26.12.2018 - 12:50 Uhr
AmbergSport

Kuriosum beim ERSC Amberg: Fanclub aus Sachsen feiert Bernhard Keil

Beim 9:5-Sieg am Sonntag gegen die Black Bears Freising ist Bernhard Keil "Man of the match" - seine drei Treffer werden gefeiert. Ein paar Schönheitsfehler trüben das Bild.

9:5 gewinnt der ERSC, hier mit Bernhard Keil, rechts) sein zweites Heimspiel am Vorweihnachtswochenende gegen den SE Freising.
von Autor PAProfil

Einen Tag vor Heilig Abend beseitigte der ERSC Amberg auch die letzten rechnerischen Zweifel an der Qualifikation zur Verzahnungsrunde mit der Eishockey-Bayernliga.

Beim klaren 9:5-Erfolg über Freising befand sich unter den annähernd 700 Zuschauern auch eine Abordnung von Fans aus Crimmitschau; für den sächsischen Zweitligisten hatte Bernhard Keil einige Jahre gespielt, ehe er zurück nach Amberg kam.

In der Partie selbst erwiesen sich die Freisinger als der erwartet unangenehme Gegner, dem die Löwen mit eigenen Fehlern auch hin und wieder in die Karten spielten. So beim 0:1 durch den pfeilschnellen Martin Dürr - bei Amberger Überzahl. Der ERSC war bald drückend überlegen, aber es fehlte noch die Präzision, weshalb es lediglich zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Keil reichte. Ein eigenes Powerplay verwertete Freising schon nach neun Sekunden zur neuerlichen Führung durch Felix Kammermeier - einfach und konsequent.

Aus der ersten Pause kamen die Löwen wesentlich konzentrierter zurück. Nach nicht einmal drei Minuten vollendete Daniel Vlach ein Zuspiel von Florian Wrobel zum 2:2-Ausgleich, gleichzeitig der 100. Saisontreffer der Wild Lions. Das Angriffsspiel des ERSC lief nun nahezu reibungslos und erneut Vlach brachte sein Team erstmals in Führung. Sehenswert dann der vierte Löwen-Treffer, ausgehend von Goalie Oliver Engmann leitete Keil die Scheibe im Hechtsprung auf Felix Köbele, der dann auch noch Gästetorhüter Johannes Sedlmeier austanzte und verwandelte. Für das 5:2 zeichnete sich Keil selbst wieder verantwortlich. Ein nahezu perfektes Drittel für die Löwen, welches durch einen gehaltenen Penalty von Engmann noch das Sahnehäubchen bekam.

Besonders ereignisreich verlief der Schlussabschnitt, nicht nur im Hinblick auf die 74 (!) Strafminuten, die verteilt werden sollten. Zunächst erwischte es SE-Verteidiger Anton Münzhuber mit einer Spieldauerstrafe. Da aber der ERSC fast gleichzeitig fünf kleine Strafen abzusitzen hatte, konnte er daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, denn Dürr nutzte den Platz auf dem Eis zu einem Doppelpack binnen 18 Sekunden.

Amberg hatte den Faden verloren und geriet in Gefahr, den einst komfortablen Vorsprung zu verspielen. Das 6:4 durch Peter Hendrikson löste aber die Handbremse bei den Löwen und mit dem schnell folgenden siebten Treffer durch Dan Heilman war die Vorentscheidung gefallen - zumal mit Bernhard Weinzierl ein weiterer Freisinger vorzeitig in die Kabine musste.

Im Powerplay legte Sebastian Aukofer nach, aber auch Andre Oestreich für die Freisinger mit deren zweitem Unterzahltor. Ein Fakt, der ERSC-Coach Dirk Salinger weniger gefallen haben dürfte. Den Schlusspunkt setzte 26 Sekunden vor dem Ende erneut Bernhard Keil - zur besonderen Freude des "Keil-Fanclubs" aus Crimmitschau.

ERSC Amberg - SE Freising 9:5 (1:2, 4:0, 4:3) :

Tore: 0:1 (9.) Dürr (Dünzl, Weyer/4-5), 1:1 (10.) Keil (Vlach), 1:2 (13.) Kammermeier (Weinzierl/5-4), 2:2 (23.) Vlach (Wrobel), 3:2 (29.) Vlach (Heilman), 4:2 (33.) Köbele (Keil, Engmann/5-4), 5:2 (35.) Keil (Heilman, Vlach), 5:3 (44.) Dürr (Oestreich, Dünzl/4-3), 5:4 (44.) Dürr (Dünzl/4-4), 6:4 (55.) Hendrikson (Köbele, Aukofer), 7:4 (56.) Heilman (Vlach, Keil), 8:4 (58.) Aukofer (Schmitt, Köbele/5-4), 8:5 (58.) Oestreich (Dürr/4-5), 9:5 (60.) Keil (Köbele/5-4). Strafen: Amberg 20 Minuten + 10 (Vlach), Freising 20 + 20 (Münzhuber) + 20 (Weinzierl). Zuschauer: 660

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