07.10.2018 - 20:19 Uhr
AmbergSport

Schlicht stoppt den Spitzenreiter

Der Aufsteiger sorgt für die große Überraschung am zwölften Spieltag der Kreisliga Süd - und für die erste Niederlage des Tabellenführers. Kuriose Szenen gibt es im Kellerduell in Schnaittenbach. Dort dauert die erste Hälfte 52 Minuten.

Ein energischer Zweikampf zwischen dem Vilsecker Kapitän Frederic Pröls (rechts) und dem schnellen Rosenberger Außenstürmer Philipp Witzel.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Wenn die ersten drei verlieren, freut sich der Vierte: Der TuS Rosenberg besiegte den bisherigen Dritten FV Vilseck mit 5:0 und kletterte auf Platz drei - punktgleich mit dem Tabellenzweiten 1. FC Rieden, der dem Bezirksliga-Absteiger TuS/WE Hirschau mit 1:2 unterlag. Nach elf Spielen ohne Niederlage und zuletzt fünf Siegen in Serie erwischte es den SC Luhe-Wildenau ausgerechnet beim Aufsteiger 1. FC Schlicht, der mit 2:1 gewann.

TuS Rosenberg - FV Vilseck 5:0 (0:0)

Tore: 1:0 (48.) Benjamin Stöckl, 2:0 (62.) Stefan Pfab, 3:0 (66.) Andreas Bondar, 4:0 (70.) Maximilian Eckert, 5:0 (77.) Christoph Bäumler - SR: Uli Schneider - Zuschauer:134

(kok) Die beste Chance in der ersten Hälfte hatten die Gäste: Nach Ballverlust der Rosenberger im Mittelfeld traf Benedikt Herbrich den Pfosten. Die Heimelf kam immer wieder über ihre schnellen Außenspieler gefährlich vor das Tor des FV Vilseck. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Rosenberger den perfekten Start. Nach einem hoch getretenen Freistoß konnten die Gäste nicht konsequent klären und aus dem Getümmel schob Benjamin Stöckl zur Führung ein. Nach der nächsten Standardsituation stand es 2:0, Stefan Pfab verwandelte eine Ecke direkt. Die Vilsecker wirkten nun etwas geschockt. Auch dem dritten Treffer ging eine Standardsituation voraus, der FV-Torhüter war gegen die Kopfballverlängerung von Verteidiger Andreas Bondar machtlos. Die Vilsecker mussten nun mehr tun und spielten wesentlich offensiver. So ergaben sich Lücken für Konter, die die Heimelf hervorragend ausnutzte. Beim 4:0 legte der schnelle Philipp Witzel quer und Maximilian Eckert musste nur noch den Fuß hinhalten. Die Vilsecker zeigten Moral, mehr als ein Lattentreffer sprang aber nicht heraus. Den Schlusspunkt setzte auf der anderen Seite Christoph Bäumler, der nach toller Vorarbeit von Philipp Witzel zum 5:0 traf.

TuS Schnaittenbach - Germania Amberg 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 (4.) Florian Danzer, 1:1 (45.+7) Alexander Ram, 2:1/3:1 (62./64.) Andreas Richter - SR: Sebastian Völkl (Moosbach) - Zuschauer: 140 - Rot: (41.) Sebastian Musshoff (TuS), Notbremse; (45.+4) Toby Mihalik (Germania), Tätlichkeit; (45.+7) Dominik Rahm (Germania), Notbremse

(ols) Germania-Schlitzohr Florian Danzer brachte sein Team bereits nach vier Minuten mit einer artistischen Einlage in Front. Der Treffer ließ auf Schnaittenbacher Seite die Verunsicherung ansteigen und löste bei den Ambergern große Entschlossenheit aus. Die Gäste wirkten bis zur 41. Minute abgeklärter, als dann noch der kurz zuvor eingewechselte Sebastian Musshoff nach einem Laufduell mit "Rot" vom Platz musste, sah Schnaittenbach schon wie der sichere Verlierer aus. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Noch bevor der Freistoß ausgeführt wurde, ließ sich Toby Mihalik (Germania) zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah "Rot". Im Gegenzug, nach einen Abschlag, gab es dann noch einmal "Rot" für die Amberger, auch hier wurde ein Foul im Laufduell als Notbremse gewertet. Nach dem fälligen Freistoß staubte Alexander Ram zum Ausgleich für den TuS in der siebten Minute der Nachspielzeit ab. Nach der Pause beruhigten sich die Gemüter. Amberg tat sich schwer mit einen Mann weniger und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der TuS Profit aus der numerischen Überlegenheit schlagen würde. Mann des Tages war dann Andreas Richter, der mit seinen beiden Treffern den TuS Schnaittenbach am Ende jubeln ließ.

