17.05.2019 - 18:22 Uhr
AmbergSport

Kreisliga-Kellerduell: Der Sieger bleibt, der Verlierer muss in die Relegation

Meister (SC Luhe-Wildenau), Vizemeister (FV Vilseck) und die beiden Absteiger (Germania Amberg, TuS Schnaittenbach) stehen vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga Süd fest. Eine Entscheidung ist noch offen.

Symbolbild
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Es fehlt noch der Teilnehmer an der Abstiegsrelegation. Der heißt entweder SV 08 Auerbach, TSV Königstein oder TuS/WE Hirschau.

Die beste Ausgangsposition haben die Auerbacher, die einen Punkt mehr als die beiden Konkurrenten und zudem mit Schlusslicht Germania Amberg den vermeintlich leichtesten Gegner am letzten Spieltag haben. Gewinnt Auerbach, ist der Klassenerhalt perfekt, dann fällt die Entscheidung zwischen Königstein und Hirschau, die im direkten Duell aufeinandertreffen. Der Sieger dieses Spiels bleibt Kreisligist, der Verlierer geht in die Relegation. Bei einem Unentschieden hat Königstein den besseren direkten Vergleich (3:0-Sieg in der Hinrunde).

Etwas komplizierter wird es bei einem Unentschieden in Königstein und einer Niederlage der Auerbacher. Dann wären alle drei Mannschaften punktgleich und eine "Sonder-Tabelle" mit den Ergebnissen dieser drei Teams in den Spielen untereinander würde entscheiden. Mit dem schlechten Ende für den SV 08, der in die Relegation müsste.

TuS Schnaittenbach - ASV Haselmühl Sa., 14 Uhr

(ols) Während die Gäste eine sorgenfreie Saison im Mittelfeld der Tabelle bestreiten konnten, muss der Gastgeber den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten. Bei der Niederlage beim SC Germania Amberg am vergangenen Wochenende merkte man den Spielern an, dass die Luft mittlerweile weitestgehend raus ist. Beim TuS hofft man trotzdem, die Saison mit einem Heimsieg beenden zu können.

1. FC Schlicht - SV Freudenberg Sa., 15 Uhr

(ct) Bereits am Samstag kommt es zum Duell der beiden Tabellennachbarn, in dem beide Teams befreit aufspielen können. Die Gäste besiegten am vergangenen Spieltag den SV Schmidmühlen mit 3:2 und sind mit dem Saisonverlauf dem Vernehmen nach überaus zufrieden. Das ist man auch in Schlicht, gelang mit dem souveränen Klassenerhalt doch der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die - erneut unnötige - Niederlage beim Meister SC Luhe-Wildenau ist nur eine kleine Delle in der positiven Saisonbilanz. Mit einem guten Spiel und möglichst mit einer Wiederholung des Hinspielerfolgs (2:1) möchte der FCS die Saison nun krönen.

SV Schmidmühlen- FV Vilseck So., 15 Uhr

(fop) Zwei Trainer, die eine langjährige Freundschaft verbindet, zwei Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: So lässt sich das Saisonfinale des gastgebenden SV Schmidmühlen gegen den FV Vilseck kurz zusammenfassen. Zum einen ist da der Gast aus Vilseck, wo Trainer Hakan Boztepe ebenso wie Schmidmühlens Coach Stefan Linz den Verein verlassen wird. Zum anderen rüstete Vilseck vor der Saison mächtig auf mit namhaften Neuzugängen, Schmidmühlen investierte mit Torwart Maximilian Heller und den A-Jugendlichen dagegen auf Sparflamme. Trotzdem war die Zielsetzung der beiden ambitionierten Trainer gleich: Um den Aufstieg mitspielen. Bei Vilseck absolut verständlich, beim SV Schmidmühlen löste die Äußerung von Linz jede Menge Kritik aus. Am letzten Spieltag steht fest, dass Vilseck an der Aufstiegsrelegation teilnimmt. Schmidmühlen könnte bei einem Sieg mindestens den vierten Tabellenplatz halten, was sicherlich eine der größten Überraschungen der Saison ist.

