25.10.2019 - 11:57 Uhr
AmbergSport

Spitzenspiel steigt beim FC Amberg

So ein bisschen unerwartet steht der FC Amberg auf dem zweiten Platz der Bezirksliga Nord - eigentlich hat man in dieser Region eher den Landesliga-Absteiger SV Etzenricht erwartet. Doch der hinkt ein bisschen hinterher.

Wieder einigermaßen gut gefüllt dürfte die Tribüne im Amberger FC-Stadion sein, wenn der SV Etzenricht am Samstag aufkreuzt.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Fünfter ist Etzenricht - aber nur zwei Punkte hinter dem FC Amberg. Der TuS Kastl brennt darauf, gleich drei Serien zu brechen - und das ausgerechnet gegen den ungeliebten SV Kulmain. In Vilseck rüstet der FV zu einem (Fast-)Kellerduell mit dem 1. FC Schwarzenfeld, der in dieser Saison sich eher nach unten orientieren muss.

FV Vilseck - 1. FC Schwarzenfeld Sa. 15 Uhr

(mc) Vier Spiele waren die Vilsecker Kicker von Trainer Daniel Liermann ungeschlagen, doch in Raigering gab es für sie nichts zu holen. Dies sind aber nicht die Spiele, in denen der FV punkten muss. Viel wichtiger ist die kommende Begegnung gegen die Schwarz-Weißen aus Schwarzenfeld, die ebenfalls im unteren Tabellendrittel angesiedelt sind. Gegen Ensdorf holte die Elf von Trainer Wolfgang Richthammer am letzten Spieltag wieder drei wichtige Punkte. Davor gingen sie fünfmal hintereinander völlig leer aus.

Und in diese Wunde, die noch nicht richtig verheilt ist, muss der FV Vilseck schlagen, wenn man den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen will. Dass die Mannschaft einen enormen Willen hat, hat sie in den vergangenen Wochen gezeigt. Man darf nur nicht, wie phasenweise in Raigering schlafmützig wirken und sich teilweise die Tore selbst hineinwerfen. Trainer Daniel Liermann ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Jede Woche brechen zu den drei Langzeitverletzten immer wieder Spieler verletztungsbedingt weg. Doch er sieht trotz der Personalmisere seine Mannschaft auf dem richtigen Weg, da sie die vielen Nackenschläge immer wieder wegsteckt und Woche für Woche versucht, das Beste zu geben.

TuS Kastl - SV Kulmain Sa. 15.30 Uhr

(hon) Zum ersten Heimspiel in der Rückrunde und zur Sportheimkirwa empfangen die Schweppermänner bereits am Samstag um 15.30 Uhr mit dem SV Kulmain einen direkten Konkurrenten um die Abstiegsplätze am Kastler Mennersberg. Ein unbequemen Gegner, gegen den der TuS Kastl in den bisher sieben Spielen noch nie gewinnen konnte, es reichte lediglich zu zwei Unentschieden. Kulmain trotzte Detag Wernberg einen Punkt ab, und die Kastler verloren das Kellerduell in Stulln knapp mit 2:3. Für den TuS wird es langsam eng, und man ist gegen Kulmain schon fast zum Siegen verdammt.

Deshalb werden die Verantwortlichen um Spielertrainer Andy Wendl alles versuchen, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen und gleich drei Serien zu stoppen: Vier Spiele ohne Sieg, vier Heimspiele ohne Sieg und sieben Spiele gegen Kulmain ohne Sieg. Nachdem diese Woche auch noch zwei Spieler wegen Krankheit nicht trainieren konnten, und ein Spieler angeschlagen pausiert hat, ist man beim TuS Kastl sehr gespannt, wer sich bis zum Samstag noch alles für einsatzfähig meldet.

Zum Glück ist die zweite Mannschaft der Schweppermänner spielfrei und so kann man den Kader mit Reservisten und Routiniers auffüllen. Bei den Gästen aus Kulmain verläuft diese Saison ähnlich durchwachsen bis schlecht. Nach einem einigermaßen guten Start sind die Kulmainer in der Tabelle immer weiter abgerutscht. Nun belegt man mit 15 Punkten den Platz in der Tabelle über dem ominösen Strich. Schon deshalb müssen die Gäste um ihren Trainer Thomas Kaufmann gegen den TuS unbedingt punkten, um den Abstand auf den TuS zu halten oder bestenfalls zu vergrößern. Die Mannschaft des SV Kulmain wird deshalb alles geben, um in dem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel als Sieger vom Platz zu gehen, und damit den Hausherren ihre Kirwa zu vermiesen!

FC Amberg - SV Etzenricht Sa. 16 Uhr

(e) Beste Eigenwerbung betrieben hat der FC Amberg durch den 7:1-Erfolg bei der Zweitgarnitur der SpVgg SV Weiden, jetzt aber folgt die echte Nagelprobe gegen den SV Etzenricht. Sieben Siege zeigen, dass die exponierte Stellung des FC Amberg auf dem zweiten Platz wahrlich kein Zufall ist, in den letzten sechs Spielen wurden mindestens drei Tore geschossen. Im Spitzenspiel der Liga aber kommt mit dem SV Etzenricht die mit nur 15 Gegentoren belastete und deshalb beste Abwehr der Liga. Das wird interessant zu sehen, wie sich die Torjäger Dennis Kramer (15 Tore), Martin Popp (13) durchsetzen können, andrerseits heißt es für die Amberger Deckung Etzenrichts besten Schützen Martin Pasieka (13) in den Griff zu bekommen.

