27.02.2019 - 11:31 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Nachwuchsarbeit boomt

"Wir wollen auf's Eis", fordern die kleinen Cracks des ERSC Amberg. Voll ausgerüstet, in kompletter Montur, mit Helm und Schläger sitzen die Kinder noch auf der Bank. Noch. Dann geht die Tür auf, und ab geht die Post - aufs Eis.

Mit Begeisterung dabei: Die Nachwuchscracks des ERSC Amberg.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die Saison im Eishockey nähert sich langsam dem Ende zu, für den ERSC Amberg eine sehr erfolgreiche im Jugendbereich: "Wir haben rund 160 Kinder im Training, das ist sehr gut besucht", sagt Trainer Florian Ksoll. Über Hundert Nachwuchsspieler der Altersklassen U7, U9, U11, U13, U15, U17 und U20 tummeln sich zu den verschiedensten Zeiten auf der Eisfläche. "Dazu kommen noch etwa 60 bis 70 in der Laufschule." Es boomt.

Da sind neben dem normalen Spielbetrieb Einladungen wie zu einem Turnier nach Berlin perfekt, um die Begeisterung bei den Kids noch weiter anzufachen. Ksoll, der Initiator der Fahrt, schwärmt vom Trip der U11 des ERSC Amberg vor rund zwei Wochen in die Landeshauptstadt: "Wir spielten mit Mannschaften wie Eisbären Berlin, Preussen Berlin, Weißwasser, Dresden, Krefeld und Mannheim." Ein Gemeinschaftserlebnis an einem Wochenende der besonderen Art. "In Berlin, und dann noch zwei Tage lang Eishockey, das war das Größte für die Truppe."

Die U11 hatte sich den Ausflug verdient, war sie doch eine der erfolgreichsten Jugend-Mannschaften des ERSC in dieser Saison. Ebenso wie die U9 und die U20. "Die Jungs haben sich alle gesteigert", sagt Ksoll. Er würde gerne mehr trainieren, gerade, was die älteren Jahrgänge betrifft. "Es fehlt aber an Eiszeiten", schränkt er ein. Und auch Umkleidekabinen seien nicht genügend vorhanden. Von den zwei Stunden, die ein Jahrgang zweimal pro Woche im Training ist, gehen schon 30 Minuten zum Umziehen drauf. "Wenn man sieht, was die Jungs alles an Ausrüstung tragen, ist das logisch", sagt Sascha Wendl, ebenfalls Jugendtrainer beim ERSC. Eine halbe Stunde vorher ist Warm-Up, das heißt Trockentraining in normalen Klamotten und Jacke. Entweder im Stadion, auf der Tribüne mit ein paar Übungen. Oder: "Wenn das Wetter passt, dann gehen wir auch raus. Dann mit Turnschuhen und richtigen Sportsachen", erklärt Wendl.

Eine Stunde bleibt effektiv als Eiszeit. "Je älter die Kinder werden, desto größer wird das Leistungsgefälle. Da muss man nachtrainieren. Das ist schwierig, wenn wir nicht genügend Eiszeiten haben. Aber wir machen das Beste draus", sagt Ksoll. Den ganz Kleinen müsse man erklären, wie sie richtig auf dem Eis fahren. "Das ist manchmal schwierig, bei 18 Kindern in einer Gruppe."

Zusätzlich zum offiziellen Training bekommen die Nachwuchsspieler auch Hausaufgaben auf. Übungen mit dem Seil, oder dass sie den öffentlichen lauf nutzen sollen, um mehr Sicherheit auf dem Eis zu bekommen. "Das machen leider nicht alle", schränkt Ksoll ein, weswegen die acht Jugendtrainer in den Einheiten gut beschäftigt sind. Fünf Trainer kümmern sich in der Laufschule um die ganz Kleinen: "Die Jüngsten sind drei Jahre alt, bis zehn Jahre ungefähr bieten wir die Schule an."

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