25.08.2019 - 20:23 Uhr
AmbergSport

Kreisliga Süd: 1. FC Rieden rauscht runter

Der SV 08 Auerbach und der 1. FC Schlicht mühen sich jeweils zum Dreier-Erfolg - die Belohnung ist weiterhin die Doppel-Spitze in der Kreisliga Süd. Der SV Sorghof hingegen ist weiter vom Pech verfolgt.

Der Schlichter Rechtsverteidiger Fanian Lukesch (rechts) im Zweikampf mit dem Utzenhofener Marius Ehrnsperger.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil
Nach der Roten Karte in der Rolle des Zuschauers: Benjamin Scheidler, Spielertrainer des 1. FC Schlicht.

Ein Eigentor verhinderte den ersten Punktgewinn der Saison, und somit bleibt der Bezirksliga-Absteiger das Schlusslicht. Dem TSV Königstein gelang bereits der dritte Heimsieg in der noch jungen Saison und damit der Sprung auf den vierten Rang. Der 1. FC Rieden, der Verlierer in Königstein, findet sich ungewohnt in den Niederungen wieder, auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

1. FC Schlicht - DJK Utzenhofen 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 (29.) Ondrej Struzka, 1:1 (53.) Jaroslav Filinger, 2:1 (67.) Michael Muck - SR: Patrick Arnold (Königstein) - Zuschauer: 120 - Rot: (20.) Benjamin Scheidler (Schlicht), Notbremse

(ct) In einem erneuten Fußballdrama sorgte der FCS mit einem hart erkämpften Sieg für perfekte Kirwa-Stimmung in Schlicht. Dramatisch war es vor allem deshalb, weil der FCS 70 Minuten in Unterzahl spielen musste. Spielertrainer Benjamin Scheidler erhielt nach einem harmlosen Foul fast an der Mittellinie glatt Rot, weil der Schiedsrichter ihn als letzten Mann sah, was heftig umstritten war. In der Folge musste sich die Heimelf erst neu sortieren, und die Gäste nutzten ihre Chance, als sich Struzka robust durchsetzte und den Ball aus zehn Metern unhaltbar ins Netz knallte. Mit der Einwechslung von Lukas Sebralla und Johannes op De Laak trat Schlicht nach der Pause ganz anders auf, griff viel früher und energischer an und zwang die Gäste, die weiter mit Ballgeschiebe den Vorsprung verwalten wollten, zu Fehlern. Der Lohn blieb nicht aus. Michael Muck und Florian Weiß spielten sich mit schönen Doppelpässsen durch die Gästeabwehr, bedienten Jaroslav Filinger, der frei vor dem Torwart zum Ausgleich einschob. Kurz darauf hatte Florian Weiß mit einem fulminanten Schuss, der vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang, noch Pech, aber wenig später spielte er präzise auf Michael Muck, der mit dem Rücken zum Tor sich um einen Gegner herumwand und mit einem verdeckten Schuss das umjubelte 2:1 erzielte. Und der FCS ließ die Gäste nicht mehr zur Entfaltung und verdiente sich den Sieg.

TSV Königstein - 1. FC Rieden 3:1 (1:0)

Tore: 1:0/2:0 (29./56.) Udo Hagerer, 2:1 (68.) Daniel Humml, 3:1 (90.) Thomas Scheidler - SR: Tizian Hundsdorfer (SV Seybothenreuth) - Zuschauer: 200

(mhe) Der Führungstreffer durch Udo Hagerer war das erste große Highlight: Nach einer starken Balleroberung von Yannick Hutzler in der eigenen Hälfte kam der Ball über Scheidler auf Feldmann, der sich auf der linken Außenbahn durchsetzte und seine präzise Hereingabe nur noch eingeschoben werden musste. Rieden verzeichnete im ersten Durchgang keine wirklichen Chancen. Nach einem gefährlichen Fernschuss von Scheidler flankte der eingewechselte Johannes Fried in den Strafraum, der ansonsten sicher wirkende Gästetorwart Maximilian Vogl ließ den Ball durch die Arme gleiten und Goalgetter Udo Hagerer staubte in Mittelstürmermanier zur 2:0-Führung ab. Die Winkler-Elf wollte in der Folgezeit die Führung verwalten, ohne selbst viel zu investieren. Daniel Humml bestrafte diese Haltung, als er seinen Gegenspieler ausdrehte und von der Strafraumkante den Anschlusstreffer erzielte. Königstein wirkte danach wieder wacher. Zweimal konnte ein Riedener Verteidiger auf der Linie für den geschlagenen Keeper klären, ehe in der Nachspielzeit Thomas Scheidler nach Vorarbeit von Benedikt Ertl die vielumjubelte Entscheidung besorgte.