Der hat im Hinspiel (0:2) in der Schlussviertelstunde beide Tore erzielt, mittlerweile ist aber der FC Amberg eine echte Einheit geworden, die Abwehr steht, das Mittelfeld ist zuverlässig und im Angriff ist die Mannschaft von Karl Heinz Wagner jetzt weitaus gefährlicher. Das ist umso mehr zu unterstreichen, als der FC Amberg noch kein Spiel in der gleichen Besetzung antreten konnte. So steht auch diesmal beileibe nicht die Idealbesetzung zur Verfügung, aber Wagner hat festgestellt: "Die Jungs sind heiß."

TSV Detag Wernberg - SV Raigering Sa. 16 Uhr

Mit dem Punkt in Kulmain konnte der TSV Detag Wernberg leben. Die Köblitzer versuchten im zweiten Abschnitt alles um die drei Punkte mitzunehmen, vernachlässigten aber auch das eine oder andere Mal die Absicherung nach hinten, was durchaus ins Auge hätte gehen können. Ohnehin schon mit etlichen angeschlagenen Spielern ins Match gegangen, hat sich die personelle Lage bei den Lila-weißen in diesem Match noch verschärft. Trainer Tom Gietl hat derzeit kaum noch gesunde und fitte Spieler zur Verfügung, so dass es in den restlichen fünf Partien bis Winterpause gilt, so gut wie möglich über die Runden zu kommen.

Die spielstarken Panduren konnten sich nach einer Durststrecke durch zwei Siege wieder an die Spitzengruppe herantasten und werden mit viel Selbstvertrauen in Unterköblitz antreten, mit dem Ziel, den Gastgeber nach Punkten zu überrunden. Detag-Trainer Tom Gietl hofft indessen, dass er eine einigermaßen konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld schicken kann, um den Amberger Vorstädtern Paroli bieten und die Punkte einfahren zu können.

Das Hauptmanko war aber bei vielen Angriffsaktionen die Präzision beim letzten Pass. Nun heißt es für den Großteil der Mannschaft, in der wieder etliche angeschlagene Akteure auflaufen müssen, die dringend eine Pause bräuchten, auf die Zähne zu beißen.

DJK Ensdorf - SpVgg SV Weiden II So. 15 Uhr

(tra) Auch beim FC Schwarzenfeld konnte die DJK Ensdorf am letzten Wochenende keinen Zähler mitnehmen, so dass die Lage im Kampf um den Klassenerhalt immer prekärer wird. Mangelnde Chancenverwertung und das nötige Spielglück waren ausschlaggebend, dass man die Heimreise ohne Punkte antreten musste. Es war jedoch eine Aufwärtstendenz zu erkennen, so dass Ensdorf durchaus optimistisch in die Partie gegen die zweite Mannschaft der SpVgg Weiden gehen sollte. Anstoß ist am DJK-Sportplatz um 15 Uhr. Ähnlich wie bei der DJK läuten auch bei der Landesliga-Reserve die Alarmglocken. Am achten Spieltag war die Mannschaft von Spielertrainer Michael Riester mit 21 Zähler Tabellenführer. Seitdem hat der Aufsteiger kein Spiel mehr gewonnen und musste in den letzten drei Begegnungen satte 22 Treffer hinnehmen.

Und das, obwohl sich die Mannschaft im Vergleich zum Saisonanfang nicht entscheidend verändert hat und jede Menge Akteure mit Landesliga- und Bayernligaerfahrung im Team stehen. Beide Mannschaften wollen natürlich den Negativtrend stoppen. Die personelle Situation der Vilstaler sieht nicht gerade rosig aus. Auf die verletzten Matthias Dotzler und Fabian Westiner muss DJK-Coach Christof Schwendner auf alle Fälle verzichten und auch höchstwahrscheinlich auf Keeper Max Hauer, der sich im Dienstagstraining verletzte. Stefan Trager und Andi Weiß weisen aufgrund ihrer langen Verletzungspause noch Trainingsrückstand auf. Aus dem Urlaub zurück ist Julian Trager, dem aber auch etliche Trainingseinheiten abgehen.

SV Schwarzhofen - SV Hahnbach So. 15 Uhr

(nrö) Der SV Schwarzhofen, der in den vergangenen Jahren immer eine gute Rolle in der Bezirksliga Nord gespielt hat und immer vorne mit dabei war, hatte in dieser Saison einen schlechten Start. Nach nur einem Sieg aus den ersten sechs Begegnungen trennte man sich von Trainer Georg Winkler und mit Michael Hartlich übernahm ein ganz junger das Ruder. Seitdem ging es ständig bergauf. War man nach dem 8. Spieltag noch Letzter, holte die Mannschaft seitdem viele Punkte und kletterte Stück für Stück nach oben und ist mittlerweile auf Platz zehn gelandet. Der SV Schwarzhofen wird nun versuchen, den Aufwärtstrend fortzusetzen und die nächsten Zähler einzufahren. Der SV Hahnbach zeigte im Heimspiel gegen den FC Wernberg ein sehr gute Leistung, belohnte sich aber letztendlich nicht mit dem Siegtreffer. Aber Trainer Thorsten Baierlein war trotzdem zufrieden. "Was die Mannschaft an Lauf- und Einsatzbereitschaft zeigte, verdient ein großes Lob. Ich hoffe, dass mein Team in Schwarzhofen da anknüpfen kann. Wir wollen nach drei sieglosen Begegnungen endlich mal wieder gewinnen." Hart umkämpft waren die Vergleiche in den vergangenen Jahren schon immer. Jonas Dotzler ist wieder dabei, hinter dem Einsatz von Torhüter Benedikt Dietrich steht ein Fragezeichen.

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