19.08.2018 - 20:55 Uhr
AmbergSport

Trainer weg, und schon trumpft der SV 08 Auerbach auf

Was ein Wechsel auf der Trainerbank bewirken kann: Der SV 08 Auerbach schockt nach dem Rücktritt von Marko Scholz den Tabellenzweiten FV Vilseck mit einem 2:0-Sieg. Und noch eine Überraschung gibt es am fünften Spieltag.

Der Schnaittenbacher Spielertrainer Turan Bafra (rechts) holt den Balll vor den Schmidmühlenern Daniiel Liebchen (links) und Tobias Eichenseer (Mitte) sicher aus der Luft.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der Verlierer aus Vilseck rutscht auf den vierten Platz ab. Neue Nummer zwei ist der SV Schmidmühlen, der beim Aufsteiger TuS Schnaittenbach rigoros abräumte. Germania Amberg - als Vorletzter und klarer Außenseiter ins Spiel gegen den SC Luhe-Wildenau ins Spiel gegangen - trotzte dem Tabellenführer einen Punkt ab.

TuS Rosenberg - 1. FC Rieden 2:3 (1:1)

Tore: 0:1 (11.) Maximilian Nimsch, 1:1 (44., Handelfmeter) Pascal Behringer, 1:2 (72.) Florian Holfelder, 1:3 (78.) Daniel Hummel, 2:3 (84.) Pascal Behringer - SR: Patrick Arnold - Zuschauer: 80

(kok) Die Gäste aus Rieden erwischten den besseren und rasanteren Start und gingen früh durch Maximilian Nimsch in Führung. Die Rosenberger mussten diesen Rückstand verdauen, und es dauerte ein wenig, bis sie sich dem Gästetor gefährlich näherten. Zum Ende der ersten Hälfte schob Pascal Behringer per Handelfmeter zum Ausgleich einschob. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen auf beiden Seiten. Es dauerte bis gegen Ende der zweiten Hälfte, bis die Gäste erneut in Führung gingen. Nach einem individuelle Fehler in der Defensive schlug Rieden erneut eiskalt zu und erhöhte durch Daniel Hummel auf 1:3 (78.). Kurz vor Ende der Begegnung verkürzte erneut Pascal Behringer auf 2:3 und ließ die Heimelf hoffen. Doch der 1. FC Rieden ließ sich diesen Auswärtssieg nicht mehr aus der Hand nehmen.

TuS Schnaittenbach - SV Schmidmühlen 2:5 (1:2)

Tore: 0:1 (7.) Pascal Zurbriggen, 1:1 (27.) Alex Ram, 1:2 (35.) Alexander Graf, 1:3 (54.) Christopher Roidl, 1:4 (64.) Tobias Eichenseer, 2:4 (85.) Jonas Görlich, 2:5 (90.) Christopher Roidl - SR: Roman Solter (Weiherhammer) - Zuschauer: 130 - Gelb/Rot: (72.) Simon Heller (Schmidmühlen), Foulspiel, (82.) Mathias Reiss (Schnaittenbach), Foulspiel

(ols) Die Gäste aus Schmidmühlen untermauern in Schnaittenbach mit einer starken Offensive ihre Ansprüche auf einen Aufstiegsplatz eindrucksvoll. TuS-Trainer Turan Bafra plagten bis zum Anpfiff der Ausfall einiger Stammkräfte, was dazu führte dass er selbst wieder die Fußballschuhe schnürte. Bereits in der 8. Minute aus stark abseitsverdächtiger Position der Rückschlag für die Hausherren. Die kamen aber dann besser ins Spiel und erzielten nach 30. Minuten den Ausgleich. In dieser guten Phase des TuS gelang Schmidmühlen die Führung durch einen abgefälschten Schuss. Nach der Pause zeigten die Gäste ihre Offensivqualitäten und machten kurzen Prozess mit den Aufsteiger aus Schnaittenbach.

