12.01.2020 - 10:39 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg verpatzt Auftakt in Aufstiegsrunde

Das ging gründlich daneben: Der ERSC Amberg verliert sein erstes Spiel in der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Bayernliga mit 2:6 gegen die Buchloe Pirates. Die machen im Mittelabschnitt binnen 23 Sekunden den Sack zu.

Ein ums andere Mal bissen sich die Löwen (im Bild links Felix Köbele und rechts Bernhard Keil) die Zähne an der starken Abwehr des ESV Buchloe um Torhüter Johannes Wiedemann aus.
von Autor PAProfil

Davon war nach dem Anfangsdrittel nicht unbedingt auszugehen, das von den Spielanteilen komplett ausgeglichen war. "Wir hatten uns in dieser Phase schwergetan, weil das Spiel viel intensiver war, als unsere Begegnungen der letzten Wochen", bestätigte Gästecoach Christopher Lerchner.

Der ERSC Amberg ging vor rund 700 Zuschauern durch einen Schlagschuss von Verteidiger Noel Fabig mit 1:0 in Führung. Die Freude darüber hielt aber nur 74 Sekunden, dann glich Michal Petrak aus. Ein Tor, das Löwen-Trainer Dan Heilman besonders ärgerte: "Ich war sicher, dass hier ein Foul vorausgegangen war und unseren Zwei-gegen-Eins-Konter unterband - aber wenn es nicht gepfiffen wird, kannst du nichts machen".

Entscheidender Doppelschlag

Das 1:2 brockten sich die Löwen dann selbst ein - mit einem Scheibenverlust im eigenen Aufbau an der blauen Linie, und das 48 Sekunden vor der Pausensirene. Irgendwie hinterließ dies Wirkung, denn im zweiten Abschnitt zeigten die Gastgeber einige Konzentrationsschwächen, hatten aber noch die erste gute Möglichkeit durch Martin Brabec. Dann schlugen die Piraten doppelt zu. Marc Barchmann und Marco Göttle trafen binnen 23 Sekunden zum 1:4, jeweils über die Schulter von ERSC-Torhüter Carsten Metz in den Torwinkel. "Wir haben im zweiten Drittel die richtigen Schritte ergriffen und unsere Chancen konsequent genutzt", freute sich Lerchner über die Effektivität seiner Truppe.

Brabec scheitert bei Alleingängen

Ein besonderes Lob hatte der Buchloer Trainer auch für seinen Torhüter Johannes Wiedemann: "Der hat uns mit wichtigen Paraden geholfen, als das Ergebnis noch knapp war". Denn Chancen hatte der ERSC durchaus, vor allem Brabec, der bei drei weiteren Alleingängen in aussichtsreicher Position scheiterte. Die Gäste hatten die Begegnung aber weitgehend im Griff, ließen Scheibe und Gegner laufen. Mit dem 1:5 durch Lucas Ruf schwand schon die letzte Hoffnung der Gastgeber. Die Partie war entschieden.

Zum letzten Drittel wechselte Heilman den Torhüter und brachte Oliver Engmann. Der Abschnitt verlief aber weitgehend ereignislos, weil Buchloe offensichtlich einen Gang zurückschaltete und Amberg in dieser Verfassung keine Aufholjagd starten konnte. Die Treffer durch den Buchloer Robert Wittmann und Martin Brabec für den ERSC Amberg zum 2:6 hatten da nur noch statistischen Wert.

"Einfach nur froh"

Christopher Lerchner war hinterher "einfach nur froh über den Auftaktsieg und die Punkte", während Dan Heilman schon den Blick nach vorne richtete: "Wir müssen weitermachen, es sind noch 13 Spiele um Punkte zu holen!" Da müssen seine Jungs aber noch eine Schippe drauflegen.

Info:

ERSC Amberg – ESV Buchloe 2:6 (1:2, 0:3, 1:1)

Tore: 1:0 (14.) Fabig (Köbele, Brabec), 1:1 (15.) Petrak, 1:2 (20.) Wittmann (Petrak), 1:3 (25.) Barchmann (Ruf), 1:4 (25.) Göttle (Vycichlo), 1:5 (33.) Ruf (Krafczyk), 1:6 (47.) Wittmann (Krafczyk, Petrak), 2:6 (51.) Brabec (Hampl, Frank) - Strafen: ERSC Amberg 10, ESV Buchloe 16 Minuten - Schiedsrichter: Wittmann, Fiala, Schnabl - Zuschauer: 702

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