07.11.2019 - 17:02 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg: Stärkster Angriff gegen stabilste Abwehr

Die aktuellen "Klassenbesten" spielen gegeneinander: Die Haßfurt Hawks erwarten die Amberger Wild Lions zum Landesliga-Gipfel im Eishockey.

Daniel Krieger im Angriffsmodus: Das wird nötig sein, um in Haßfurt etwas Zählbares mitzunehmen.
von Autor PAProfil

"Business as usual" - alles wie gewohnt in der Eishockey-Landesliga, sieht man einmal vom kapitalen Fehlstart der als Mitfavorit gehandelten Waldkirchen Crocodiles ab. Keineswegs unerwartet stehen aber zwei Teams ganz oben, die am Freitag, 8. November, in Haßfurt die Schläger kreuzen. Um 19.30 Uhr treffen die gastgebenden Hawks auf den ERSC Amberg.

Mit einem Spiel voraus steht Haßfurt vorne, eng gefolgt von den Wild Lions. Das heißt: Erster gegen Zweiter, aber auch stärkster Angriff gegen stabilste Abwehr. Die 67 Treffer der Hawks sind absolutes Höchstmaß für beide Landesligagruppen und es ist kein Geheimnis, dass dies zu einem hohen Prozentsatz auf die "Abteilung Transferkarte" der Haßfurter geht.

Nach dem Abgang von Jakub Sramek war über einen Qualitätsverlust gemutmaßt worden, doch Neu-Trainer Volker Hartmann hat die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt und das Team unberechenbarer gemacht. Jan Trübenekr hat die Rolle des Torjägers übernommen, und Verteidiger Daniel Hora ist an der blauen Linie eine echte Waffe. Michal Babkovic und Neuzugang David Hornak malochen für die Mannschaft. Mit Timo Zürcher, Michael Breyer und vor allem David Franek stehen noch weitere Akteure mit höherem Offensivniveau zur Seite.

Die Defensive kann mit den Leistungen nicht ganz mithalten, denn 29 Gegentore werden in der Liga auch nur von vier Teams überboten. Zumeist hat die Treffsicherheit vorne dieses Manko geregelt. Zuletzt kam allerdings die Tormaschinerie ins Stottern, denn beim ESC Vilshofen gab es eine unerwartete 1:2-Niederlage - geschuldet wohl auch den Witterungsbedingungen im Frei-Eisstadion.

Coach Hartmann erwartet für das Freitags-Duell "einen Kampf auf Augenhöhe" und wird mit dieser Einschätzung womöglich richtigliegen. Beide Kontrahenten befinden sich jedenfalls zielstrebig in Richtung Aufstiegsrunde, wofür sich jeweils die ersten vier Mannschaften beider Landesliga-Gruppen - unabhängig von der Reihenfolge - qualifizieren.

Einen vorentscheidenden Charakter hat die Begegnung nicht, denn zu ausgeglichen ist die Gruppe. Der ERSC Amberg besitzt statistisch die sicherste Abwehr im Klassement. Neben dem Umstand, mit Oli Engmann und Carsten Metz über zwei herausragende Torhüter zu verfügen, ist der nächste Grund die hohe Bereitschaft zur Defensivarbeit aller Spieler auf dem Eis. Das ist nicht selbstverständlich, denn seit Saisonbeginn haben die Löwen mit einer stattlichen Zahl von verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen und müssen für die Erfolge hart arbeiten.

Da kommen die Nachrichten von unter der Woche nicht ungelegen, dass sich der schwarz-gelbe Kader wieder füllt. Nach den Trainingseindrücken vom Dienstag steht die Rückkehr von Patrick Billinger, Fabian Dolezel, Andreas Hampl und Daniel Troglauer bevor, was für Coach Dan Heilman deutlich mehr Alternativen eröffnet.

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