04.10.2019 - 17:34 Uhr
AmbergSport

Der FC Amberg hat noch eine Rechnung offen

Der 14. Spieltag der Bezirksliga Nord hat es in sich: Stadtderby beim FC Amberg, Spitzenspiel in Hahnbach, und eine DJK Ensdorf, die ihren Angstgegner erwartet.

Einmal abklatschen und dann gegen den Landesliga-Absteiger: Der SV Hahnbach ist gerüstet für die Partie gegen den SV Etzenricht.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

FC Amberg gegen SV Raigering, da sollten ein paar Zuschauer mehr als sonst ins FC-Stadion kommen, vor allem, weil die Elf von Trainer Karl-Heinz Wagner noch eine Rechnung offen hat.

In Hahnbach kreuzt der Favorit SV Etzenricht auf, und der ist aktuell nur die Nummer drei - aber das kann sich schnell ändern. Ebenso wie die Befindlichkeiten der Ensdorfer Spieler, wenn sie endlich mal gegen den SV Kulmain gewinnen sollten.

FC Amberg - SV Raigering Sa. 16 Uhr

(e) Fast auf den Tag genau (6.10.2018) gab's im FC-Stadion das denkwürdige Bezirksliga-Spiel zwischen dem FCA und dem SVR. Da führte der FC Amberg zur Pause mit 3:1 - um dann am Ende noch mit 3:6 verlieren. Und dazu Nick Sperlich wegen einer Roten Karte. Ambergs Abwehr ist damals in ihre Einzelteile zerfallen, die Abwehrreihen beider Teams werden jetzt die Hauptlast des Spiels zu tragen haben. Der FC Amberg und der SV Raigering können einen jeweils 28-Tore-Sturm ins Rennen schicken, Trainer Karl Heinz Wagner hat mit Dennis Kramer (10) und Martin Popp (9) zwei vorne drin, die jeder Abwehr Probleme bereiten können, der SV Raigering ist breiter aufgestellt, wenngleich sich mit Nicolai Seidel (6), Moritz Ram (6) auch zwei Gute herausgeschält haben. In der Abwehr hat Amberg ein klares Plus.

Damit, dass der FC Amberg vor dieser Begegnung mit seinen 23 Punkten den SV Raigering (22) hinter sich hat, war lange nicht zu rechnen, das ist zum ersten Mal in dieser Saison. Das kommt aber daher, dass die technisch gut beschlagenen Amberger vier Spiele in Folge gewinnen konnten, gleichzeitig die stets kämpferisch und nie aufgebenden Raigeringer zwei hintereinander verloren haben. Ruppig seien sie am Donnerstag ins Spiel gegangen, die Kulmainer, sagen die Amberger. Das Spiel aber haben sie am dennoch gewonnen (3:1) kurioserweise sah Trainer Karl Heinz Wagner in der gelb-roten Karte für Lennard Müller beim 1:1 nach einer Stunde den Schlüssel zum Erfolg: "Da haben die gedacht, in der Unterzahl überrennen sie uns, aber wir hatten dadurch Platz zum Kontern", sagte Wagner. Der feste Wille jedenfalls, sich für die Pleite vor exakt einem Jahr zu rehabilitieren, der ist da.

Detag Wernberg - TuS Kastl So. 15 Uhr

Der Tag der Deutschen Einheit wurde für den TSV Detag Wernberg mit dem verdienten 4:3-Derbysieg beim FC Wernberg zum ganz besonderen Feiertag. Der Plan von Trainer Tom Gietl, mit aggressivem und attraktivem Fußball den Gegner unter Druck und die starke FC-Offensive außer Gefecht zu setzen, ist weitestgehend aufgegangen. Da dürfte es keine zwei Meinungen über den verdienten Derbysieger gegeben haben. Viel Zeit zum Verschnaufen haben die Köblitzer, die den Sieg am Donnerstag natürlich noch gebührend feierten, aber nicht.

Am Sonntag um 15 Uhr steht mit dem Heimspiel gegen den TuS Kastl schon das nächste, wahrscheinlich schwerere, Match auf dem Programm. Schwerer deshalb, weil im Derby natürlich jeder topmotiviert alles gab und es nicht immer so einfach ist, auch gegen sogenannte Underdogs diese Einstellung auf den Platz zu bringen. Dennoch sollten die Detag-Kicker vor dem Gast aus dem Lauterachtal gewarnt sein. Die "Schweppermänner" sind nach schwachem Saisonstart auf dem Weg, sich aus der Abstiegszone zu befreien und personell inzwischen wieder besser gerüstet, haben außerdem acht ihrer zwölf Punkte in der Fremde geholt. Das intensive Derby hat dem TSV zweifellos viel Kraft gekostet und weitere Spieler trugen Blessuren davon.