SV 08 Auerbach- DJK Utzenhofen 2:2 (2:1)

Tore: 0:1 (2.) Michael Geitner, 1:1 (14.) Michael Keil, 2:1 (17.) Jonas Freiberger, 2:2 (46.) Michael Geitner - SR: Karl-Heinz Doneff (DJK Weingarts) - Zuschauer: 120

(sht) Wie schon in den beiden letzten Partien kassierten die 08er bereits in den Anfangsminuten einen Treffer. Ein weiter Ball aus der Utzenhofener Hälfte wurde per Kopf in den Strafraum verlängert, Michael Geitner reagierte am schnellsten und traf aus 15 Metern. In der 14. Minute wurde ein Schuss von Marcel Meyer geblockt, doch im Nachschuss traf Keil zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck. Ein Flankenwechsel über 50 Meter auf die linke Seite leitete die Auerbacher Führung ein. Freiberger überlief in der Folge zwei Verteidiger, war vor dem Torhüter am Ball und schob aus 15 Metern zum 2:1 ein. In der Folgezeit vergaben die Auerbacher bei zwei guten Kontern die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Die zweite Hälfte begann wie die erste. Diesmal dauerte es aber keine Minute und die Gäste kamen durch Michael Geitner zum 2:2-Ausgleich. Im weiteren Verlauf ließen beide Mannschaften kaum noch Torraumszenen zu, auch wenn die Gäste sich ein optisches Übergewicht erarbeiten konnten. Kurz vor Schluss kamen Utzenhofen noch einmal zu einem gefährlichen Konter, der abgefälschte Schuss wurde von Lindner kurz vor der Linie per Kopf geklärt.

TSV Königstein - ASV Haselmühl 1:3 (0:2)

Tore: 0:1/0:2 (22./32., Handelfmeter) Daniel Ibler, 0:3 (70.) Philipp Keilholz, 1:3 (90.+2) Eigentor Michael Hammer - SR:Yannick Koslowski (Nürnberg) - Zuschauer: 140

(mhe) In der Anfangsphase erarbeitete sich der Gastgeber leichte Vorteile und erste Torchancen. Nach einer Flanke von Ringler ging ein Kopfballaufsetzer von Holzwarth nur knapp über den Kasten. Aus dem Nichts fiel dann das 1:0 für Haselmühl, als Ibler einen groben Fehler des TSV-Verteidigers Pirner nutzte und völlig freistehend überlegt ins rechte Tordreieck schlenzte. Auf der anderen Seite ließ Hagerer die Chance zum Ausgleich liegen, als er unbedrängt auf den Gästetorhüter zulief. Als ein scharfer Ball in den Königsteiner Strafraum leicht abgefälscht an der Hand von Hagerer landete, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Ibler verwandelte den Elfmeter souverän. Nur wenig später rettete TSV-Torhüter Bunzel mit einer überragenden Parade gegen den starken Ibler. Die Hoffnungen der zahlreichen Zuschauer auf eine Reaktion der TSV-Truppe im zweiten Durchgang wurden nicht erfüllt. Die Mannschaft von ASV-Trainer Eckl verwaltete den sicheren Vorsprung, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen. Zwingende Torchancen der Königsteiner waren Mangelware, und als die Haselmühler in der 70. Minute durch Keilholz sogar noch auf 3:0 erhöhten, schwanden die letzten Hoffnungen auf ein positives Resultat. Bezeichnend für das Spiel war, dass den einzigen Königsteiner Treffer der Haselmühler Verteidiger Hammer per Eigentor erzielte.

