30.01.2020 - 10:35 Uhr
AmbergSport

"Heuer haben wir wirklich eine Chance"

Sebastian Aukofer hat beim ERSC Amberg als Spieler noch die Oberliga miterlebt - dann die Insolvenz, den Neuanfang in der Bezirksliga, den Aufstieg in die Landesliga. Jetzt sei es an der Zeit für den nächsten Schritt.

Sebastian Aukofer spielt die 18. Saison beim ERSC Amberg.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

2019/20 ist seine 18. Saison beim ERSC Amberg, seit 16 Jahren spielen die Wild Lions in der Eishockey-Landesliga. In der Aufstiegsrunde zur Bayernliga steht die Mannschaft auf dem zweiten Platz hinter Buchloe. Gelingt der Sprung nach oben? Ein Interview mit dem 37-jährigen Stürmer.

ONETZ: Wird es langsam Zeit für den Aufstieg?

Sebastian Aukofer: Absolut.

ONETZ: In dieser Saison wollt ihr es packen?

Sebastian Aukofer: Ernsthaft probieren tun wir es schon seit ein paar Jahren. Heuer haben wir wirklich eine Chance. In den vergangenen Jahren hatten wir zu Beginn der Aufstiegsrunde immer sehr viel Verletzungspech. Das hat uns zurückgeworfen. Vielleicht war auch die Mannschaft nicht stark in der Breite, so dass wir die Ausfälle hätten kompensieren können. Heuer hat die Vorstandschaft einen super Job gemacht, die Mannschaft in der Breite zu verstärken.

ONETZ: Die vergangenen Jahre: Da gab es hin und wieder Gerüchte, der ERSC will oder kann gar nicht aufsteigen. Ist da was dran?

Sebastian Aukofer: Nicht von der Mannschaft, definitiv nicht. In den letzten Jahren hat sich die Liga und der Sport sehr verändert. Das Leistungsniveau in der Landesliga und auch die Spieler, die da unterwegs sind, ebenso wie die Ausländerthematik - das hat alles dazu beigetragen. Diese Möglichkeit hatte der Verein nicht, wir wollen auch mit der Ausländerregelung entsprechend umgehen, wie es sich gehört. Auch im Hinblick auf die Bayernliga.

ONETZ: Am Ende der Aufstiegsrunde spielt der Erste gegen den Vierten, und der Zweite gegen den Dritten. Die beiden Sieger steigen auf. Welcher Platz ist da erstrebenswert?

Sebastian Aukofer: Erstens wollen wir jedes Spiel gewinnen, auch der erste Platz ist noch nicht weg. Es gilt, unter die ersten Vier zu kommen. Der zweite Platz hätte den Vorteil des Heimrechts. Zweiter oder Dritter hilft uns, weil wir dann nicht gegen den Ersten spielen müssen. Aber das wird eine ganz enge Kiste.

ONETZ: Was wünschen Sie sich, wenn es mit dem Aufstieg klappt?

Sebastian Aukofer: Dass der Kern der Mannschaft so erhalten bleibt, und dass wir das Ganze in der Bayernliga erfolgreich weiterführen. Dass wir nicht eine der Mannschaften sind, die den Aufstieg geschafft haben - und sich den partiell auch erkauft haben mit Spielern - und zwei Jahre später wieder weg waren. Dass sich bei uns eine gewisse Konstanz breit macht.

ONETZ: Was passiert, wenn es nicht klappt mit der Bayernliga?

Sebastian Aukofer: Da bin ich der Falsche, um das zu beantworten. Ich nehme an, der Verein und die Vorstandschaft werden alles dafür tun, dass es weiter geht. Es ist ein guter Kader da. Man merkt auch, es wird deutlich professioneller. Da sind wir auf einem super Niveau. Das hat sich die letzten Jahre wahnsinnig positiv entwickelt. Den Weg wird man weiter gehen.

ONETZ: Die Zuschauerentwicklung ist erfreulich. Im Schnitt kommen 700 bis 800 ins Stadion zu den Heimspielen. Seid ihr damit zufrieden?

Sebastian Aukofer: Es wird honoriert, dass wir heuer konstant gute Leistungen zeigen. Wir wissen aus früheren Tagen, dass das Potenzial für mehr Zuschauer da ist. Wenn die Konstanz bleibt und wir weiter gute Leitungen bringen, dann hoffen wir schon, dass noch mehr Zuschauer kommen. Je mehr da sind, umso mehr Spaß macht es auch.

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