10.03.2019 - 16:08 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal stoppt Negativserie

Nach neun Spielen gelingt der DJK Ammerthal wieder ein Sieg in der Fußball-Bayernliga. Entscheidend für das 4:0 beim ATSV Erlangen sind eine andere Körpersprache und eine Leistungsexplosion nach der Pause.

Ralph Egeter (links) bereitete den zweiten Treffer vor und erzielte den dritten selbst.
von Autor RBAProfil

Die Zuschauer sahen zwei grundverschiedene Hälften, wobei der erste Durchgang klar an die Elf von ATSV-Trainer Shqipran Skeraj ging, die das Geschehen bei widrigen Wetterverhältnissen bestimmte. "Wir wussten schon, was uns erwartet und dass es nicht leicht werden würde. Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit meiner Mannschaft gesehen, da haben wir uns gut verkauft. Der zweite Durchgang geht klar an Ammerthal, die haben uns eiskalt bestraft, waren höchst effektiv", sagte Skeraj. Seine Mannschaft verpasste es, die Überlegenheit der ersten 45 Minuten in Tore umzumünzen.

Ammerthal hatte wenig entgegenzusetzen, versteckte sich förmlich, agierte überaus ängstlich, ein kreatives Spiel nach vorne war so gut wie nicht zu erkennen. Was aber passte, war die Defensivarbeit, denn trotz drückender Überlegenheit konnten sich die Platzherren kaum nennenswerte Torchancen erspielen. "Man hat im ersten Abschnitt schon die Verunsicherung gemerkt, diese neun nicht gewonnenen Spiele sind natürlich schon drin in den Köpfen der Spieler. Klar fällt uns jetzt nach dem Sieg schon ein Stein vom Herzen. Nach der Führung hat die Angelegenheit dann schon etwas nach Fußball ausgesehen, da war auch eine ganz andere Körpersprache zu sehen", resümierte Haußner.

Die Chance zur Führung hatte zunächst Erlangen, doch Ismail Yüce (32.) konnte eine verunglückte Kopfballabwehr von Patrick Stauber aus kurzer Distanz nicht verwerten, Torhüter Sommerer tauchte ab und vereitelte die Möglichkeit. Wohl keiner der zahlreichen DJK-Fans glaubte an eine derartige Auferstehung der Mannschaft in den zweiten 45 Minuten. Plötzlich stand eine Mannschaft auf dem Platz, die wie ausgewechselt schien. Es wurde nun richtig Dampf gemacht, es folgte eine Leistungsexplosion, mit der kaum einer gerechnet hatte.

Drei Minuten nach Wiederbeginn ließ Jonas Weigert zwei ATSV-Verteidiger stehen und schoss den Ball unhaltbar zum 0:1 in die Maschen - erster Torschuss, erstes Tor. Ammerthal blieb am Drücker und brachte die Heimelf mächtig ins Wanken. Was Effektivität bedeutet, zeigten die Gäste in der 55. Minute beim zweiten Torschuss, als Jan Mazanec nach klasse Vorarbeit von Ralph Egeter, der diesmal im Sturmzentrum den Vorzug vor Michael Jonczy erhielt, den Ball vehement zum 0:2 unter die Latte hämmerte. Zehn Minuten später war es der unermüdliche Egeter, der mit einem Kopfball nach Ecke von Marco Weber den dritten Treffer markierte.

Erlangen hatte nur noch eine Gelegenheit, doch DJK-Torwart Christopher Sommerer war gegen German Elperin zur Stelle (76.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Maximilian Höhenberger (83.) nach einer Musterkombination über Weber und Mazanec.

ATSV Erlangen - DJK Ammerthal 0:4 (0:0):

ATSV Erlangen: Kraut – Bogunovic (62. Fiegig), Marx, Guerra, Krämer – Mandelkow, Steininger, Ruhrseitz (65. Faßold) – Markert (73. Elperin), Kulabas, Yüce

DJK Ammerthal: Sommerer – Buchner, Zitzmann, Gömmel – Stauber (85. Fruth), Bellmann, Höhenberger, Mazanec, Weber (85. Särchinger) – Egeter, Weigert (77. Jonczy)

Tore: 0:1 (48.) Jonas Weigert, 0:2 (55.) Jan Mazanec, 0:3 (65.) Ralph Egeter, 0:4 (83.) Maximilian Höhenberger – SR: Andre Denzlein (Höchstadt am Main) – Zuschauer: 100

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