28.04.2019 - 21:02 Uhr
AmbergSport

SC Luhe-Wildenau sagt Meisterfeier ab

Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga Süd führt der Tabellenführer schon mit 2:0 gegen den FV Vilseck, erlebt nach der Pause aber sein "blaues Wunder". Während die Titelentscheidung vertagt ist, steht der erste Absteiger bereits fest.

Oktay Türksever (Mitte) schreit seine Freude heraus. Der Torjäger des FV Vilseck traf gegen den SC Luhe-Wildenau dreimal.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Der SC Germania Amberg muss runter in die Kreisklasse. Nach der 1:6-Niederlage in Rieden und dem Auerbacher Sieg gegen Schnaittenbach ist der Klassenerhalt für die Amberger auch rechnerisch nicht mehr zu schaffen.

TuS Rosenberg - SV Freudenberg 0:0

SR:Nico Wiehrl - Zuschauer:44 -Besonderes Vorkommnis:(80.) Pascal Behringer (TuS) scheitert mit Foulelfmeter an Tormann Patrick Meiler

(kok) Die Heimelf hatte im gesamten Spiel ein klares Übergewicht, doch Freudenberg nahm dank einer starken Defensivleistung verdient einen Punkt mit. In der ersten Hälfte kamen die Rosenberger immer wieder gefährlich vor den Kasten von SVF-Schlussmann Patrick Meiler, der eine glänzende Leistung ablieferte. Der TuS rannte immer wieder gefährlich an, jedoch fehlte das letzte Quäntchen Glück im Torabschluss. Die Freudenberger verteidigten stark und setzten durch gezielte Konter den ein oder anderen Nadelstich. In den letzten Minuten der zweiten Hälfte suchte die Heimelf die Entscheidung, und ein erfolgreich vorgetragener Angriff konnte der Schlussmann der Freudenberger nur mit einem Foul unterbinden. Patrick Meiler machte aber seinen Fehler wieder gut, parierte den Strafstoß von Pascal Behringer und hielt somit das Unentschieden fest, das beiden Mannschaften mit Blick nach oben nicht viel hilft.

TSV Königstein - DJK Utzenhofen 3:3 (2:1)

Tore:1:0 (10.) Thomas Scheidler, 1:1 (35.) Michael Geitner, 2:1 (37.) Udo Hagerer, 2:2/2:3 (60./62.) Daniel Geitner, 3:3 (90.+3) Thomas Scheidler - SR:Robin Reh (Sportring Bayreuth) - Zuschauer: 150

(mhe) Mit der letzten Aktion des Spiels holte der TSV Königstein einen enorm wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Die Heimmannschaft ging durch einen 25-Meter-Schuss von Thomas Scheidler in Führung. Der Ausgleichtreffer war dann eine Co-Produktion der beiden Geitner-Brüder. Die Hereingabe von Daniel fand über Umwege in seinem Bruder Michael einen dankbaren Abnehmer, der mit seinem Schuss unter die Latte Torhüter Thomas Bunzel keine Abwehrmöglichkeit ließ. Doch der TSV antwortete unmittelbar mit einem durch Torjäger Udo Hagerer verwandelten Rückpass von Phillip Feldmann in den Rückraum. Nach der Pause hatte Königstein durch Feldmann eine gute Möglichkeit, doch sein Flugkopfball ging nur an die Querlatte. Aus dem Nichts kam der Gast aus stark abseitsverdächtiger Position durch Daniel Geitner zum Ausgleich (60.). Der Gästespieler schnürte dann nur kurze Zeit später seinen Doppelpack (62.). Die Heimelf von Interimstrainer Bernd Schmidt kam durch einen wunderschön verwandelten Freistoß von Scheidler ins Tordreieck in der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich.

