Der ERSC Amberg zeigte sich am Freitag gegen die favorisierten Black Hawks aus Passau weiter verbessert, erreichte auch ein absolut respektables Ergebnis, aber zufrieden war im Amberger Lager niemand so richtig - dafür sorgten zwei schmerzliche Spieldauerstrafen. Felix Söllner und Lukas Salinger wurden vorzeitig zum Duschen geschickt, durchaus regelkonform, aber extrem ärgerlich, weil unnötig. Die beiden Löwenspieler werden den Punktspielauftakt am 12. Oktober in Pfaffenhofen gesperrt verpassen.
Direkte Auswirkungen auf das Resultat am vergangenen Freitag hatten die Strafen zudem, denn während der Amberger Unterzahl gelangen den Gästen drei Treffer. Den Ton gab während der Partie zumeist der Bayernligist an, der von Beginn an aufs Tempo drückte. Die Wild Lions hatten jede Menge Defensivarbeit zu verrichten, erledigten diese aber durchaus geschickt. Kein Vergleich mit der 1:11-Niederlage acht Tage zuvor. Gestützt hatte man sich dabei häufig auf die Reaktionen von Goalie Oliver Engmann, der einen echten Sahnetag erwischte. Das 0:1 von Torjäger Dominik Schindlbeck konnte aber auch er nicht verhindern. Nach einem Powerplaytreffer von Svatopuk Merka zum 0:2 kamen auch die Gastgeber zu einem Erfolgserlebnis. In ERSC-Unterzahl lief Felix Köbele alleine auf das Passauer Tor zu und vollendete sehenswert zum 1:2, ganze sechs Sekunden vor Drittelende.
Im Mittelabschnitt waren gerade 38 Sekunden gespielt, da hatte Passau durch einen weiteren Überzahltreffer von Mathias Sagerer den alten Abstand wiederhergestellt. In der Folge konnte Amberg nur gelegentliche Entlastungsaktionen starten und das Geschehen spielte sich im ERSC-Verteidigungsdrittel ab. Petr Sulcik erhöhte zum 1:4.
Im Schlussabschnitt erbrachten die Löwen den Beweis, dass die letzten Trainingseinheiten gefruchtet hatten. Physisch zeigte sich das Team bereits in einem guten Zustand. Zunächst gelang Bernhard Keil nach Vorlage von Andreas Hampl das 2:4. Auch das 2:5 durch Philipp Müller beeindruckte die Löwen nicht. Florian Wrobel setzte mit dem 3:5 auf Zuspiel von Köbele den Schlusspunkt. Der sechste Sieg für Passau im sechsten Test, aber keiner fiel ergebnistechnisch so eng aus, wie der am Freitag.
Tore: 0:1 (17.) Schindlbeck (Müller, Nemecek), 0:2 (19.) Merka (5-4), 1:2 (20.) Köbele (4-5), 1:3 (21.) Sagerer (Schindlbeck/5-4), 1:4 (35.) Sulcik (Sagerer/4-5), 2:4 (45.) Keil (Hampl/5-4), 2:5 (46.) Müller (Sulcik/5-4), 3:5 (53.) Wrobel (Köbele). Strafzeiten: Amberg 20 + 20 (Söllner) + 20 (Salinger), Passau 12 Minuten. SR: Kaderabek, Grech. Zuschauer: 200













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