1. FC Schlicht - SC Luhe-Wildenau 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 (4.) Dominik Obermeier, 2:0 (88.) Adrian Robinson, 2:1 (90.+2) Ludwig Tannhäuser - SR: Martin Pröhl (St. Johannis Bayreuth) - Zuschauer: 130

(ct) Die Heimelf zeigte wenig Respekt vor dem Tabellenführer. Bereits in der 4. Minute überraschte Dominik Obermeier den zu weit vor seinem Tor stehenden Gästetorwart Ruppert mit einem Heber aus 25 Metern zum 1:0. Den Gästen gelang es nicht, entscheidend Druck auf den FCS auszuüben. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem in der 30. Minute der Gästetorhüter seine Mannschaft im Spiel hielt, als er einen strammen Schuss von Schecklmann aus der Ecke fischte und auch den Nachschuss abwehren konnte. Auch nach der Pause erspielte sich der Tabellenführer keine Überlegenheit oder Torchancen. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung fing die Schlichter Abwehr die Gäste meist vor dem Strafraum ab. Den einzigen gefährlichen Torschuss des SC Luhe-Wildenau parierte Manuel Baumgärtner souverän, der für den verletzten Stammtorhüter Kurz erstmals im Tor stand. In der 88. Minute behauptete Florian Weiß im Mittelfeld den Ball, spielte ihn zu Adrian Robinson in die Gasse und der verwandelte das Zuspiel gekonnt zum 2:0. Erst in der Nachspielzeit verkürzten die Gäste durch Ludwig Tannhäuser, der aus 30 Metern einschoss.

SV Schmidmühlen - SV Freudenberg 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 (4.) Christopher Roidl, 2:0 (33.) Simon Heller, 2:1 (60.) Johannes Dotzler - SR: Walter Menzel - Zuschauer:120

(fop) Der Gastgeber startete stark in die Partie und kam bereits nach vier Minuten zum ersten Treffer, als Daniel Liebchen mustergültig auf Christopher Roidl auflegte. Eine Verwirrung in der Abwehr nutzte Simon Heller in 33. Minute zum 2:0: Er luchste einem Abwehrspieler den Ball ab und schob souverän ins lange Eck ein. In der 42. Minute foulte der letzte Mann, Daniel Wein, den durchgebrochenen Daniel Liebchen und wurde nur mit "Gelb" verwarnt. Nach der Pause kam noch einmal Spannung auf, als Johannes Dotzler in der 60. Minute einen Freistoß direkt ins kurze Eck verwandelte. Nur fünf Minuten später hatte Christian Graf die große Chance, aus fünf Metern einzuschieben und damit die Entscheidung zu erzielen. Doch er scheiterte am starken Gästetorhüter.

1. FC Rieden - TuS/WE Hirschau 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 (67.) Pascal Hirteis, 1:1 (80.) Johannes Falk, 1:2 (82.) Martin Freimuth - SR: Alexander Nistschuk (SVL Traßlberg) - Zuschauer: 170

(riw) Die Anfangsphase verlief ohne große Höhepunkte mit jeweils einer Halbchance auf beiden Seiten. Rieden hatte zwar den Ball, aber fand wenig Lücken im Abwehrbollwerk der Gäste. In der zweiten Hälfte übernahm Rieden das Spiel. In der 62. Minute hatten die Gastgeber nach einem Standard eine Doppelchance durch Götz und Nimsch. Das 1:0 fiel in der 67. Minute. Humml spielte einen Doppelpass mit Florek, Humml ließ drei Gegenspieler stehen und spielte im Rückraum Hirteis an, der den Ball ins Tor schob. In der 70. Minute hatte Florek nach einem Humml-Freistoß die große Chance zum 2:0, doch er verfehlte den Ball knapp. Die nie aufgebenden und aufopferungsvoll kämpfenden Hirschauer kamen nach einem Standard aus dem Halbfeld mit ihrer ersten Chance in der zweiten Hälfte zum 1:1. Johannes Falk knallte den Ball aus dem Getümmel heraus trocken ins lange Eck. In der 82. Minute köpfte Martin Freimuth mit der zweiten echten Chance der Gäste einen nahezu identischen Freistoß unter die Latte. Nun warf Rieden alles nach vorne und wurde fast belohnt. Einen Grabinger-Freistoß parierte der Gästetorhüter, der Nachschuss von Richter landete knapp neben dem Tor. In der 90. Minute hatte Hirschau die große Konterchance, doch Feigl parierte den überhasteten Abschluss. Rieden drückte auf den Ausgleich, doch Hirschau verteidigte den Vorsprung mit Mann und Maus.

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