02.09.2020 - 19:54 Uhr
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Kommentar: Der BFV hat sich selbst unter Druck gesetzt

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Die Amateurfußballer in Bayern wollen ihre Saison fortsetzen – doch das steht erneut in weiter Ferne. Der Bayerische Fußballverband, respektive dessen Präsident Rainer Koch, muss reagieren.

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von Reiner Fröhlich Kontakt Profil
Kommentar

Eine Klage gegen den Freistaat als letzter Ausweg: Der Bayerische Fußballverband und sein Präsident Rainer Koch lassen die Vereine abstimmen, ob und wie die dank Corona verkorkste Saison doch noch zu Ende geführt werden kann. Ein verzweifelter Versuch, um den selbst gewählten Weg - kein Abbruch der Saison wie in allen anderen Bundesländern, sondern deren Fortführung - doch noch zu gehen. Koch hat unbestritten recht in seiner Argumentation, wenn er Lockerungen in anderen Bereichen anspricht - nur der Wettspielbetrieb der Amateure bleibt außen vor. Die bayerische Staatsregierung muss sich Kritik gefallen lassen, weil sie mit zweierlei Maß misst. Freiluft-Konzerte mit 400 Besuchern sind erlaubt, und Massen von Menschen durften sich an den Badeseen tummeln. Aber die 50 Zuschauer bei einem Kreisligaspiel, die sind verboten. Wie das Spiel auch. Nur: Der BFV hat sich selbst in die Bredouille gebracht mit dem einst verkündeten Datum, dass die Saison ab 1. September zu Ende gespielt werden soll. Und steht jetzt unter Druck. Falls es keine (gerichtliche oder politische) Entscheidung zur Fortführung gibt, heißt das: über ein Jahr Pause, Fortsetzung März 2021. Letzter Ausweg: Die Saison absagen.

BLSV-Präsident Jörg Ammon über die Verhandlungen mit der bayerischen Staatsregierung

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