22.09.2019 - 20:16 Uhr
AmbergSport

Kreisliga Süd: Ein Aufsteiger schiebt sich vor

Im Kellerduell der Kreisliga Süd trennen sich der SV Sorghof und der ASV Haselmühl 2:2 - dieses Ergebnis hilft keinem der beiden weiter. Ganz anders das Resultat des 1. FC Rieden, der damit auf den dritten Platz emporschießt.

Foulspiel des eingewechselten Neukirchener Rechtsverteidigers Daniel Eckert (hinten) am Königsteiner Stürmer Philipp Feldmann (vorne).
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

2:0 in Freudenberg, und der Verlierer rutscht auf den fünften Rang ab. Spitzenreiter bleibt der 1. FC Schlicht, der bereits am Freitag den SV Schmidmühlen mit 2:1 bezwang. Dahinter reiht sich ein Quartett mit je 16 Punkten ein: Der 1. FC Neukirchen, 1. FC Rieden, SV 08 Auerbach und SV Freudenberg. Wer sich langsam nach oben arbeitet, das ist Aufsteiger SG Ursulapoppenricht/Gebenbach. Mit dem dritten Sieg ist Platz zehn erreicht.

TSV Königstein - 1. FC Neukirchen 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 (40.) Maximilian Witzel, 0:2 (44.) Jonas Meier - SR: Moritz Gärber (SC Obermichelbach) - Zuschauer: 250

(mhe) Der 1. FC Neukirchen entführte verdient die Punkte aus Königstein. Die Heimmannschaft ließ alle Tugenden vermissen, die in einem Derby gefragt sind. Kurz vor der Pause entschieden zwei Tore die Partie zugunsten der Gäste. Erst wurde Witzel nach einem Ballverlust der Königsteiner zum Führungstreffer eingeladen. Diese Möglichkeit ließ er sich nehmen und schob kaltschnäuzig zur Führung ein. Kurze Zeit später war Jonas Meier per Kopf zur Stelle, als ein George-Freistoß von der Latte in den Sechzehner zurücksprang.

Der zweite Durchgang verlief mit wenigen Ausnahmen ereignislos. Vielleicht wäre die Begegnung noch einmal spannend geworden, wenn ein Schuss von Benedikt Ertl den Weg ins Tor gefunden hätte. Der Querbalken stand im Weg. Der Aufsteiger aus Neukirchen setzt seinen beeindruckenden Saisonstart fort und fügte Königstein die erste Heimniederlage zu.

SV Sorghof - ASV Haselmühl 2:2 (2:0)

Tore: 1:0 (10.) Carsten Steiner, 2:0 (16.) Andreas Weihermüller, 2:1 (67., Elfmeter) Matthias Schmidt, 2:2 (89.) Daniel Ibler - SR: Andre Hönig - Zuschauer: 75

(cnr) Die Brisanz der Partie war von der ersten Minute an zu spüren, und so ging es ab der ersten Minute zur Sache. Die Gastgeber erzielten mit der ersten richtig gefährlichen Torchance durch Carsten Steiner das 1:0. Das 2:0 durch einen sehenswerten Distanzschuss von Andreas Weihermüller erfolgte nur ein paar Minuten später. In der restlichen halben Stunde der ersten Halbzeit entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten. Auf Seiten der Gäste vergaben sowohl Contrill Smith als auch Sebastian Mühl, die beide am sehr gut aufgelegten Sorghofer Torhüter Devante Choice scheiterten. Die Gastgeber ließen gute Chancen durch Carsten Steiner, Patrick Ertl und Kubilay Kuscuoglu liegen.

Die Elf von Oliver Eckel kam in der zweiten Hälfte besser ins Spiel und so entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Es dauerte jedoch bis zur 62. Minute, ehe der Unparteiische nach einem Foul von Martin Wölker an Daniel Ibler auf den Elfmeterpunkt zeigte. Matthias Schmidt verwandelte zum 1:2. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und die Heimmannschaft durfte sich bei Devante Choice bedanken, der ein ums andere Mal sensationell parierte. Das 2:2 fiel dann doch noch in der 89. Minute durch Daniel Ibler. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden, da beide Mannschaften die Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden.

SG Ursulapoppenricht - SV Inter Bergsteig 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 (16.) Cengiz Izmire, 2:0 (45.) Tim Wiesnet - SR: Alexander Nistschuk (Gruppe Amberg) - Zuschauer: 177 - Rot: (86.) Damian Gembka (Inter), grobes Foul

(jvo) Die Spielgemeinschaft Upo/Gebenbach setzte auch im Heimspiel gegen den SV Inter Bergsteig den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Von Beginn an dominierte die Izmire-Truppe und kam ein ums andere Mal gefährlich vors gegnerische Gehäuse. Nach feinem Pass von Holler verwandelte Rückkehrer Cengiz Izmire die drückende Überlegenheit in die 1:0-Führung. Was folgte, war keine Gegenoffensive der Bergsteiger, sondern die SG erspielte sich Chance um Chance. Wiesnet und Izmire vergaben klarste Möglichkeiten. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Wiesnet nach fein einstudierter Freistoßvariante auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Heimkeeper Ritter musste sich nur einmal bei einem Fernschuss auszeichnen, den er gekonnt über die Latte lenkte. Cengiz Izmire hätte das Ergebnis noch höher gestalten können, vergab aber aus aussichtsreicher Position. Aufregung gab es nur noch mal in der 86. Spielminute, als Inter-Spieler Gembka nach rohem Einsatz mit Rot vom Platz gestellt wurde.

