10.01.2019 - 13:55 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg seit langer Zeit mal nicht der Favorit

Es geht ans Eingemachte: Mit einem Auswärtsspiel beim ESC Dorfen beginnt für die Löwen das "Unternehmen Bayernliga-Qualifikation". Bei zwei Spielern ist der Einsatz allerdings fraglich.

ERSC-Stürmer Peter Hendrikson (rechts) im Duell um den Puck.
von Autor PAProfil

Beim Gastspiel am Freitag, 11. Januar (20 Uhr), im Dr.-Rudolph-Stadion in Dorfen ist der ERSC Amberg seit langer Zeit mal nicht der Favorit. Die Gastgeber beendeten die Bayernliga-Hauptrunde mit einer 1:5-Niederlage gegen Landsberg, einhergehend mit dem 13. und damit vorletzten Rang. Ein enttäuschender Saisonverlauf für die Eispiraten, die in der Vorsaison noch Vizemeister in Bayerns Eliteliga waren und für Platzierungen viel weiter vorne in der Tabelle gehandelt wurden.

Der schwache Start in die Punkterunde hatte schnell personelle Auswirkungen. Coach John Samanski wurde durch den Tschechen Petr Vorisek abgelöst. Die "Freibeuter" waren immer wieder mal dran an den Plätzen, die zu den Vergleichen mit den Oberligisten berechtigten, aber zum Ende hin gab es (zu) viele unnötige Niederlagen - und relativ früh stand dann fest, dass es nur noch um den Klassenerhalt gehen könne.

Top-Scorer sind die beiden tschechischen Stürmer Lukas Miculka und Tomas Vrba, aber auch in der Defensive stehen mit dem Deutsch-Kanadier Mark Waldhauser und Fabian Kanzelsberger "offensive Freigeister". Der zuletzt verpflichtete litauische Nationalspieler Povilas Verenis hat den Verein wieder verlassen. Die angeschlagenen Spieler der Eispiraten wurden in den letzten Begegnungen allesamt geschont, haben nun aber trotzdem Defizite in der Spielpraxis. Zweifelsohne ein schwerer Auftakt für die Amberger, bei denen ebenfalls die Besetzung des Kaders im Vordergrund steht. Komplett konnte man gefühlt seit Anfang Dezember nicht mehr antreten, was aber jetzt in der Verzahnungsrunde eigentlich der wichtigste Aspekt wäre. Das hat auch Dirk Salinger schon klar umrissen: "Die Special-Teams in Über- und Unterzahl müssen funktionieren und wir müssen von Ausfällen verschont bleiben, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns", prophezeit und droht der Löwen-Coach an die Konkurrenz.

Die spielerische Vorstellung bei der Generalprobe in Dingolfing war - trotz etlicher Ausfälle - über weite Strecken sehenswert. Von der Verletztenfront gibt es schon mal leichte Entwarnungen, aber bei Daniel Vlach und Florian Wrobel standen zur Wochenmitte noch deutliche Fragezeichen. In der Einschätzung der Spielstärke der beiden Gruppen gibt es noch unterschiedliche Meinungen, nicht aber für den "Boss": "Egal wo, du musst dich in beiden Gruppen beweisen", so Vorsitzender Mustafa Sugle. Alleine sind die Löwen jedenfalls nicht bei ihrem Auftritt in Dorfen, wo sich etliche ERSC-Fans treffen werden. Und die Daumen werden auch in Sachsen gedrückt. Via Facebook haben Fans die Unterstützung bekundet, denn: "Die wahren Eispiraten gibt es nur in Crimmitschau", dem ehemaligen Club von Löwen-Torjäger Bernie Keil.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.