1. FC Rieden - Germania Amberg 6:1 (3:0)

Tore:1:0 (11.) Daniel Humml, 2:0/3:0 (31./41.) Maximilian Nimsch, 4:0 (53.) Sven Florek, 5:0 (61.) Daniel Grabinger, 6:0 (74.) Dominik Mehringer, 6:1 (90.) Florian Danzer - SR:Markus Ferstl (TV Parsberg) - Zuschauer:175

(riw) Rieden war in allen Belangen überlegen und siegte verdient. Germanen-Torwart Daniel Schmidt rettete noch mehrere Situationen, so dass der Sieg noch höher hätte ausfallen können. Der Gast wurde von Anfang an unter Druck gesetzt und konnte sich dadurch selten aus der eigenen Hälfte befreien. Rieden ging mit einem von Daniel Humml getretenen Freistoß in Führung (11.), die Maximilian Nimsch auf sehenswerte Vorlage von Sven Florek ausbaute (31.). Zehn Minuten später verpasste Stavros Mantzas nur knapp das Tor, Sven Florek erlief sich den Ball und legte in die Mitte. Dort stand Maximilian Nimsch goldrichtig und brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Tobias Dobler flankte von der Auslinie auf den völlig freistehenden Sven Florek, der per Kopf auf 4:0 erhöhte (53.). Daniel Grabinger zog aus 16 Metern trocken ab, sein Schuss landete zum 5:0 unhaltbar neben dem Pfosten. Mit einer Bogenlampe über Torwart Schmidt hinweg erhöhte Dominik Mehringer. Den Schlusspunkt setzte Germanen-Torjäger Florian Danzer mit der ersten nennenswerten Amberger Gelegenheit in diesem äußerst fair geführten Spiel.

SC Luhe-Wildenau - FV Vilseck 3:4 (2:0)

Tore:1:0/2:0 (25./29.) Nico Argauer, 2:1 (47.) Oktay Türksever, 2:2 (52.) Stefan Liermann, 2:3/2:4 (58./66.) Oktay Türksever, 3:4 (90.+1) Benjamin Urban - SR:Matthias Schubert (Neustadt/Kulm) - Zuschauer:350

Es war alles gerichtet für die Meister-Sause - und bis zum Halbzeitpfiff sah es auch gut aus für den SC Luhe-Wildenau. 20 katastrophale Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs gaben dem Spiel aber eine andere Richtung und verdarben dem Spitzenreiter die Feierlichkeiten. Mit einem Doppelpack brachte Nico Argauer die Hausherren mit 2:0 in Führung. Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm dann das Drama aus Sicht der Luhe-Wildenauer seinen Lauf: Oktay Türksever verkürzte in der 47. Minute im Nachschuss, fünf Minuten später sorgte Stefan Liermann unbedrängt per Seitfallzieher für den Ausgleich. Nun bekam auch der ansonsten sichere SC-Torhüter Frischholz die Flatter. Einen harmlos scheinenden Schuss ließ er nach vorne abprallen und dort staubte Türksever zur 3:2-Führung für die Gäste ab (58.). Und in der 66. Minute fiel dann sogar das 4:2 für die Vilsecker durch Oktay Türksever. Erst jetzt merkte man bei der Heimelf ein gewisses Aufbäumen, die meisten Angriffe endeten aber am Strafraum des FV. Erst in der Nachspielzeit durften die Schwarz-Roten nochmals jubeln, als Benjamin Urban aus dem Gewühl heraus traf. Ein Treffer, der am Ende Gold wert sein kann, denn durch ihn gewinnt der SC den direkten Vergleich gegen den FV Vilseck.

SV 08 Auerbach - TuS Schnaittenbach 2:0 (1:0)

Tore:1:0 (23.) Michael Keil, 2:0 (69.) Tobias Erl - SR:Felix Schultes (FC Ottensoos) - Zuschauer:80

