26.01.2020 - 09:24 Uhr
AmbergSport

Sieg in Haßfurt: ERSC Amberg dreht Spiel im Schlussdrittel

Dritter Erfolg im dritten Auswärtsspiel: Der ERSC Amberg setzt seine Serie in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga fort und entscheidet den Krimi beim ESC Haßfurt für sich. Danach sieht es Ende des zweiten Abschnitts nicht aus.

Neuzugang Marc Hemmerich glückte mit einer Torvorlage ein guter Einstand.
von Autor PAProfil

Amberg sprang mit diesem Erfolg auf den zweiten Rang, für die Haßfurter Hawks - jetzt neun Punkte hinter dem ERSC - wird die Luft dünn im Kampf um die Play-off-Plätze.

Rund 650 Zuschauer - darunter annähernd 100 aus dem ERSC-Lager - wollten das Duell der alten Rivalen, das Haßfurt in der Landesliga-Vorrunde zweimal knapp für sich entschieden hatte, im Stadion am großen Anger mitverfolgen. Die Partie war temporeich, lebte aber vornehmlich von der Spannung und der Torfolge. Aus dem Spiel heraus waren hochkarätige Aktionen - zumindest in den beiden Anfangsdritteln - eher seltener, denn keiner wollte gleich alles riskieren und dem Kontrahenten in Konter laufen. Bezeichnenderweise resultierten alle Treffer aus Powerplay-Situationen - und davon gab es dann doch einige.

Amberg nutzte seine erste prompt durch Kevin Schmitt zum 0:1. Als dann mit Vlach und Brabec gleich zwei Löwen auf der Strafbank saßen, ließ sich Haßfurts Topverteidiger Daniel Hora die Gelegenheit zum Ausgleich nicht entgehen. Ähnlich verlief auch der Mittelabschnitt, der extrem unglücklich für Amberg enden sollte.

Zunächst gingen die Gastgeber durch einen abgefälschten Schuss von Lukas Kratschmer in Führung. Gleich im Anschluss verletzte sich ERSC-Torhüter Oli Engmann bei einer Attacke eines Haßfurter Angreifers an der Schulter, und auch Carsten Metz, der für Engmann ins Spiel kam, landete schon nach dem ersten Kontakt unfreiwillig auf dem Eis - und beide Aktionen blieben ungeahndet. Anders bei einem vermeintlichen Check von hinten durch Felix Köbele während eines Gerangels, dem ein Stockstich gegen ERSC-Center Stephan Huber vorausgegangen war. Der Amberger Torjäger musste mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen, was im Löwen-Lager großes Unverständnis auslöste. Allerdings: Der ERSC überstand die fünfminütige Unterzahl unbeschadet und holte sich gleichzeitig Zusatzmotivation für das Schlussdrittel.

Dort begann Amberg mit einem Powerplay, weil sich die Gastgeber für das Zuspätkommen eine Strafe wegen Spielverzögerung einhandelten, "berechtigt, aber absolut unnötig", wie ESC-Trainer Volker Hartmann gestand. So machte sich nach 41 Sekunden der Einsatz von Neuzugang Marc Hemmerich auch ergebnistechnisch bezahlt, weil Martin Brabec einen Schuss des Verteidigers unhaltbar zum 2:2-Ausgleich ins Hawks-Tor verlängerte.

Der ERSC war nun offensichtlich das Team, das mehr investierten wollte. Auch eine Auszeit durch den Haßfurter Coach brachte für die Gastgeber keinen zusätzlichen Schub, vielmehr hatte wohl Dan Heilman seinen Löwen die passenden Tipps gegeben, denn nur wenig später traf Vlach zum letztendlich spielentscheidenden Treffer. Auch Hartmanns Maßnahme, die letzte Minute seinen Torhüter Timo Jung zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen, fruchtete nicht. Heilman ("Fehler werden bestraft. Wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt") lobte hinterher das konsequente Forechecking seiner Spieler, "das seit unserer Niederlage gegen Buchloe sehr gut funktioniert".

Info:

ESC Haßfurt – ERSC Amberg 2:3 (1:1, 1:0, 0:2)

Tore: 0:1 (8.) Schmitt (Vlach, Huber/5-4), 1:1 (15.) Hora (Trübenekr, Hornak/5-3), 2:1 (32.) Kratschmer (Stach/5-4), 2:2 (41.) Brabec (Hemmerich, Hampl/5-4), 2:3 (53.) Vlach (5-4) - Strafen: Haßfurt 16 Minuten, Amberg 23 + 20 (Köbele) - Zuschauer:650

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