SV Sorghof - TuS Rosenberg 3:4 (1:1)

Tore: 0:1 (4.) Christoph Bäumler, 1:1 (37.) Christoph Nutz, 1:2/1:3 (53./56.) Maximilian Eckert, 2:3 (61.) Philipp Wywiol, 3:3 (67., Elfmeter) Maximilian Ritter, 3:4 (75., Eigentor) Philipp Wywiol - SR: Martin Waßnik - Zuschauer: 70

Ein unglückliches Eigentor von Philipp Wywiol entschied die Partie. Er wollte einen Kopfball von Kohl auf der Linie klären, lenkte den Ball jedoch ins eigene Tor. In den letzten zehn Minuten schafften es die Sorghofer nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen und somit den eigentlich verdienten Punkt zu erkämpfen. Das Spiel war von Abwehrfehlern auf beiden Seiten geprägt. Die Partie begann für die Gastgeber eigentlich gut und man merkte, dass man unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren wollte. Doch bereits in der 4. Spielminute verteilte man das erste Geschenk, als man Bäumler den Ball am eigenen Sechzehner in die Füße spielte und der zum 0.1 für die Gästeführung sorgte. Doch Sorghof kam zu zahlreichen hochkarätigen Torchancen. Steiner setzte einen Freistoß an den Pfosten, der Ball kam zu Nutz und dieser drückte ihn über die Linie zum 1:1. In der zweiten Spielhälfte verschlief die Elf von Weihermüller und Zippe erneut die Anfangsviertelstunde, und Rosenberg nutzte die individuellen Abwehrfehler eiskalt aus. Eckert erhöhte per Doppelschlag (53./56.) auf 1:3. Doch auch die Jurek-Elf offenbarte in der Hintermannschaft einige Schwächen, und Wywiol markierte den 2:3-Anschlusstreffer (61.). Nur fünf Minuten später zeigte der Unparteiische nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Elfmeterpunkt, nachdem Ritter vom gegnerischen Torhüter zu Fall gebracht wurde. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum nicht lange haltenden Ausgleich.

1. FC Neukirchen - SV Schmidmühlen 2:1 (2:0)

Tore: 1:0/2:0 (32./43.) Maximilian Witzel, 2:1 (47.) Alexander Göth - SR: Hans Georg Grell (Nürnberg) - Zuschauer: 118

(röt) Die Partie eröffnete Schmidmühlen mit einem guten Abschluss, der am Pfosten vorbei strich. Leichte Feldvorteile für den Gast ergaben sich, da der FCN zunächst verunsichert und noch ungeordnet schien. Mit zunehmender Spieldauer konnte der Respekt vor dem Gegner abgelegt werden und das Spiel offen gestaltet werden. In der 32. Minute ging die Heimelf in Führung. Maximilian Witzel gewann vor dem Strafraum den Ball, setzte sich durch, spielte den Torwart aus und schloss ab. Der Ausgleich hätte kurz darauf fallen können, als ein Freistoß aus 18 Metern von der Latte nach unten prallte. Durch die Führung bekam der Gastgeber aber Aufwind und erhöhte kurz vor der Pause noch auf 2:0 (43.). Wieder der schnelle Maxi Witzel nahm einen per Kopf verlängerten weiten Ball an, ging zum Tor und ließ dem Torwart keine Chance mehr. Die zweite Hälfte begann nach zwei Minuten mit einem kuriosen Anschlusstreffer. Ein Freistoß von der Seite fand den Weg an einer völlig indisponierten Abwehr vorbei ins Tor. In der folgenden Spielzeit versuchte Schmidmühlen mit weiten hohen Bällen nach vorn zum Erfolg zu kommen. Einige Chancen ergaben sich. Neukirchen konnte mit einer stabilen Abwehr den Vorsprung halten und hatte am Ende die Gelegenheit zu einem weiteren Treffer, den der SV-Torwart jedoch grandios vereitelte.

