05.11.2018 - 11:39 Uhr
AmbergSport

Löwen machen es zweistellig

Der ERSC Amberg braucht eine Anlaufzeit von einem Drittel. Dann hat die Offensive im Heimspiel der Eishockey-Landesliga gegen den EHC Bad Aibling ihr Visier richtig eingestellt.

Bernhard Keil wird von den Bad Aiblingern unter Druck gehalten, gibt somit die Chance für Daniel Troglauer (rechts) frei.
von Autor PAProfil

Die Aibdogs waren am Ende sogar mit der 1:10-Packung noch relativ gut bedient. Es sagt schon einiges aus, wenn Dirk Salinger anmerkte, dass sein Team "zu verspielt" gewesen sei. Der Amberger Trainer war natürlich hochzufrieden mit dem Auftritt der Wild Lions, besonders gefiel ihm, dass "das Zusammenspiel der Blöcke zusehends besser wird". Die Chancenhoheit der Gastgeber war schon immens, und zwar von Beginn an. Das Anfangsdrittel überstanden die Gäste relativ unbeschadet, auch wenn hier schon der ERSC teilweise drückend überlegen war.

Das 1:0 durch Lukas Salinger war nach zehn Minuten längst überfällig, aber in dieser Phase konnten die Gäste zumindest Nadelstiche setzen und Oli Engmann im Amberger Tor war öfter gefordert. Es war aber praktisch eine Bestrafung für eine Unzahl vergebener Chancen und Nachlässigkeit im Defensivverhalten der Löwen, dass die Gäste zum unerwarteten Ausgleich durch Thomas Neumaier kamen - eigentlich unglaublich nach dem Spielverlauf.

Die Kabinenansprache von Salinger musste aber gewirkt haben, denn im Mittelabschnitt traten die Wild Lions deutlich konzentrierter an. Das 2:1 durch Peter Hendrikson nur 67 Sekunden nach Wiederanpfiff leitete einen weiteren Dauerbeschuss des Gästetores an. Mit dem 3:1 von Andreas Hampl war kurz danach bereits eine Vorentscheidung gefallen, so hoch war die Überlegenheit des ERSC. Mitte des Drittels machten die Löwen dann binnen weniger als vier Minuten mit vier Treffern den Sieg schon zu dieser Phase sicher. Felix Köbele, als der ERSC gerade wieder vollzählig war, Matti Swadzba mit einem souverän verwandelten Konter, Bernie Keil mit einem Hammer von der blauen Linie und Verteidiger Kevin Schmitt im Powerplay verwerteten nur einen Teil der vorhandenen Möglichkeiten. Erfreut war Coach Salinger vor allem vom Treffer durch Swadzba: "Unser dritter Block überzeugt seit Wochen, egal in welcher Besetzung."

Im Schlussdrittel war es nur noch eine Frage der Höhe des Sieges. Keil benötigte nur neun Sekunden, um eine Überzahl erfolgreich abzuschließen. Danach legte auch Sebastian Aukofer für den dritten Block einen weiteren Treffer nach. Der Schlusspunkt blieb dann erneut Bernie Keil überlassen, der in Unterzahl das Resultat zweistellig gestaltete.

ERSC Amberg - EHC Bad Aibling 10:1 (1:1, 6:0, 3:0):

Tore:1:0 (11.) Salinger, 1:1 (19.) Neumaier (Seidl), 2:1 (22.) Hendrikson (Benak), 3:1 (24.) Hampl (Vlach, Köbele), 4:1 (30.) Köbele (Vlach, Schönberger), 5:1 (30.) Swadzba (Benak), 6:1 (31.) Keil (Hendrikson, Schopper), 7:1 (34.) Schmitt (Vlach, Hampel/5:4), 8:1 (42.) Keil (Benak/5-4), 9:1 (47.) Aukofer (Swadzba, Schreier), 10:1 (55.) Keil (Schönberger/4-5) - Strafen: Amberg 6, Bad Aibling 14 Minuten - Schiedsrichter: Mackert, Bösl, Beigl - Zuschauer: 430

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