09.11.2018 - 11:06 Uhr
AmbergSport

Gegen in die Jahre gekommene Routiniers

Der Landesliga-Aufsteiger ESV Waldkirchen wartet mit zahlreichen Kontingentspielern auf, eine knifflige Aufgabe für den ERSC Amberg, der am Samstag, 10. November, ohne Kapitän Dan Heilman antreten muss.

Dirk Salinger, Coach ERSC Amberg ERSC Amberg.
von Autor PAProfil

Nach drei Heimsiegen in Folge muss der ERSC Amberg wieder auf Reisen gehen. Beim Aufsteiger ESV Waldkirchen stehen die Wild Lions am Samstag, 10. November, ab 17 Uhr vor einer äußerst kniffligen Aufgabe - aber die einzige an diesem Wochenende.

Die "Karoli Crocodiles" sind mit einem herkömmlichen Liganeuling nicht zu vergleichen, haben ein extrem erfahrenes Team mit einem größeren Kontingentspielerkader, als sich der Großteil der Konkurrenz gewünscht hätte. Die fünf tschechischen Akteure mit Einsätzen in der Extraliga heben das Niveau der Truppe von Trainer Thomas Kremhelmer entsprechend an. Dazu kommen noch weitere Spieler mit beachtlichen sportlichen Lebensläufen. Aktueller Top-Scorer ist Robert Vavroch, der die vergangenen Jahre für Vilshofen aktiv war. Benjamin Barz blickt auf eine Karriere mit 209 DEL-Spielen zurück, unter anderem in Düsseldorf und Nürnberg.

Der 35-jährige Vladimir Skoda steht als Verteidiger intern auf dem dritten Scorerrang, hat diverse Einsätze in Übersee und in der tschechischen Extraliga. Der 41-jährige David Vokaty kann auf über 1100 Scorerpunkte in seiner Karriere verweisen, traf unter anderem 1997 mit dem ERC Ingolstadt in den Playoffs zur Hacker-Pschorr-Liga auf die Amberger Löwen. Hervorheben muss man auch Roman Schreyer, der als Verteidiger in den letzten drei Spielzeiten 127 (!) Scorerpunkte für Waldkirchen verbuchte. Allesamt sehr erfahrene Akteure, die ihre stärksten Jahre teilweise schon hinter sich haben, aber noch vieles zu leisten imstande sind.

Nach vier Siegen in Folge - unter anderem in Haßfurt - mussten die Crocodiles zuletzt überraschend zwei Heimspiele abgeben (Moosburg 4:5 n.V., Freising 1:2). Das macht die Aufgabe für den ERSC Amberg keinesfalls einfacher, denn die Kremhelmer-Truppe wird unter allen Umständen wieder in die Spur zurückfinden und den Anschluss halten wollen. Ein zusätzliches Problem für die Amberger Wild Lions ist der gesundheitsbedingte Ausfall von Kapitän Dan Heilman und von Verteidiger Lukas Salinger, der sich gegen Bad Aibling an der Schulter verletzte. Dennoch fahren die Löwen schon mit breiter Brust und gewissen Erwartungen nach Waldkirchen, denn zuletzt hat sich das Team von Coach Dirk Salinger nicht nur ergebnistechnisch kontinuierlich gesteigert (6:3, 6:1, 10:1), sondern ist spielerisch immer stabiler geworden. Einziges Manko ist der großzügige Umgang mit den zahlreichen Möglichkeiten: "Wir sind schon noch sehr verspielt, aber das Wichtigste ist, dass die Chancen überhaupt erarbeitet werden", kann der Löwenbändiger mit dieser Situation durchaus leben. Stand Freitag steht der ERSC auf einem zweiten Rang und könnte mit einem vollen Erfolg in Waldkirchen diesen Platz durchaus verteidigen.

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