1. FC Rieden - SC Luhe-Wildenau So., 15 Uhr

(riw) Die Heimschwäche verhinderte eine noch bessere Platzierung für den 1. FC Rieden, der zum Saisonfinale den frisch gebackenen und verdienten Kreisligameister em-pfängt. Die Grün-Weißen gratulieren zum Titel, werden jedoch im Spiel keine Geschenke verteilen, da man unbedingt den dritten Tabellenplatz behalten und den Fans einen möglichst erfolgreichen Saisonabschluss bieten will. Zudem sitzt der Stachel aus dem Hinspiel noch tief, als der FC in der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich hinnehmen musste. Es gilt einiges gutzumachen gegen einen Gegner, der die Saison als beständigstes Team abschließen will. Mit den beiden in der Torjägerliste führenden Ludwig Tannhäuser (24 Tore) und Nico Argauer (22) liegt die Favoritenrolle eindeutig beim Gast, der dafür bekannt ist, jedes Spiel hochmotiviert und bis zur letzten Minute kämpfend gewinnen will.

TSV Königstein - TuS/WE Hirschau So., 15 Uhr

(mhe) Die etwas bessere Ausgangslage vor diesem Duell hat der TSV, dem nach einem 3:0-Sieg im Hinspiel ein Unentschieden zum Klassenerhalt genügen würde. Somit müssen die Kaoliner unbedingt siegen, um nicht möglicherweise von der Bezirksliga in die Kreisklasse durchgereicht zu werden. Einen überraschenden Erfolg nach zuvor acht Niederlagen in Folge verbuchte die Elf aus Hirschau am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Rieden (3:0). Doch auch die Heimmannschaft zeigte in den letzten vier Partien (drei Siege, ein Remis), zu was sie eigentlich in der Lage ist. Torjäger Udo Hagerer erzielte in diesen vier Spielen beachtliche zehn Treffer. Seine Treffsicherheit wird auch im letzten Saisonspiel gefragt sein. Mit Erreichen des Klassenerhalts würde die lange und erfolgreiche Amtszeit (seit 2011) von Trainer Christian Ringler versöhnlich zu Ende gehen.

SV 08 Auerbach - SC Germania Amberg So., 15 Uhr

Im Hinblick auf den Klassenerhalt hat der SV 08 Auerbach seine Aufgaben in den vergangenen Spielen erfüllt. Nicht zuletzt der wichtige Auswärtserfolg in Utzenhofen nährt die Hoffnung, dass man auch im kommenden Jahr wieder in der Kreisliga spielt. Doch Trainer Michael Keil warnt: "Die letzten Siege waren nichts wert, wenn wir nicht auch gegen die Germania Vollgas geben." Die Verführung, dass man gegen die bereits als Absteiger feststehenden Gäste mit dem Gedanken einer "gmahden Wiesn" in die Partie geht, ist da. Auch dieses Spiel muss erst einmal gewonnen werden, dazu braucht es die richtige Einstellung. Doch Keil vertraut seiner Mannschaft: "Jedem ist bewusst, dass die Lage weiterhin ernst ist." Dass die Mentalität seines Teams passt, hat sich gerade in den vergangenen Auftritten verdeutlicht. Die Sicherheit, auch spielerisch, ist zurückgekehrt. Auch im Training zeigt sich, dass die Mannschaft den festen Willen zum Erfolg hat. Die Spieler zeigen sich fokussiert. Alle rechnen damit, dass der SC Germania in seinem vorerst letzten Auftritt in der Kreisliga sich noch einmal richtig "reinschmeißen" wird.

TuS Rosenberg - DJK Utzenhofen So., 15 Uhr

(kok) Im Spiel gegen Utzenhofen geht es für den TuS um nichts mehr, man will dem Trainer Rainer Summerer noch zum Abschluss seiner erfolgreichen dreijährigen Trainertätigkeit einen Sieg schenken. Bei den Rosenbergern gab es Höhen und Tiefen, sie zeigten die gesamte Saison über spektakulären Angriffsfußball, aber in der Chancenverwertung waren sie teilweise nicht in der Lage, den Ball im Kasten unterzubringen. Rosenberg bestimmte oftmals über die gesamte Dauer das Spiel, doch kassierte man einfach zu viele Gegentore.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.