Oberste Priorität hat laut Bayerischem Tennisverband (BTV) natürlich die Gesundheit der Vereinsmitglieder. Dementsprechend soll der Wettspielbetrieb ablaufen, die Hygiene- und Verhaltensregeln haben die Vereine am Freitag erhalten.
Medenrunde, das heißt im Tennis, dass Einzel und Doppel ausgespielt werden. In den unteren Ligen treten je vier Spieler pro Mannschaft an, in den oberen ab Landesliga je sechs. Für die Saison 2020 ist allerdings noch nicht geklärt, ob auch die Doppel ausgetragen werden - wegen der Abstandsregel.
"Da können wir leider noch nichts dazu sagen, denn das Innenministerium und die Bayerische Staatsregierung unterscheidet zwischen Freizeitsport und Wettkampfsport", erklärt Achim Fessler.
Der Leiter der Leiter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des BTV hofft aber, dass Doppel erlaubt werden: "Wir sind in Gesprächen mit den Behörden und der Regierung. Wir stellen die Frage: Warum soll man im Freizeitbereich Doppel spielen dürfen und im Wettkampf nicht?" Was ebenfalls noch nicht verbindlich geklärt ist, betrifft An- und Abfahrt. Dürfen mehr als zwei Personen im Auto bei der Fahrt zum Auswärtsspiel sitzen oder nicht?
"Gerade im Jugendbereich ist man darauf angewiesen, dass man das Auto voll macht. Ein Fahrer, vier Kinder. Wenn wir bei unseren Jugendmannschaften mit vier Autos fahren machen müssen, haben wir ein großes Problem", sagt Heiko Hauer, der Vorsitzende des TC Postkeller Weiden.
Zwölf Mannschaften von der Bezirksliga abwärts hat der Verein zur Runde 2020 gemeldet - aber womöglich wird keine einzige spielen. "Bei uns ist alles komplett offen, eben wegen der ungeklärten Details. Wir werden uns am Wochenende treffen und dann ein Entscheidung fällen", sagt Hauer.
Und er betont: "Eine Insellösung wird es beim TC Postkeller nicht geben. Entweder wir nehmen teil oder wir ziehen komplett zurück."
Er sieht das Ganze mit gemischten Gefühlen: "Alle drängen darauf, zu spielen, aber als Vorsitzender trage ich die Verantwortung für meine Spieler, für die Kinder und auch für die Erwachsenen."
Bis 17. Mai haben die Vereine Zeit, ihre Mannschaften zurückzuziehen. Bis dahin hofft man beim BTV, näheres zu wissen - auch wenn zähe Verhandlungen anstehen: "Leider spielt Innenminister Joachim Herrmann kein Tennis. Markus Söder ist zwar Tennisspieler, aber auch er hat lange gebraucht, um uns wieder rauszulassen", sagt Fessler.
Hintergrund
Start 8. Juni
Die "Übergangssaison 2020" - sie betrifft alle Tennis-Mannschaften ab Bayernliga abwärts - wird auf Basis der aktuell eingeteilten Gruppen und Ligen beginnend ab dem 8. Juni durchgeführt.
Kein Auf- und Abstieg
Es werden die Meister in den einzelnen Ligen/Klassen offiziell ausgespielt. Jedoch werden das Recht auf den Regelaufstieg und den Regelabstieg ausgesetzt.
Grundlage für 2021
Die aktuelle Ligen- und Gruppeneinteilung der Sommersaison 2020 ist Grundlage für die Mannschaftsmeldung der Sommersaison 2021. Für frei werdende Plätze in den Ligen/Klassen der Saison 2021 werden die Ergebnisse der "Übergangssaison 2020" in den jeweils darunter liegenden Spielklassen herangezogen.
Rückzug bis 17. Mai
Die Vereine erhalten die Möglichkeit, Mannschaften im Zeitraum vom 11. bis 17. Mai ohne Sanktion zurückzuziehen. Gegebenenfalls müssen nach dem 17. Mai dann einzelne Gruppen/Ligen neu geplant werden. Verlegung bis 30. September
Der BTV bietet den Vereinen die Möglichkeit, Begegnungen im beiderseitigen Einverständnis flexibel bis zum 30. September 2020 zu verlegen und vom vorgegebenen Spielplan abzuweichen.



















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