ASV Haselmühl - SSV Paulsdorf 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 (27.) Daniel Ibler, 1:1 (56.) Tobias Scherm - SR: Saif Fekin (Pentling) - Zuschauer: 150 - Besondere Vorkommnisse:(35.) Torwart Patrick Stiegler (ASV) hält einen Foulelfmeter

(pme) Das Spiel wurde im Großen und Ganzen vom ASV bestimmt, vom ehemaligen Bezirksligisten aus Paulsdorf kam relativ wenig. Insgesamt ist das Unentschieden als glücklich für die Gäste zu betrachten. Allerdings hatten diese die erste nennenswerte Tormöglichkeit durch Scherm, die aber ASV-Torwart Stiegler zur Ecke entschärfen konnte. Quasi im Gegenzug dann die 1:0-Führung für Haselmühl. Einen langen Pass von Joel Lichtenfeld brachte Daniel Ibler unter Kontrolle und schob unter Gästetorwart Appel zum verdienten Führungstreffer ein. Kurz darauf entschärfte Stiegler einen umstrittenen Elfmeter zur Ecke. Nach einem Konter über Christian Schreier musste Stiegler sein ganzen Können aufbieten, um den Schuss zu abzuwehren, gegen den Nachschuss zum 1:1-Ausgleich war er machtlos. In der Folgezeit hatte der ASV mehrere hochkarätige Einschussmöglichkeiten, die aber aller von dem hervorragend aufgelegten Gästetorwart Andreas Appel - der beim ASV Haselmühl ausgebildet worden war - entschärft wurden.

SV Freudenberg - SV Inter Amberg 4:2 (2:1)

Tore: 1:0 (8.) Jonas Greß, 2:0 (20.) Johannes Dotzler, 2:1 (33.) Marc Arbogast, 3:1 (52.) Michael Schlegl, 3:2 (72.) Granit Seijdiu, 4:2 (85.) Nico Kühn - SR: Lukas Balk (SF Ursulapoppenricht) - Zuschauer: 120

(koa) Eine interessante Kreisliga-Begegnung auf hohem Niveau erlebten die Zuschauer zum Sommernachtsfest des SV Freudenberg. Den besseren Start erwischte der Gastgeber, der durch Jonas Greß nach einer Steilpassvorlage von Schlegl mit 1:0 in Führung ging (8.). Als in der 20. Minute jeder mit einer Freistoßflanke rechnete, überwand Johannes Dotzler Inter-Keeper Hahn auf direktem Wege. Im Gegenzug vergab Waldmar Waschkau aus aussichtsreicher Position (21.). In der 33. Minute dann der Anschlusstreffer durch Marc Arbogast, der Torwart Meiler überlupfte. Ein Tor von Freudenbergs Michael Bischof erkannte Schiedsrichter Balk nicht an - abseits. Die Heimmannschaft kam hellwach aus der Kabine und nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte setzte Dotzler Schlegl mustergültig in Szene, der den Gästekeeper mit einem Lupfer überwand (52.). Danach war das Spiel zerfahren, mit klaren Feldvorteilen für die Gäste. Granit Sejdiu verkürzte in der 72. Minute nicht unverdient auf 3:2. Torwart Meiler vereitelte den zwischenzeitlichen Ausgleich nach einem satten 18-m-Schuss von Schübel. Zur Freude der heimischen Zuschauer verwandelte Nico Kühn nach einem 30-Meter-Solo souverän zum verdienten Endstand von 4:2.

SV 08 Auerbach - SG Ursulapoppenricht 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 (49.) Matthias Förster, 2:0 (55.) Marcel Meyer, 2:1 (74.) Fabian Frank - SR: Felix Wild (Pretzfeld) - Zuschauer: 100

(sht) In der ersten Halbzeit war die Partie geprägt von Kampf und intensiven Zweikämpfen und die spielerischen Element fanden kaum statt. Als ein Zuspiel in die Spitze mit Matthias Förster einen passenden Abnehmer fand, konnte sich der Auerbacher zweimal erfolgreich gegen seine Gegenspieler durchsetzen und traf im zweiten Versuch aus zwölf Metern zum 1:0. Nach einer weiten Flanke konnte Hausner zunächst nicht abschließen, den Ball brachte er aber punktgenau in den Strafraum zurück und Marcel Meyer traf ins lange Eck zum 2:0. Die Gäste gaben sich aber noch lange nicht auf und nach einem Ballverlust im Aufbauspiel kam der Ball links in den Strafraum und Fabian Frank verkürzte auf 2:1. Nachdem die Hausherren in der Schlussphase eine dicke Kontermöglichkeit für die Vorentscheidung liegen ließen, musste die Abwehr bis zum Abpfiff Schwerstarbeit leisten.

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