15.10.2018 - 07:29 Uhr
AmbergSport

Sieben Treffer in sechs Minuten

Zwei Drittel lang bestimmen die Abwehrreihen das Geschehen im Heimspiel des ERSC Amberg gegen Bayernliga-Absteiger Moosburg. Zu Beginn des Schlussabschnitts öffnen sich dann aber die Schleusen.

Erstes Heimspiel für Vaclav Benak (links) für den ERSC Amberg. Die Wild Lions setzten sich mit 5:4 durch und machten nach dem 3:2-Sieg vom Freitag in Pfaffenhofen das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt.
von Autor PAProfil

Sieben Treffer in etwas mehr als sechs Minuten bedeuteten ein Wechselbad der Gefühle für Fans, Spieler und Trainer. Das bessere Ende hatten mit 5:4 die Amberg Wild Lions für sich, was den Spielanteilen und Chancen nach hochverdient war, auch wenn sich über weite Strecken zwei gleichwertige Teams gegenüberstanden. Für den ERSC bedeutet das einen perfekten Saisonstart in der Eishockey-Landesliga mit einem Sechs-Punkte-Wochenende.

Zu Beginn praktizierten beide Mannschaften ein konsequentes Forechecking, wobei es kaum nennenswerte Chancen gab Die erste gute Gelegenheit verwerteten die Gastgeber durch Daniel Vlach sofort. Gegen Ende des Drittels hätten die Löwen die Führung eigentlich noch ausbauen müssen, aber die Chancenverwertung gehörte an diesem Abend sicher nicht zu den Amberger Stärken. Auch den Mittelabschnitt begann der ERSC überlegen, geriet aber dann in doppelte Unterzahl, wobei bei der Strafe für Vaclav Benak auch die Revanche des starken Gästetorhüters Carlo Schwarz hätte geahndet werden müssen.

Moosburg nutzte das Powerplay jedenfalls zum 1:1 durch Vinzenz Maier. Danach war Amberg wieder am Drücker, wirkte aber vor dem Tor oftmals zu verspielt. Zu Beginn des letzten Drittels schienen beide Teams die Defensivvorgaben der Trainer in den Kabinen gelassen zu haben. Beginnend mit einem Unterzahltreffer der Gäste zum 1:2 ging es dann im Minutentakt Schlag auf Schlag.

Treffsicher zeigte sich vor allem das Amberger Trio Peter Hendrikson, Dan Heilman und Bernhard Keil, aber Moosburg nutzte stets die mangelnde Konzentration im Defensivverhalten der Löwen um auszugleichen. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass mit Lukas Salinger, Kevin Schmitt und Thomas Schreier drei gestandene Abwehrspieler bei Amberg fehlten. Mit dem 5:4 durch Heilman war nach knapp 47 Minuten aber dann doch der Endstand schon erreicht, wenngleich der ERSC weitere gute Gelegenheiten ungenutzt ließ - auch als Moosburg am Ende den Torhüter zugunsten eines Feldspielers vom Eis nahm.

Die Truppe von ERSC-Trainer Dirk Salinger hat nun knapp zwei Wochen Pause bis zum Spitzenspiel in Haßfurt, eine willkommene Gelegenheit zur Regeneration der angeschlagenen Spieler.

ERSC Amberg - EV Moosburg 5:4 (1:0, 0:1, 4:3):

Tore: 1:0 (9.) Vlach (Hampl), 1:1 (28.) Maier (Dlugos/5-3), 1:2 (41.) Hanöffner (4-5), 2:2 (42.) Heilman (Keil/5-4), 3:2 (44.) Hendrikson (Köbele, Heilman/5-4), 3:3 (46.) Asen (Regan), 4:3 (46.) Keil (Heilman), 4:4 (47.) Seidlmayer (Dlugos), 5:4 (48.) Heilman (Hendrikson, Keil) - Strafen:Amberg 4, Moosburg 12 Minuten - Schiedsrichter: Mackert, Bösl, Bösl - Zuschauer: 370.

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