22.01.2020 - 17:28 Uhr
AmbergSport

Tennis auf Hawaii ein "Glücksfall" für Mira Stegmann

Ein Auswärtsspiel ist nichts Ungewöhnliches. Wenn es auf eine Trauminsel geht, dann schon: "Ich denke, ich werde nur einmal in meinem Leben nach Hawaii kommen. Da bin ich froh, dass ich das erleben durfte."

Mira Stegmann (Zweite von rechts) und das gesamte Team mit Spielerinnen und Betreuern der Florida State University aus Tallahassee auf dem Diamond Head – im Hintergrund Honolulu und der Pazifik.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil
Die Truppe der Seminoles mit Mira Stegmann (rechts).

Mira Stegmann aus Sulzbach-Rosenberg erhielt 2019 dank ihrer herausragenden Erfolge in den vergangenen Jahren ein Tennis-Stipendium an der Florida State University in Tallahassee. Neben dem Studium steht Tennis auf dem Plan, dazu gehört eine Reihe von Spielen mit ihrer College-Mannschaft, den "Seminoles".

Die erste Begegnung - eine Traumpartie. "Das ist für mich ein Glücksfall, dass ausgerechnet in dem Jahr, in dem ich in Amerika bin, dieses Auswärtsspiel auf Hawaii stattfand", freut sich die 18-Jährige. Am Sonntag vor einer Woche ging's los: Eine Stunde Flug von Tallahassee nach Atlanta, dann zehn Stunden im Flieger nach Honolulu. "Wir mussten während des Fluges Kompressionsstrümpfe auf Anweisung der Trainerin anziehen, wegen der Gesundheit. Das war ein bisschen unbequem", erklärt Stegmann.

Und: Als die Maschine auf der Höhe von San Francisco war, durften die Tennisspielerinnen die letzten sechs Stunden nicht mehr schlafen - um einen größeren Jetlag zu vermeiden. Denn der Zeitunterschied zwischen Florida und Hawaii beträgt fünf Stunden.

Hawaii empfing sie mit einem feuchten Gruß: Zwei Tage Nieselregen bei 27 Grad, danach ein Traumwetter mit blauem Himmel, Sonne und 30 Grad. Von Montag bis Donnerstag stand ein Trainingslager auf dem Programm, mit täglich mehreren Stunden Schwitzen: Im Fitnessstudio, beim Laufen oder auf dem Tennisplatz. Die Truppe aus Florida unternahm unter anderem eine Wanderung mit Treppenläufen auf den Diamond Head, einem Krater nahe Honolulu - mit einem super Ausblick auf die Insel und den Pazifik.

Das Hotel, nur rund 100 Meter vom Strand entfernt, beeindruckte Mira Stegmann nicht nur wegen der Preise: Pro Nacht hätte ein Zimmer 238 Dollar gekostet - ihren Aufenthalt bezahlte das College. Und überhaupt: "Hawaii ist unglaublich teuer." Frühstück gab's um 6.30 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr und das Abendessen schon um 17 Uhr. "Damit wir uns nicht zu sehr an die Hawaii-Zeit gewöhnen."

Die Tennisspielerinnen hatten nicht viel Freizeit während ihres Programmes, aber die wenigen Stunden nutzten sie, vor allem Mira Stegmann: "Einmal waren wir surfen. Aber nur diejenigen, die keine Angst hatten. Ich war natürlich dabei. Das war ganz cool, obwohl jede von uns am nächsten Tag Muskelkater hatte."

Tennis kam zum Schluss: Am Freitag gewannen die Seminoles aus Tallahassee ihr erstes Spiel gegen die Washington Huskies mit 5:4, am Samstag die zweite Partie gegen die Hawaii Rainbow Warriors mit 6:3. Und Mira Stegmann steuerte zwei Einzelsiege bei: In zwei Sätzen gegen eine Spielerin aus Washington (6:4, 6:3) und in drei Sätzen gegen ihre Hawaii-Konkurrentin (6:2, 3:6, 7:5).

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