DJK Utzenhofen - TuS Rosenberg 4:1 (1:1)

Tore: 1:0 (8.) Matthias Rascher, 1:1 (11.) Maximilian Eckert, 2:1/3:1/4:1 (57./67./72.) Daniel Geitner - SR: Andrea Zech (TSV Mörsdorf) - Zuschauer: 85 - Besonderes Vorkommnis: Dennis Kohl (TuS Rosenberg) musste wegen einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden

(aun) Trotz Fehlen von fünf Stammspielern hat man bei der DJK gesehen, dass junge Spieler anstehen und ihre Sache sehr gut gemacht haben. Nach einem frühen Tor des Gastgebers in der 8. Minute durch Matthias Rascher (1:0) glaubten die Zuschauer, es gehe so weiter. Aber bereits in der 11. Minute behinderten sich Mario Augsberger und Michal Dietl, Maximilian Eckert war der lachende Dritte und schoss zum 1:1-Ausgleich ein. In der 23. und 42. Minute hatte Marius Ehrnsperger die Chance, ein Tor zu erzielen, doch zweimal verhinderte Gästetorwart Sebastian Moser den Einschlag. Dazwischen in der 33. Minute schoss Pascal Behringer aus 20 Meter einen Freistoß aufs DJK Tor, der von sicheren Torwart Christoph Vögerl gehalten wurde.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten der Gastgeber noch mal die Schlagzahl. In der 57. Minute legte Fabian Hiereth Daniel Geitner den Ball vor, und dieser vollstreckte zum 2:1. In der 58. Minute versagte Schiedsrichterin Andrea Zech den Lauterachtalern einen klaren Foulelfmeter. In der 67. und 72. Minute legte Marius Ehrnsperger Daniel Geitner den Ball mustergültig auf, und der Sturmführer schoss zum 3:1 und 4:1 ein.

SV 08 Auerbach - SSV Paulsdorf 0:0

SR:Ercan Gündüz (Kulmbach - Zuschauer: 150

(sht) Die beiden kompakten Defensivreihen prägten die erste Halbzeit und ließen jeweils nur eine gute Möglichkeit für ihre Gegenüber zu. In der 30. Minute kämpften sich die Auerbacher auf der linken Seite bis in den Strafraum durch, und Marcel Meyer brachte den Ball von der Grundlinie in den Rückraum, fand aber keinen Abnehmer. Auf der Gegenseite kamen die Gäste nach einer harmlos wirkenden Situation auf der rechten Seite zu ihrer besten Möglichkeit. Die Flanke wurde in Strafraum von Freund und Feind verpasst, und auf Höhe des zweiten Pfosten kam ein Gästestürmer zur Direktabnahme, aber der Ball streifte nur den Außenpfosten.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Bergstädter den Druck und hatten deutlich mehr Spielanteile, doch die Abschlüsse waren zu unpräzise oder blieben in der vielbeinigen Gästeabwehr hängen. Die Gäste kamen nur noch gelegentlich vor das Auerbacher Tor.

SV Freudenberg - 1. FC Rieden 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 (65.) Martin Luschmann, 0:2 (72.) Daniel Humml - SR: Benedikt Schmidbauer (SF Ursulapoppenricht) - Zuschauer: 100

(koa) Etwas glücklich, aber letztendlich verdient traten die Gäste aus Rieden mit einem 2:0-Sieg die Heimreise an. Sie dominierten die Anfangsphase der Partie, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Mitte der ersten Hälfte befreite sich Freudenberg aus der Umklammerung, und agierte gegen den favorisierten Gast absolut auf Augenhöhe. Dies hielt bis Mitte des zweiten Durchgangs an, wo man dem Spiel die entscheidende Richtung aus Freudenberger Sicht hätte geben können. Zuerst scheiterte Johannes Dotzler per Freistoß am Querbalken, kurz darauf vergab Daniel Wein nach einem Dotzler-Eckball mit dem Kopf, als er das Spielgerät neben das Tor setzte. Dann schlug Rieden eiskalt zu: Zuerst netzte Martin Luschmann (65.) zur Führung ein, Daniel Humml traf kurz darauf zum Endstand (72.). Nun gilt es für die Hauer-Elf den Fokus auf die nächste Partie zu richten, die Reise führt zum ASV Haselmühl wo man seine beeindruckende Auswärtsserie von vier Siegen in vier Spielen ausbauen will.

Riskante Faustabwehr des Neukirchener Torhüters Petr Fillinger (rechts) gegen den Königsteiner Stürmer Thomas Scheidler.
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