07.10.2018 - 15:19 Uhr
AmmerthalSport

Der Fluch hält an

Es bleibt dabei, die DJK Ammerthal kann bei der SpVgg Ansbach einfach nicht mehr gewinnen. Am 15. Spieltag der Fußball-Bayernliga Nord kassiert sie ihre dritte Saisonniederlage, eine Pleite, die völlig überflüssig ist.

Daniel Gömmel (hinten) sorgte für den Ammerthaler Ausgleich zum 2:2,
von Autor RBAProfil

SpVgg-Trainer Duane Collins sprach von einem glücklichen Sieg: „Uns war es völlig egal, wie der Dreier letztendlich zustande kam, die Jungs sind bis an ihre Schmerzgrenze gegangen.“ Überragender Akteure war Patrick Kroiß, der Ansbacher Top-Stürmer war nicht nur wegen seiner drei Tore der Mann auf dem Platz, der alleine das Eintrittsgeld wert war. Sehr zum Leidwesen der Ammerthaler, die zusehen mussten, wie der Bayernauswahlspieler das Spiel fast im Alleingang entschied. DJK-Trainer Dominik Haußner haderte am Ende mit dem Abwehrverhalten und miserablen Chancenverwertung seiner Mannschaft „Wir waren zu Beginn wieder einmal gar nicht auf dem Platz, zeigten hier schon irgendwie ein interessantes Abwehrverhalten. Die ersten beiden Gegentore muss man einfach besser verteidigen und wenn vorne beste Möglichkeiten halt einfach nicht genutzt werden, braucht man sich nicht zu wundern, am Ende mit leeren Händen dazustehen.“

Der erste Treffer fiel bereits in der 3. Minute, als den Ansbachern im eigenen Strafraum ein Freistoß zugesprochen wurde, den Kapitän Christoph Hasselmeier schnell über 60 Meter zum vorne lauernden Kroiß schlug und dieser den Ball über den verdutzten DJK-Torwart Christopher Sommerer hinweg zum 1:0 ins Tor schlenzte. Pech hatte Sebastian Zecho, der in der 8. Minute nach einer Ecke den Ausgleich vergab. Der zweite gefährliche Angriff der Gastgeber landete nach einer tollen Einzelaktion von Lukas Schmidt am Außenpfosten (11.). Nachdem Michael Jonczy (19.) in guter Position den Ausgleich leichtfertig vergab, folgte postwendend die kalte Dusche durch einen weiteren Geniestreich von Patrick Kroiß, der erneut Sommerer mit einem Heber zum 2:0 überwand, nachdem die komplette DJK-Abwehr erneut keine gute Figur abgab. Aber die Haußner-Elf bewies einmal mehr Moral und kam eindrucksvoll zurück. Der Druck auf das Ansbacher Tor nahm zu, die Abwehr geriet immer mehr in Bedrängnis und konnte in der 31. Minute den Anschlusstreffer von Jonczy auch nicht mehr verhindern.

Nach dem Seitenwechsel riss dann die DJK das Spielgeschehen völlig an sich, von Ansbach war bis auf einige wenige Konter, die jetzt meist abgefangen wurden, kaum noch was zu sehen. In der 51. Minute hätte der Ausgleich fallen können, ja müssen, als Ralph Egeter eine herrliche Flanke von Christian Knorr zum Entsetzen der vielen mitgereisten DJK-Anhänger den Ball freistehend am Tor vorbeiköpfte. Die nächste Ausgleichgelegenheit bot sich Maximilian Höhenberger, dessen Geschoß von Torhüter Heid nur mit Mühe abgewehrt wurde (62.). Es ging weiter nur in eine Richtung, der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit. Nachdem Jonczy (64.) eine weitere erstklassige Gelegenheit nicht verwerten konnte, machte es Daniel Gömmel nach einer Ecke von Höhenberger besser und markierte den bis dahin hochverdienten 2:2-Ausgleich (70.).

Die DJK blieb weiter am Drücker, es roch aufgrund guter Chancen mehrmals nach einer Führung, doch es sollte ganz anders kommen: Ein ungenauer Querpass von Zecho auf Särchinger landete im Seitenaus, der Einwurf wurde schnell ausgeführt und Lukas Schmidt nutzte im Zentrum die Gelegenheit zur überraschenden Führung (79.). Äußerst glücklich, denn im Prinzip hatte die DJK bis dahin alles im Griff. Zu allem Überfluss kassierte Jan Mazanec (84.) nach einer vermeintlichen Notbremse völlig überzogen die Rote Karte, nachdem der Unparteiische zunächst weiterspielen ließ und dann vom Assisteten an der Linie ein Zeichen bekam. Gut zehn Minuten, inklusive Nachspielzeit, machte die DJK in Unterzahl mächtig Dampf, dabei hatte Marco Weber (91.) nach einem unwiderstehlichen Solo den Ausgleich auf dem Fuß, setzte den Ball aber aus kürzester Distanz um Millimeter am Pfosten vorbei. Sekunden später war es erneut Kroiß, der nach einer Kerze von Sommerer mit dem Rücken zum Tor den Ball zum 4:2-Endstand sensationell verwandelte.

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