20.01.2020 - 11:10 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg jetzt auf einem Play-off-Platz

Der ERSC Amberg ist weiter erfolgreich im Aufstiegsrennen zur Eishockey-Bayernliga. Gegen den ungeschlagenen EV Moosburg stellen die Löwen die Weichen im Anfangsdrittel schon auf Sieg - und einer hat entscheidenden Anteil daran.

Nach dem Auswärtssieg in Dingolfing am Freitag gewann der ERSC Amberg (in Schwarz Martin Brabec) auch am Sonntagabend. Mit 3:1 setzten sich die Amberger Löwen gegen den EV Moosburg durch.
von Autor PAProfil

Der Amberger Torhüter Oli Engmann wurde völlig zurecht zum besten Spieler des Abends gekürt. Denn im Schlussdrittel setzte Moosburg alles auf eine Karte, kam zu noch mehr Torschüssen, aber Engmann schien unbezwingbar: "Oli war überragend. Wir haben glücklicherweise wohl zwei der besten Torhüter der Liga", sah sich Ambergs Coach Dan Heilman zu einem Sonderlob veranlasst.

Es blieb bis in die Schlusssekunden spannend beim 3:1-Sieg des ERSC. Durch den dritten Erfolg in Serie steht Amberg auf einem Play-off-Platz. Sowohl Gästecoach Bernie Engelbrecht wie auch sein Amberger Pendant attestierten beiden Teams "ein ganz starkes Niveau" und auch von den knapp 700 Zuschauern verließ kaum einer vor der Schlusssirene das Stadion.

Mit Koppitz und Salinger

Im Vergleich zum Freitagsspiel in Dingolfing konnte Dan Heilman in der Abwehr mit Leon Koppitz und Lukas Salinger zwei Akteure mehr aufbieten und das sollte im weiteren Verlauf mit ausschlaggebend werden. Wie schon bei den Erfolgen in Ulm und Dingolfing kam der ERSC aus einer kompakten Abwehr über gefährliche Konter zum Zug: "Das hat Amberg sehr clever gemacht, die Scheiben sicher hinten rausgebracht und intensiv nachgesetzt", lobte Engelbrecht die ERSC-Taktik.

Perfekter Auftakt

Felix Köbele traf mit einem platzierten Schuss zum 1:0. Mit dem 2:0 durch Daniel Vlach war der Auftakt perfekt. Das 3:0 fiel durch Martin Brabec, 79 Sekunden vor der Pausensirene. "Das hat Martin einfach super gemacht und war ungeheuer wichtig für uns", freute sich Heilman über die Schlitzohrigkeit seines Stürmers. EVM-Torhüter Messerer machte danach für seinen Kollegen Carlo Schwarz Platz.

Mit Beginn des Mittelabschnitts sorgte Moosburg dann jede Menge Betrieb vor dem Amberger Tor. Vor allem die Top-Reihe mit Abstreiter, Indra und Horava drückten dem Spiel ihren Stempel auf, doch die Amberger Defensive wirkte sehr konzentriert - und als letzte Instanz immer wieder Oli Engmann.

Im Schlussdrittel setzte Moosburg alles auf eine Karte. Das Tempo war weiterhin beidseitig sehr hoch und auch der ERSC hatte immer wieder Phasen, wo er die Gäste in deren Verteidigungszone festnagelte. Das artete dann schon in einen offenen Schlagabtausch aus. Knapp fünf Minuten vor dem Ende nahm Engelbrecht bereits seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis - volles Risiko. Amberg schrammte da einige Male an einem Empty-Net-Goal vorbei, sogar Engmann verpasste das verwaiste Gästetor mit einem Befreiungsschlag nur knapp. 64 Sekunden vor dem Ende kam Moosburg noch durch Stefan Groß zum 3:1-Anschlusstreffer - es sollte auch das Endresultat bleiben. Für Dan Heilman stand fest: "Die Aufstiegsrunde wird bis zum Schluss eng und spannend bleiben" - und da werden Amberg wie Moosburg mit der gezeigten Leistung mitmischen.

Info:

ERSC Amberg - EV Moosburg 3:1 (3:0, 0:0, 0:1)

Tore: 1:0 (4.) Köbele (Vlach), 2:0 (6.) Vlach (Köbele, Schmitt), 3:0 (19.) Brabec (Keil), 3:1 (59.) Groß (Krämmer, Steiger/6-5) - Strafen:Amberg 6, Moosburg 6 Minuten - Schiedsrichter: Grech, Kaderabek, Fiala - Zuschauer: 679

Oli war überragend. Wir haben glücklicherweise wohl zwei der besten Torhüter der Liga.

Dan Heilman, Coach des ERSC Amberg

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