TSV Königstein - 1. FC Schlicht 2:2 (0:0)

Tore: 0:1 (58) Petar Trifonov, 0:2 (67.) Lukas Federer, 1:2/2:2 (74./90.) Thomas Scheidler - SR: Bernd Schmidt (Schnaittach) - Zuschauer: 160

(mhe) Der Aufsteiger aus Schlicht startete etwas besser in die Partie und kam durch Florian Weiß folgerichtig zu einem ersten Abschluss, der Keeper Thomas Bunzel jedoch vor keine große Herausforderung stellte. Der TSV war nach diesem ersten kleinen Weckruf besser im Spiel und verzeichnete erste Möglichkeiten. Hagerer konnte nach Hereingabe von Hutzler die Unordnung im Fünfmeteraum nicht ausnutzen. Während Schlicht zwei Lattentreffer - ein Schuss wurde von Torhüter Bunzel sensationell an den Querbalken gelenkt - verbuchen konnte, war die Heimmannschaft bei Freistößen von Scheidler und Ringler gefährlich. Nach der torlosen ersten Halbzeit sollten die Zuschauer in zweiten Durchgang eher auf ihre Kosten kommen. Aus dem Nichts fiel der Führungstreffer für die Gäste. Hendel schlug einen Freistoß von der halblinken Seite in den Strafraum, und Trifonov verlängerte per Kopf in die TSV-Maschen. Als zehn Minuten später Federer mit einem schönen Schuss zum 0:2 erhöhte, bahnte sich die fünfte Niederlage in Folge für die Königsteiner an. Doch die Ringler/Hagerer-Elf zeigte Moral und wandelte den Rückstand in der letzten Viertelstunde noch in ein verdientes Remis um. Scheidler verwertete einen weiten Ball wunderschön per Direktabnahme, ehe er in der Nachspielzeit mit einem abgefälschten Schuss den Endstand besorgte.

ASV Haselmühl - TuS/WE Hirschau 0:4 (0:0)

Tore: 0:1 (54.) Daniel Huber, 0:2 (57.) Martin Freimuth, 0:3 (83.) Maximilian Heinrich, 0:4 (89.) Martin Freimuth - SR: Horst Lang - Zuschauer: 80

(pme) In einer nicht allzu hochklassigen Kreisligabegegnung entführte der TuS/WE Hirschau absolut verdient die drei Punkte aus dem Vilstalstadion. Der ASV konnte nur von der 20. bis zur 45.Minute das Spiel ausgeglichen halten. Die Gäste waren spielerisch deutlich abgeklärter und zeigten sich auch physisch an diesem Sonntag besser. Mit einem Doppelschlag in der 54.und 57. Spielminute durch Daniel Huber und Martin Freimuth war das Spiel vorzeitig entschieden und es war kein Aufbäumen erkennbar. Ein direkter Freistoß von Daniel Ibler an die Unterkante der Latte war die einzig nennenswerte Aktion der Heimelf. Der Bezirksliga-Absteiger schaukelte den Sieg souverän nach Haus und konnte das Ergebnis noch durch zu Treffer von Maximilian Heinrich und Martin Freimuth auf 4:0 erhöhen. Der ASV muss sich erheblich steigern, um nächste Woche auswärts beim Titel-Favoriten Luhe-Wildenau bestehen zu können.

Germania Amberg - SC Luhe-Wildenau 1:1 (0:0)

Tore:1:0 (67.) Florian Danzer (Handelfmeter), 1:1 (85.) Nico Argauer - SR: Alexander Nistschuk (SV Traßlberg) - Zuschauer: 75

