09.10.2018 - 15:21 Uhr
AmbergSport

Die Schläge sitzen

Sachsen ist ein gutes Pflaster für die Boxer des BC Amberg: Eine Woche nach dem gelungenen Auftritt in Oelsnitz überzeugen sie auch in Zwickau. Neben Siegerpokalen gibt es die Trophäe für den besten Techniker.

Die Amberger Boxer Artur Schönfeld, Vladislav Schefer und Eric Propp (von links) gewannen ihre Kämpfe beim „24. Boxturnier um den Pokal der Stadt Zwickau“.
von Autor MZIProfil

Simon Khotenok musste sich mit dem vier Kilo schwereren Payam Jusofie (Rechtsausleger) vom KSSV Zwickau messen. Zudem hatte der Sachse zehn Kämpfe mehr hinter sich. Normalerweise wagt man in so einem Fall keinen Kampf. Aber Khotenoks Entschlossenheit und Trainingsfleiß ließen es einen Versuch wert sein. Schon in der ersten Runde musste sein Gegenüber starke Treffer nehmen, so dass er stark blutete. Auch die zweite Runde gewann der zwölfjährige Sulzbacher ganz klar. In der dritten Runde setzte er nicht mehr so sehr nach, gewann aber eindeutig. Eric Propp kämpfte gegen Achmed Gadaborschev. Hier lagen die Vorteile beim Kämpfer des SV Lichtenberg 47: Der Berliner ist ein Jahr älter und hat zehn Kämpfe mehr. Propp beeindruckte aber schon in der ersten Runde durch gut sitzende Schläge. Gadaborschev versuchte dies durch aggressives Vorwärtsgehen wettzumachen. Der Amberger wich diesen etwas übermotivierten und planlosen Attacken geschickt durch Sidesteps aus. Einmal purzelte Gadaborschev beim Ins-Leere-laufen sogar durch die Ringseile. Es folgte ein guter Kinnhaken des Ambergers. Nach drei Runden stand ein 2:1-Punktsieg für Propp fest.

Michael Metzler (zwölf Jahre/bis 40 kg) hatte es nicht leicht, den Größenunterschied zu Timo Haderk zu egalisieren. Sein unbedingter Wille und die Variabilität brachten ihm aber ein Unentschieden ein. Artur Schönfeld (13 Kämpfe/14 Jahre) überzeugte gegen den Sportinternat-Schüler Vitali Ljachta (14 Jahre/25 Kämpfe) vom BC Chemnitz 94. Er zeigte exzellente Körper-Kopf- und Rechts-Links-Kombinationen gegen den Rechtsausleger und boxte den Chemnitzer aus der Distanz aus. Zum verdienten 3:0-Punktsieg gab es obendrein noch den Pokal als bester Techniker.

Vlad Schefer setzte, gut eingestellt von den Trainern Ruslan Schönfeld und Valerij Fischer, gegen Maik Grulke die Vorgabe, nur lang zu boxen, gegen den kleineren und kompakteren Zwickauer perfekt um. Das Publikum feuerte tüchtig an, konnte aber nicht verhindern, dass Schefer schon in der ersten Runde einen perfekten Aufwärtshaken platzierte und Grulke zu Boden ging. Aufgabe des Ringrichters wäre es gewesen, Grulke anzuzählen. Aber er ließ den Kampf weiterlaufen. Schefer nutzte dies und verpasste seinem Gegner noch einen Seitwärtshaken, woraufhin der Sachse zusammenbrach. In der zweiten Runde versäumte es Schefer den Sack zuzumachen, zeigte aber in der letzten Runde noch einmal seine hervorragende Technik und gewann mit 3:0 Punkten.

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