17.05.2019 - 18:28 Uhr
AmbergSport

Neue Impulse für den FC Amberg

Kandidaten gab es einige, auch mindestens eine Absage. Jetzt steht der neue Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Amberg fest. Und manche Fans - und nicht nur die älteren - werden sich verwundert die Augen reiben angesichts der Personalie.

Karl-Heinz Wagner übernimmt ab der Saison 2019/20 den FC Amberg.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

"Ich muss nicht jeden Verein trainieren. Es kann durchaus sein, dass es meine letzte Trainerstelle ist", sagt Karl-Heinz Wagner (65). "Aber der FC Amberg ist für mich ein besonderer Verein, und ich versuche jetzt wieder auszuhelfen wie damals."

Teammanager Matthias Schmien erläutert, warum überhaupt der Wechsel von Rainer Greger zu Wagner erfolgt: "Wir haben einen Ruhepol gebraucht, jemanden, der in der schwierigen Situation hilft, der uns in der Bezirksliga konsolidieren kann. Das haben wir mit Rainer Greger geschafft. Er hat einen Ein-Jahres-Vertrag bekommen, und wir haben uns jetzt für einen Wechsel entschieden. Damit neuer Schwung reinkommt. Das Gefüge passt, jetzt brauchen wir neue Impulse."

Bereits vor 20 Jahren hatte Wagner den FC Amberg übernommen, nachdem der 1. FC Amberg pleite gegangen war, und die Fußballer zum TV Amberg wechselten. Seit 34 Jahren ist er Fußballtrainer, und seine erfolgreichste Phase erlebte er dann mit dem FC Amberg - von 1999 bis zum April 2004. Er stieg mit der Mannschaft dreimal auf, von der Kreisliga bis in die Landesliga. Dann trat er kurz vor Saisonende freiwillig zurück, als der FC in Abstiegsgefahr geraten war: "Ich bin die ständigen Anfeindungen leid", war seine Begründung. Dazu kam eine Schulterverletzung, die ihn handicapte. "Ich habe keine Veranlassung gehabt, ihn zum Rücktritt zu bewegen. Im Gegenteil, ich glaube, er macht ein sehr gutes und professionelles Training", hatte sich damals Abteilungsleiter Werner Aichner dazu geäußert. Nach diversen Stationen - unter anderem beim FC Schwarzenfeld in der Landes- und Bezirksliga - übernahm Wagner vor vier Jahren den Henger SV (Wagner: "Auch eine sehr junge Mannschaft"), mit dem er von der Kreisliga in die Bezirksliga auf- und wieder abstieg. Im vergangenen Jahr war Pause mit Fußball. "Ich war mit den Neumarkter Passionsspielen sehr eingebunden, ich habe einen Hohen Rat gespielt", erklärt Wagner.

"Werner Aichner hat mich angerufen, und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, den FC wieder zu übernehmen." Das habe ihn gereizt, um nach den turbulenten Jahren wieder Ruhe reinzubringen und die junge Mannschaft weiter zu entwickeln. Denn: "Reich werden kann man beim FC Amberg nicht", erklärt Wagner. Dazu hätte er einen anderen Verein übernehmen müssen. Wenn er mit der FC-Truppe in der nächsten Saison einen Platz wie in diesem Jahr (aktuell 8) erreichen würde, oder auf Platz 5 oder 6 lande, wäre er sehr zufrieden.

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