08.12.2019 - 11:50 Uhr
AmbergSport

Was für ein Spiel: 40 Strafminuten, aber kein Gegentor in Unterzahl

Der ERSC Amberg landet in der Eishockey-Landesliga bei den Waldkirchen Crocodiles mit 4:1 den 11. Sieg im 13. Spiel. Bemerkenswert dabei: ERSC-Legende Mike Morin muss nun in der Statistik seinen ersten Platz räumen.

Die vielen Strafminuten kamen nicht von ungefähr, auf dem Eis in Waldkirchen waren beide Mannschaften nicht allzu zimperlich. Andreas Hampl (rechts unten) vom ERSC Amberg ging nach einer Rangelei zu Boden, verlor seinen Helm - und dann gab's tumultartige Szenen. Die Schiedsrichter mussten eingreifen und schlichten.
von Autor PAProfil

Im Bayerwald sorgt ein Spieler für die Eröffnung und Beendigung des Torreigens: Allrounder Daniel Krieger traf in der 4.Minute zur Amberger Führung und setzte 40 Sekunden vor dem Ende mit einem Empty-Net-Goal den Schlusspunkt hinter einem verdienten Erfolg der Löwen. Dazwischen hatte die Mannschaft von Dan Heilman weit weniger Probleme als vorher befürchtet, trotz des Fehlens von Leistungsträger wie Schmitt oder Keil. Richtig absetzen konnten sich die Wild Lions aber erst zum Ende hin. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass der ERSC eine satte Anzahl von 40 Strafminuten auf seinem Konto stehen hatte – ein Gegentor in Unterzahl konnten Goalie Carsten Metz und seine eifrigen Vorderleute aber vermeiden.

Nach Kriegers 1:0 spielte Amberg ruhig und kontrolliert, hatte auch die größere Anzahl an guten Chancen. Die Gastgeber zeigten sich besser als ihre Tabellensituation, aber die sportliche Negativserie war deshalb auch nicht spurlos an den Crocodiles vorübergegangen, wie bei einigen einfachen Scheibenverlusten zu bemerken war. Rein vom Resultat blieb die Begegnung aber lange Zeit offen. Der Spielverlauf änderte sich auch im Mittelabschnitt nicht, wo Sebastian Aukofer zwei Minuten vor der Pausensirene – bei einer angezeigten Strafe für Waldkirchen - das 2:0 für Amberg glückte. Ein Tor für die Historie und auch noch zum richtigen Zeitpunkt, denn damit zog der 37-jährige in seiner 18. Spielzeit für den ERSC um einen Treffer mit nunmehr 313 an dem führenden Alltime-Scorer Mike Morin vorbei.

Im Schlussabschnitt schien es dann doch noch mal eng zu werden, vor allem als Robert Vavroch der 1:2-Anschlusstreffer gelang. Die aufkommenden Hoffnungen bei den Gastgebern beendete aber Felix Köbele mit dem dritten Amberger Tor, was auch sichtbar Wirkung bei den Crocodiles zeigte. ESV-Coach Roman Kondelik versuchte es in den Schlusssekunden noch mit einem Feldspieler mehr, aber Krieger beförderte den Puck ins verwaiste Waldkirchener Tor. Der ERSC ist mit zwei Partien im Rückstand als Tabellenzweiter nur mehr einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Haßfurt (Stand Freitag Abend).

Info:

ESV Waldkirchen – ERSC Amberg 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)

Tore: 0:1 (4.) Krieger, 0:2 (38.) Aukofer (Huber, Troglauer/6-5), 1:2 (44.) Vavroch (Vokaty, Skoda), 1:3 (50.) Köbele (Brabec, Huber), 1:4 (60.) Krieger (Empty Net/5-6) - Strafen: Waldkirchen 10 Minuten, Amberg 20 + 10 (Köbele) + 10 (Brabec) - Zuschauer: 150

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