25.10.2019 - 15:42 Uhr
AmbergSport

Tobias Graßler: Eine Regelung ist ein "Teufelskreis"

Der Trainer der Kreisklassenmannschaft des FV Vilseck bedauert, dass er nicht öfters in "seiner" Mannschaft aushelfen kann. Aber in der Winterpause soll Verstärkung kommen.

Tobias Graßler spielt in der ersten Mannschaft des FV Vilseck und coacht die zweite.
von Wolfgang LorenzProfil

Eine sehr treue Seele ist Tobias Graßler: Bereits mit fünf Jahren fing er bei den Bambini des FV Vilseck mit dem Fußballspielen an: Bei "seinem Verein" durchlief er auch alle Jugendaltersklassen, um danach seit über zehn Jahren in der Herrenmannschaft des FV Vilseck in der Bezirksoberliga und jetzt Bezirksliga Nord zu spielen. Zweimal hat sich Tobias Graßler schon das Kreuzband gerissen, deswegen hat er auch das Landesligajahr des FV Vilseck verpasst. Aber davon hat sich der Sportler, der seinem Club schon seit einem Vierteljahrhundert die Treue hält, wieder prima erholt: Er spielt in der Ersten und coacht das Kreisklassenteam. So spielte er am letzten Spieltag in Raigering und nach dem Spiel ging es sofort ab nach Vilseck, zum nächsten Spiel.

Vergangenes Jahr spielte der FV Vilseck II noch in der Kreisklasse West, die der Spielertrainer für gut hält, aber doch im spielerischen Niveau ein bisschen schlechter als die Kreisklasse Süd: "Im Süden hast du sieben bis acht erste Mannschaften mit einer richtig guten Qualität sowie die Reserven aus Hahnbach und Raigering, die von ihrer sehr guten Jugendarbeit profitieren. Im Westen hast du eine Handvoll gute Mannschaften, der Rest ist machbar." Sein erster Eindruck von der Kreisklasse West war aber mehr vom ersten Referee: "Der kam schon mal 20 Minuten zu spät, hat mitgeteilt, dass er alles melden werde und dann einen ganz schönen Stiefel zusammen gepfiffen." Aber grundsätzlich seien die Referees wirklich in Ordnung - und: "Du musst sowieso froh sein, dass es noch Schiris gibt, die pfeifen", so Graßler.

"Unser Kreisklassenteam ist eigentlich im Vergleich zum Vorjahr eine komplett neue Mannschaft", erzählt der Übungsleiter. "Sechs Spieler sind in die erste Mannschaft aufgerückt, dazu ein paar Verletzte, und schon ist es vorbei. Schon am ersten Spieltag dieser Saison waren neun Neue im Einsatz und unter diesem großen Wechsel leidet natürlich die Qualität. Wir haben nur Einheimische im Einsatz, dazu helfen uns Alte Herren oder ehemalige Spieler, die schon eine Weile aufgehört hatten. Aus der JFG darf ich niemand nehmen, das ist in der betreffenden Satzung so festgeschrieben." Aber Graßler bleibt zuversichtlich, denn vor der Winterpause soll zunächst einmal noch der eine oder andere Punkt eingesammelt werden.

"Und da die erste Mannschaft in der Winterpause punktuell mit zwei, drei Neuzugängen noch verstärkt werden soll, sollten daraus auch für die zweite Mannschaft zwei, drei Spieler abfallen, die unseren Kader verstärken. Ich würde auch gerne in der zweiten Mannschaft spielen, aber die Regelung mit den zwei Spielen und 15 Tagen ist für diese Pläne ein Teufelskreis", bedauert der Kreisklassen-Trainer.

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