16.02.2020 - 10:23 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Löwen zum Abschuss freigegeben

Vorne zu harmlos, hinten mit Auflösungserscheinungen: Für den ERSC Amberg endet der Ausflug am Freitag nach Moosburg mit einem gebrauchten Abend.

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von Autor PAProfil

Der ERSC Amberg war mit guten Vorsätzen zum Auswärtsspiel nach Moosburg gereist. Aber ein "Phantomtor" und weitere Valentinsgeschenke an die Gastgeber brachen die Oberpfälzer in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga im Mittelabschnitt komplett auseinander, und wurden von den Moosburgern, denen eine durchschnittliche Leistung genügte, mit 5:1 abgeschossen.

"Wir waren zu locker in der Defensive. Moosburg wollte mehr und der Wille fehlte uns. Das ist bitter, mehr möchte ich nicht sagen", meinte hinterher ein sichtlich enttäuschter ERSC-Coach Dan Heilman. Dabei begann sein Team sehr engagiert, hatte nach 51 Sekunden die erste gute Chance durch Martin Brabec, der an EV-Torhüter Linus Messerer scheiterte.

Großes Erstaunen

Die erste nennenswerte Aktion der Gastgeber war ein Schuss an den Pfosten durch Vincenz Maier, wobei der Puck an der Grundlinie entlang nach außen zur Bande weiterrutschte. Angreifer und Verteidiger hetzen der Scheibe hinterher, keine besonderen Reaktionen - bis der Pfiff des Unparteiischen ertönt und Schiedsrichter Miel einen Treffer für Moosburg anzeigt. Ungläubiges Erstaunen bei Freund und Feind, auch auf den Rängen, wo unter den rund 200 Zuschauern gut die Hälfte den ERSC unterstützten.

"Das war eine glatte Fehlentscheidung, der Puck war nie und nimmer im Tor", war Heilman sicher, doch er schickte gleich hinterher: "Das Spiel entschieden hat das aber nicht."

Pässe kommen nicht an

Amberg setzte nach, wollte den Ausgleich und scheiterte durch Marc Hemmerich in aussichtsreicher Position. Besser machte es der EVM, wobei Torschütze Tobias Hanöffner nur unzureichend attackiert wurde. Der ERSC kam nur wenig später durch Krieger zum Anschlusstreffer und hatte weitere 26 Sekunden später den Ausgleich durch Brabec auf dem Schläger, allerdings wurde der Löwen-Stürmer - nachdem er auch den Torhüter ausgespielt hatte - durch ein Foul beim Schuss gestört. Bis dahin hatte Amberg mehr Spielanteile, jedoch mit unzureichender Passquote.

Zu Beginn des Mittelabschnitts drängte der ERSC vehement. Die Angriffe verpufften allerdings meist wirkungslos, weil sich die Löwen zu sehr in Einzelaktionen verstrickten. Anders die Gastgeber, die erneut einen leichten Scheibenverlust der Amberger nutzten und Peter Abstreiter eine Vorlage von Horava völlig frei stehend zum 3:1 einnetzte. Ein Schlagschuss von Kevin Schmitt ans Lattenkreuz des Moosburger Tores war gleichzeitig die Einleitung zum 4:1 für den EVM im direkten Gegenzug durch Stefan Groß. Die Defensivarbeit der Löwen, beginnend im Angriff, offenbarte Auflösungserscheinungen.

Wie im Training

Das 5:1 durch Miloslav Horava hätte er im Training nicht leichter erzielen können. Lediglich die Pausensirene ersparte Amberg weitere Gegentreffer. Das Schlussdrittel wurde praktisch im Eiltempo absolviert, ohne längere Unterbrechungen und Vorkommnisse, wobei Moosburg wegen der klaren Führung auch nichts mehr riskieren wollte.

Info:

EV Moosburg - ERSC Amberg 5:1 (2:1, 3:0, 0:0)

Tore: 1:0 (4.) Maier (Indra), 2:0 (15.) Hanöffner (Stuckenberger, Retzer), 2:1 (16.) Krieger (Brabec), 3:1 (30.) Abstreiter (Horava), 4:1 (33.) Groß (Horava, Indra), 5:1 (37.) Horava (Steiger). Strafen: Moosburg 16 Minuten + 10 (Killerman), Amberg 8 + 10 (Brabec). Zuschauer: 205

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