21.01.2019 - 12:11 Uhr
AmbergSport

Löwen setzen ein dickes Ausrufezeichen

Der ERSC Amberg hat sich im Aufstiegsrennen zur Eishockey-Bayernliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach dem Sieg in Vilshofen bezwingt er auch die favorisierten River Rats Geretsried. Die ahnen schon nach wenigen Sekunden, was ihnen blüht.

Florian Wrobel (dunkles Trikot) traf zum 6:2-Endstand für den ERSC Amberg im Heimspiel gegen den ESC Geretsried.
von Autor PAProfil

Die Löwen setzten am Sonntagabend beim 6:2-Erfolg spielerisch wie kämpferisch ein Ausrufezeichen und komplettierten ein erfolgreiches Wochenende. Ein Steigbügelhalter im Heimspiel war sicherlich das frühe 1:0 nach 18 Sekunden, als Bernhard Keil eine Scheibeneroberung von Felix Köbele verwandelte. Die Löwen spielten ein konsequentes Forechecking, was den Gästen sichtlich unangenehm war.

Erst gegen Mitte des ersten Drittels konnte sich Geretsried etwas von der Umklammerung lösen, hatte aber selbst in Überzahlsituationen keine zwingenden Chancen. Zudem war ERSC-Torhüter Oli Engmann während der gesamten Partie ein unglaublicher Rückhalt. Die Löwen spielten sehr konzentriert und hatten den Ablauf unter Kontrolle.

Keil mit Rückenproblemen

Zum Mittelabschnitt blieb Keil draußen, weil ihm Rückenprobleme wegen eins Fouls vom Freitag in Vilshofen noch zu schaffen machten. Nach 20 Sekunden setzte Dan Heilman mit einem Pfostenknaller ein erstes Ausrufezeichen und danach war Amberg in Überzahl eigentlich in aussichtsreicher Position. Aber das Powerplay funktionierte überhaupt nicht und die Gäste kamen durch Topscorer Ondrej Horvath zum unverhofften Ausgleich. Es wurde weiter erbittert um jeden Zentimeter Raum gekämpft und es dauerte einige Zeit, bis der ERSC das Zepter wieder übernahm. Mitte des Drittels überschlugen sich beinahe die Ereignisse. Zunächst brachte Felix Söllner die Löwen in Front, die gleich darauf durch Köbele die Gelegenheit zum Ausbau der Führung hatten.

Fehler wird bestraft

Dann unterlief Amberg ein Wechselfehler, den Geretsried zum 2:2 durch Klaus Berger nutzte - so wurden die einzigen Fehler der Löwen umgehend bestraft. Aber der ERSC zeigte sich mental stark und nur 24 Sekunden danach brachte Peter Hendrikson Amberg erneut in Front. Mit dem 3:2 ging es auch in die letzte Pause. Der letzte Abschnitt war nahezu eine Demonstration der Löwen, die zunächst souverän - und natürlich unter Mithilfe von Oli Engmann - eine doppelte Unterzahl überstanden, bis Söllner den nächsten eigenen Angriff eiskalt zum 4:2 vollendete. Die Löwen hatten nur ihren "Lauf" und Daniel Troglauer legte mit einem überlegten Rückhandschuss das 5:2 nach.

Damit war die Messe im Prinzip schon gelesen, der ERSC eindeutig Herr des Geschehens. Eine weitere schöne Kombination vollendete Florian Wrobel zum 6:2-Endstand - und das war auch in der Höhe keineswegs unverdient.

ERSC Amberg – ESC Geretsried 6:2 (1:0, 2:2, 3:0):

Tore: 1:0 (1.) Keil (Köbele), 1:1 (24.) Horvath (Stava/4-5), 2:1 (32.) Söllner (Hendrikson, Flamik), 2:2 (33.) Berger (Horvath, Stava), 3:2 (34.) Hendrikson (Benak, Söllner), 4:2 (44.) Söllner (Heilman, Benak), 5:2 (48.) Troglauer (Swadzba), 6:2 (56.) Wrobel (Aukofer, Benak).

Strafen: Amberg 10 + 10 (Hendrikson), Geretsried 4 Minuten.

Schiedsrichter: Gut, Fiala, Kaderabek

Zuschauer: 530

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