(sht) Nach nervösem Beginn kämpften sich die Auerbacher in die Partie und zeigten gute Ansätze, doch die entscheidenden Pässe fanden noch nicht ihr Ziel. Die Gäste spielten gut mit, brachten aber kaum zwingende Möglichkeiten zustande. In der 18. Minute kam Förster nach einem Zweikampf im Strafraum zu Fall, aber der erhoffte Pfiff blieb aus. Nach konsequentem Nachsetzen kam Hausner aus 18 Metern zum Schuss, dieser wurde abgefälscht und Keil am zweiten Pfosten drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die Hausherren erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten, Zählbares sprang aber nicht heraus. Nach der Pause wurde die optische Überlegenheit der Gastgeber deutlicher, die Auerbacher mussten aber stets auf die wenigen Angriffe der Gäste aufpassen. Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte hätte fast den Ausgleich gebracht. Beim Torschuss war Torhüter Gebsattel bereits geschlagen, doch Lang konnte kurz vor der Linie klären. Der schönste Spielzug der Partie brachte das vorentscheidende 2:0. Keil und Hausner kombinierten sich bis zum Strafraum, den präzisen Pass auf Förster legte dieser quer und Erl schob aus zehn Metern ein. In der Schlussphase verpassten es die Bergstädter, das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

ASV Haselmühl - 1. FC Schlicht 3:1 (0:1)

Tore:0:1 (34.) Maximilian Kleinod, 1:1 (70.) Matthias Schmidt, 2:1 (79.) Contrill Smith, 3:1 (89.) Matthias Schmidt - SR:Johann Bauer (Freystadt) - Zuschauer:105

(pme) In einem Spiel mit zwei total unterschiedlichen Hälften begannen die Gäste recht schwungvoll und hatten in der Anfangsphase einige gute Torchancen. Die Schlichter bestimmten weitgehend das Geschehen, bei Haselmühl ging recht wenig zusammen. Die Folge war das Führungstor für den FCS: Nachdem die vielbeinige ASV-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone entfernen konnte, brachte Kleinod den Ball irgendwie im Tor unter. In der zweiten Hälfte zog sich Schlicht etwas in die Defensive zurück und die Eckl-Jungs kamen nach der Pausenansprache offensiver eingestellt zurück und hatten mehr Spielanteile. Es dauerte jedoch bis zur 70. Minute, bis "Matze" Schmidt aus abseitsverdächtiger Position der Ausgleich gelang. Der ASV verstärkte nun die Offensive und so konnte Contrill Smith nach einem bereits abgewehrten Ball mit einem Lupfer vom 16-Meter-Eck den gegnerischen Torwart überwinden. Den Schlusspunkt setzte wiederum "Matze" Schmidt, der nach schönem Zuspiel von Joel Lichtenfeld den Ball zum 3:1-Endstand einschob.

TuS/WE Hirschau - SV Schmidmühlen 0:1 (0:0)

Tor:0:1 (67.) Alexander Graf - SR:Stefan Betz (SV Etzenricht) - Zuschauer:100 - Rot: (58.) Martin Kügler (TuS/WE), Beleidigung des SR-Assistenten - Besonderes Vorkommnis:(44.) Tobias Eichenseer (SVS) verschießt Handelfmeter

(cgh) Es soll einfach nicht sein für die Kaoliner. Auch die Heimpartie gegen den SV Schmidmühlen brachte nicht das ersehnte und bald dringend notwendige Erfolgserlebnis. Dabei wäre gegen biedere Gäste durchaus ein Dreier machbar gewesen, aber erneut benötigten die Gastgeber zu viele Möglichkeiten - um dann am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Das Engagement war dem TuS/WE sicher nicht abzusprechen, es wurde kombiniert und auch mit Zug Richtung Tor gespielt, aber rein wollte der Ball eben nicht. Die Gäste hatten zwei Torchancen in der gesamten Partie: Eine Minute vor dem Pausenpfiff hielt Alex Köck einen Handelfmeter von Tobias Eichenseer, das goldene Tor besorgte per direktem Freistoß dann in der 67. Minute SVS-Kapitän Alexander Graf. Kurz zuvor hatte Martin Kügler auf der TuS/WE-Bank Rot gesehen wegen Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten. Dass ein toller Kopfball von Sebastian Weih vier Minuten vor Schluss auch nicht im Tor landete, passte zum schwarzen Sonntag der Kaoliner.

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