FV Vilseck - TSV Stulln So. 15 Uhr

(mc) Den Gästen, Aufsteiger aus der Kreisliga Schwandorf West, geht es nicht besser als den Hausherren, denn sie belegen mit einem Zähler mehr auf der Habenseite den vorletzten Tabellenplatz. So wird diese Partie zum absoluten Kellerderby und richtungsweisend für beide Teams, um den Anschluss an den Relegationsplatz herzustellen. Die Stullner um ihren Spielertrainer Christian Zechmann und Ex-Profi Wolfgang Hesl mussten sich am vergangenen Wochenende dem FC Amberg mit 1:3 beugen, während der FV Vilseck nach zweimaligen Rückstand gegen den TSV Detag Wernberg noch ein 2:2 Unentschieden holte. Der geschundenen Seele der Liermann-Elf tat dieser Punktgewinn unheimlich gut, nach dem man in den vorhergegangenen Begegnungen oftmals unglücklich verloren hatte und unter Wert geschlagen wurde. Doch nun gilt es einen daraufzusetzen, denn nach den Begegnungen am Donnerstag in Kastl und eben gegen Stulln könnte das Tabellenbild ein bisschen anders aussehen. Personell wird sich bei der Heimmannschaft kaum etwas ändern, denn mit den Langzeitverletzten Kreuzer, Lopez und Perrin ist nach wie vor nicht zu rechnen, und ob Kevin Kammerl, der sich vor dem Spiel gegen Wernberg beim Aufwärmen verletzte wieder einsatzbereit ist, ist ebenfalls fraglich.

DJK Ensdorf - SV Kulmain So. 15 Uhr

(tra) Im Kellerduell trifft die DJK Ensdorf auf den Angstgegner SV Kulmain. Trotz einer 3:1-Führung musste die DJK Ensdorf beim TSV Stulln in letzter Minute noch den 3:3-Ausgleich hinnehmen. Damit verschenkten die Schützlinge von DJK-Coach Christof Schwendner zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Mit elf Punkten liegen die Nordoberpfälzer drei Punkte hinter den Gastgebern. Die Gäste mussten am Donnerstag eine 1:3-Niederlage gegen den FC Amberg einstecken, reisen aber recht optimistisch ins Vilstal, denn die Ensdorfer dürften ihr Lieblingsgegner sein. Blickt man in die Statistik der zurückliegenden Begegnungen, dann sieht man nahezu nur Kulmainer Siege. Egal ob Angstgegner oder nicht, die Mannen um Kapitän Bastian Windisch, der wieder mit von der Partie sein wird, sollten unbedingt einen vollen Erfolg einfahren. Nur dann kann man ein wenig durchatmen. Bei einer erneuten Niederlage in diesem Kellerduell hängt man tief im Abstiegsstrudel. Fehlen werden weiterhin Stefan Trager und Andreas Weiß.

SV Hahnbach - SV Etzenricht So. 15 Uhr

(nrö) Es ist das Spitzenspiel: Der Tabellenführer SV Hahnbach erwartet den Dritten SV Etzenricht. Der Absteiger aus der Landesliga gilt für viele Vereine als der absolute Favorit in dieser Saison, und die Mannschaft von Trainer Rüdiger Fuhrmann liegt momentan auch nur drei Punkte hinter dem SV Hahnbach aussichtsreich im Rennen. Das Korsett der Mannschaft bilden die erfahrenen Spieler Stephan Herrmann, Andreas Koppmann und in der Offensive die beiden Torjäger Johannes Pötzl und Martin Pasieka. Dazu kommen viele junge und sehr talentierte Nachwuchskräfte, die zusammen eine schlagkräftige Truppe ergeben. Sehr gute Organisation und ein enormer Wille zeichnen dieses Team aus. Der SV Hahnach kann sich also auf einen sehr starken Gegner einstellen, der der Mannschaft von Trainer Thorsten Baierlein alles abverlangen wird.

Völlig zufrieden kann der SV Hahnbach mit dem letzten Auftritt bei der SpVgg SV Weiden II sein. In einem hochklassigen Spiel von beiden Seiten hatte man natürlich zum Schluss auch das notwendige Glück auf seiner Seite und konnte mit einem Treffer in der Nachspielzeit diese spannende Partie gewinnen. Das wird dem Team um Kapitän Michael Rösch noch mehr Selbstvertrauen geben. Trainer Thorsten Baierlein erwartet wieder ein sehr intensives Match, bei dem auch entscheidend sein kann, welche Mannschaft die Belastung vom Donnerstag besser wegstecken kann. Erfreulich auch, dass Tobias Hüttner nach seiner Verletzung wieder mitwirken konnte und mit Patrick Geilersdörfer und dem lange fehlenden Fabian Schötz zwei wichtige Akteure nun wieder zur Verfügung stehen.

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