13.08.2018 - 15:39 Uhr
AmmerthalSport

Wie ein angeschlagener Boxer

Achter Spieltag in der Bayernliga Nord, das bedeutet die dritte englische Woche in der fünfthöchsten Spielklasse, in der die DJK Ammerthal am Mittwoch, 15. August, um 18.30 Uhr die SpVgg Jahn Forchheim in der DJK-Arena erwartet.

Dominik Haußner, Trainer DJK Ammerthal, weiß, was ihn und seine Mannschaft erwartet. Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Für die Elf um Trainer Dominik Haußner ist der derzeitige Tabellenstand eine schöne Momentaufnahme, was aus Sicht der DJK höchst erfreulich ist. Allerdings hält man in Ammerthal den Ball flach und schätzt aufgrund der neu formierten Mannschaft die Angelegenheit schon realistisch ein. Immerhin standen bisher bereits fünf Heimspiele auf dem Plan, während erst zweimal auf des Gegners Platz angetreten werden musste - keine Frage, ein klarer Vorteil.

Nichtsdestotrotz, insgesamt gesehen zeigte das junge Team bisher eine durchaus gute Entwicklung. Erzwungen wurde das bisherig gute Abschneiden weniger durch spielerische Attribute, eher durch einen enormen Kampfgeist der Mannschaft, in der jeder einzelne Spieler mit unbändigen Willen für das Team arbeitet und zudem versucht die taktischen Vorgaben des Trainers umzusetzen.

"Fußballerisch müssen wir uns insgesamt noch verbessern, aber daran arbeiten wir", so die Forderungen von Haußner an seine Mannschaft "Wenn es uns gelingt, diese beiden Eigenschaften, Kampf und spielerische Raffinesse, insgesamt mit einzubringen, dann sind wir auf einem sehr guten Weg." Derzeit läuft eben viel über den Kampf, dieser wird auch wieder gegen Jahn Forchheim gefragt sein, denn man trifft auf einen Gegner der nicht an seinem aktuellen Tabellenstand gemessen werden sollte.

Die Mannschaft von Trainer Christian Springer, der als Bundesliga-Profi in seiner aktiven Zeit unter anderem beim 1. FC Köln und FC St. Pauli unter Vertrag stand, wird nach ihrer letzten bitteren 0:4-Heimniederlage gegen den ASV Vach versuchen, eine Trotzreaktion zu zeigen. "So darf man sich in der Bayernliga nicht präsentieren", erklärte Springer. "Wir hatten einen klaren Plan, konnten diesen aber nicht umsetzen. In Ammerthal müssen und werden wir anders auftreten."

Forchheim verfügt über einen ansprechenden Spielerkader, der den Ansprüchen in der Bayernliga jederzeit gerecht wird. In der Offensive sind die Oberfranken mit Neuzugang Tom Jäckel, der unter anderem 100 Regionalligaspiele beim 1.FC Schweinfurt 05 vorzuweisen hat, Philipp Nagengast und Jens Wartenfelser sehr gut besetzt.

"Ich denke, es wird kein einfaches Spiel für uns, weil die Forchheimer zum Schluss jetzt etwas geschwächelt haben", sagte Haußner, der weiter ausführt: "Angeschlagene Boxer sind schon immer schwierig zu bekämpfen. Deshalb gilt es für uns, hochkonzentriert ins Spiel zu gehen und erneut in der Defensive wie zuletzt eine gute Mannschafts-Performance abzuliefern." Haußner zeigt sich auch mit der Entwicklung seiner Schützlinge bislang durchaus zufrieden: "Die Mannschaft versuchte in den letzten sieben Spielen immer alles rauszuhauen, was in ihr steckt. Ich glaube, dies wird auch von unseren Fans honoriert. Ich bin überzeugt, dass die Jungs auch gegen Forchheim wieder an ihre Leistungsgrenze gehen wird."

Haußner weiter: "Was die Aufstellung betrifft, müssen wir mal abwarten, wie die Belastungen der letzten Wochen verkraftet wurden. Ich denke, wir haben einige gute Alternativen auf der Bank, die auf ihren Einsatz brennen. Ich weiß, dass ich mich auf jeden einzelnen Spieler verlassen kann, da jeder gewillt ist für das Team erfolgreich Fußball zu spielen." Innenverteidiger Sebastian Zecho wird aufgrund seines Nasenbeinbruches weiter ausfallen, ebenso wie die langzeitverletzten Akteure Marcel Schumacher, Michael Dietl (beide Knieverletzung) und wohl auch Benjamin Burger wegen Problemen an der Achillessehne.

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