17.08.2018 - 15:54 Uhr
AmmerthalSport

In der Rolle des Gejagten

Eine ungewohnte Rolle für die DJK Ammerthal: Sie tritt als Nummer eins der Bayernliga Nord beim Top-Favoriten in Aubstadt an.

Trainer Dominik Haußner (Mitte hinten) und sein Rudel: Vom Jäger zum Gejagten.
von Autor RBAProfil

Erstmals in der 60-jährigen Vereinsgeschichte reist die DJK Ammerthal am Samstag, 18. August (Anstoß 16 Uhr) als Bayernliga-Tabellenführer zu einem Auswärtsspiel. Und dies ausgerechnet zum diesjährigen Top-Favoriten TSV Aubstadt, der in dieser Liga von der Konkurrenz als der am meist gehandelte Titelanwärter auserkoren wurde.

Klar ist, dass die Truppe von Trainer Dominik Haußner mindestens so eine Leistung abrufen muss, wie sie in der ersten Halbzeit am Mittwoch gegen Jahn Forchheim an den Tag gelegt wurde.

Die Unterfranken in Aubstadt legten einen fulminanten Saisonstart hin, siegten viermal infolge, es roch schon nach einem Durchmarsch, nachdem die bis dahin bezwungenen Gegner allesamt wahrlich keine Laufkundschaft waren. Seit drei Spieltagen allerdings ist etwas Ernüchterung eingekehrt bei den Rhön-Grabfeldern, denn die Elf von Trainer Josef Francic kassierte beim ATSV Erlangen mit 0:1 die erste Saisonniederlage. Es folgten danach zwei Unentschieden gegen den SV Seligenporten (2:2) und am Mittwoch gegen die SpVgg Ansbach (1:1).

Verantwortlich für die kleine Durststrecke macht Francic den straffen Terminkalender: "Wir haben derzeit ein Mammutprogramm zu absolvieren, eine englische Woche nach der anderen, das ist in meinen Augen zu viel", ließ der Kroate verlauten. "Wir wollen vorne dranbleiben, dazu müssen wir mal wieder einen Dreier einfahren." Mit dem derzeitigen dritten Tabellenplatz (14 Punkte) ist man scheinbar beim TSV nicht zufrieden. Im vergangenen Jahr scheiterte Aubstadt als Tabellenzweiter in der Aufstiegsrelegation gegen die SpVgg Bayreuth äußerst knapp.

Für die DJK Ammerthal, die sich erstmals in der Rolle des Gejagten befindet, wird diese Begegnung zweifelsfrei ein richtiger Kraftakt, dennoch zeigt sich Haußner kämpferisch und optimistisch: "Nach den zuletzt gezeigten Leistungen fahren wir mit viel Selbstvertrauen zum TSV Aubstadt. Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen und erneut einen guten Tag erwischen ist es sicherlich für uns möglich auf Augenhöhe zu agieren, dann traue ich meiner Mannschaft auch einen Punktgewinn zu." Platz eins zeigt schon deutlich auf, dass Mannschaft samt Trainerstab richtig gut gearbeitet hat, inklusive Vorbereitung. Für Haußner auch der Lohn für harte Arbeit: "Man sieht, dass verschiedene Automatismen greifen, gerade die Spielintensität jetzt gegen Forchheim war richtig gut, teilweise auch beeindruckend, was die Mannschaft hier ablieferte", erklärte Haußner, der weiter ausführt: "Wir werden unsere aktuelle Situation auch nicht überbewerten, aber man darf sich schon mal freuen, dass die DJK so positiv in die Saison gestartet ist. Unser Vorteil neben den zahlreichen Heimspielen ist es unter anderem, weil wir jetzt einige Spieler auch schonen konnten, und die, die drauf waren, haben richtig gut abgeliefert. Wichtig ist immer, dass man auf dem Platz als Team gut funktioniert."

Nachdem von den verletzten Spielern weiterhin keiner eingesetzt werden kann, steht dem Trainer wiederum der zuletzt bewehrte Kader zur Verfügung. Der Bus, zu dem noch Fans zusteigen können, fährt um 11.30 Uhr vom Sportheim ab.

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