben - mit hoffentlich drei Punkten im Gepäck.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine datiert im Übrigen aus der Saison 1999/2000. In der Relegation zur Oberliga behielt der ERSC mit 5:4 nach Verlängerung und 2:1 in Kempten beide Male die Oberhand - genützt hat es allerdings nichts, denn das Jahr darauf spielten beide "nur" in der Regionalliga.

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