(tne) Zu einem nie erwarteten Punktgewinn kamen die Germanen gegen den Tabellenführer, der mit vier Siegen aus vier Spielen anreiste. Die Gäste machten schnell deutlich, warum sie dort oben stehen und setzten die Hausherren unter Druck. Die aber nahmen die Zweikämpfe an und gewannen zusehends an Selbstvertrauen. Die erste gute Chance gab es dann auch für die Germanen nach fünfzehn Minuten aber Danzer wurde erfolgreich abgedrängt. Johannes Schreier scheiterte für den SC nach einem schnellen Konter, als er einen gut angesetzten Schuss am Dreieck vorbeizirkelte. Die Germanen sahen sich zunehmend unter Druck, vor allem der agile Nico Argauer machte immer wieder Dampf, aber das Bollwerk der Germanen hielt. Nach einem der wenigen Entlastungsangriffe der Germanen gab es nach einem Freistoß ein Handspiel im Strafraum. Der sicher leitende Schiri Alexander Nistschuk gab nach Rücksprache mit seinem Linienrichter den fälligen Elfmeter. Florian Danzer verwandelte sicher zur überraschenden Führung für die Hausherren. Nun rollten die Angriffe der Gäste noch vehementer, und die Abwehr der Germanen sah sich immer größeren Druck ausgesetzt. Einen schönen Doppelpass vollendete der beste Gästespieler Nico Argauer fünf Minuten vor dem Ende zum verdienten 1:1. Bitter für toll kämpfende Germanen - die aber noch Glück hatten, als ein Tor von Igl wegen Abseits in der Schlussminute nicht gegeben wurde.

DJK Utzenhofen - SV Freudenberg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 (38.) Michael Geitner, 2:0 (90.) Filipp Kutak - SR: Johann Bauer (DJK/SpVgg Rohr) - Zuschauer: 105

(aun) Von Beginn nahmen die Utzenhofener das Heft in die Hand. Die Lauterachtaler versuchten ein schnelles Tor zu erzielen, doch mussten sie bis zur 38. Spielminute warten, ehe Moritz Riehl von der rechten Seite den Ball Michael Geitner auf dem Kopf flankte und es stand 1:0. Bereits in der 7. Minute wurde ein Tor wegen Abseits vom Assistenten nicht gegeben. In der 43. Minute hatte Sturmführer Daniel Geitner die Chance zum 2:0, doch der überragende Gästetorwart Patrik Meiler wehrte den Schuss zur Ecke ab. In der zweiten Hälfte schien es, als würde der Gastgeber das 1:0 halten wollen, doch Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Lauterachtaler die Schlagzahl erhöht, wobei die Freudenberger immer mit ihren schnellen Außenstürmern für Konter sorgten. Doch Utzenhofens Hintermannschaft mit Aushilfstorwart Oskar Reis ließ sich nicht überraschen. Zwischen der 70. und 80. Minute hatte Utzenhofen jede Menge Chancen das Spiel zu entscheiden. Entweder daneben oder der Gästetorwart nahm den DJK-Stürmern den Ball vom Fuß oder hielt. Bis endlich in der 90. Minute die Gästehintermannschaft nicht klären konnte, so verwandelte Filipp Kutak auf Zuspiel von Daniel Geitner zum 2:0.

SV 08 Auerbach - FV Vilseck 2:0 (2:0)

Tore: 1:0/2:0 (39./45.+1) Dominik Schleinitz - SR: Maximilian Dadder(TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf) - Zuschauer: 200

(sht) Eine couragiert auftretende Auerbacher Elf bot den favorisierten Gästen in allen Belangen Paroli. Insgesamt gab es wenige hochkarätige Möglichkeiten in der Anfangsphase und die Gäste waren vor allem bei Standards gefährlich. Hier mussten die Auerbacher einige gefährliche Situationen überstehen. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Hausherren immer besser durchsetzen. Eine Ficker-Flanke von links nahm Schleinitz an der Strafraumgrenze volley und traf zum 1:0 ins lange Eck. Bereits in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es erneut Schleinitz, der sich im Zweikampf den Ball schnappte, alleine aufs gegnerische Tor zuging und den Vilsecker Keeper Michael Ruppert sicher überspielte und seine Elf mit 2:0 in Führung brachte. Die Laufbereitschaft beider Teams war auch nach der Pause hoch und die zahlreichen Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Die Gäste mussten jetzt mehr investieren, und die 08er agierten aus einer stabilen Abwehr. Bei den sich bietenden Kontermöglichkeiten waren die Bergstädter einem weiteren Treffer näher als die Gäste dem Anschluss. Ein missglückter Flankenball der Gäste landete kurz vor Schluss auf der Latte.

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