01.12.2019 - 09:21 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg triumphiert im Spitzenspiel

Jede Serie geht einmal zu Ende: Der ERSC Amberg hat am Freitagabend im Top-Spiel der Eishockey-Landesliga gleich zwei Serien des EV Moosburg beendet.

Mit 6:3 schlug der ERSC Amberg (in Schwarz) den EV Moosburg am Freitagabend. Jubel bei Leon Koppitz, Martin Brabec, Daniel Vlach und Kevin Schmitt (von links), während Moosburgs Torhüter Carlo Probst geschlagen am Boden liegt.
von Autor PAProfil

Mit 6:3 entschieden die Wild Lions am Ende nicht unverdient ein überaus interessantes und abwechslungsreiches Match vor 660 Zuschauern, nachdem Moosburg zuvor sieben Partien in Serie gewonnen und in Auswärtsspielen bislang überhaupt noch keinen Punktverlust erlitten hatte. Schon der Auftakt war verheißungsvoll, weil Bernhard Keil nach nur 63 Sekunden den ERSC – bei angezeigter Strafe für Moosburg – in Führung brachte, aber die Gäste kaum eine Minute später einen missglückten Wechsel der Amberger durch Peter Abstreiter zum Ausgleich nutzten.

"Das sieht ein Trainer nicht gerne"

Das war ein Spiegelbild für den gesamten ersten Abschnitt, in dem die Löwen jeweils in Überzahl durch Daniel Vlach und Stephan Huber vorlegten, aber Moosburg mit Vincenz Maier und Miloslav Horava stets eine Antwort hatten. „Das erste Drittel war ausgeglichen mit vielen Treffern, was ein Trainer aber nicht gerne sieht, weil zu viele Fehler gemacht werden“, analysierte Bernie Engelbrecht hinterher. Dem EVM-Coach fehlten einige Spieler unter der Woche beim Training, was er mit für die eine oder andere Konzentrationsschwäche verantwortlich machte.

Knackpunkt der Partie

Ausgeglichen war zunächst auch der Mittelabschnitt mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Dann hatte der ERSC in Unterzahl einige brenzlige Situationen zu überstehen und kam – kaum wieder komplett – durch den bärenstarken Vlach zum 4:3, für Engelbrecht ein Knackpunkt: „Da hast du ein Powerplay ohne Erfolg und gleich darauf macht der Gegner das Tor. Hier ist das Spiel zu Gunsten von Amberg gekippt“, vermutete der Ex-Nationaltorhüter. Sein Gegenüber sah das ähnlich: „Wir waren im zweiten Drittel etwas besser und natürlich hat der Treffer nach unserer Unterzahl geholfen“, meinte Dan Heilman. Vor allem weil man kurz darauf noch das 5:3 durch Marc Roth folgen lassen konnte, schien der Löwen-Trainer zunächst etwas beruhigter.

Fulminanter Schlagschuss von Brabec

Aber auch er war überrascht, wieviel aggressives Forechecking der Gegner noch im Schlussdrittel an den Tag legte. Die Entscheidung fiel hier aber dann nach wenigen Minuten. Martin Brabec wurde geschickt von Vlach auf die Reise geschickt und vollendete im hohen Tempo mit einem fulminanten Schlagschuss in den Torwinkel zum 6:3. Moosburg gab sich zwar immer noch nicht auf, doch die Gastgeber hatten mit dem Vorsprung im Rücken genügend Ruhe und Abgeklärtheit um keine wirkliche Gefahr mehr aufkommen zu lassen.

Bernhard Engelbrecht gratulierte den Ambergern zum Sieg, hatte ein „gutes und spannendes Spiel“ gesehen und nahm das Serien-Ende seines Teams gelassen: „Mund abputzen, es geht wieder weiter“. Dan Heilman war „sehr zufrieden, dass man gewonnen hatte“. Aufgrund der gezeigten Leistungen ist der Löwen-Coach sicher: „Amberg und Moosburg sehen sich in der Aufstiegsrunde wieder“.

Info:

ERSC Amberg – EV Moosburg 6:3 (3:3, 2:0, 1:0)

Tore: 1:0 (2.) Keil (Vlach/6-5), 1:1 (3.) Abstreiter (Regan), 2:1 (9.) Vlach (Schmitt, Brabec/5-4), 2:2 (10.) Maier (Horava), 3:2 (14.) Huber (Krieger/5-3), 3:3 (20.) Horava (Eigner), 4:3 (31.) Vlach (Brabec, Schmitt), 5:3 (37.) Roth (Söllner), 6:3 (46.) Brabec (Vlach/4-5).

Strafen: Amberg 8, Moosburg 10 Minuten – Schiedsrichter: Lajoe, Grech – Zuschauer: 660

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