04.11.2018 - 19:38 Uhr
AmmerthalSport

Jeder Schuss ein Gegentreffer

Nackenschlag statt Befreiungsschlag: Die DJK Ammerthal verliert in der Fußball-Bayernliga Nord zum zweiten Mal in Folge gegen das aktuelle Schlusslicht. Bei der 2:4-Heimpleite gegen den ASV Vach verzweifelt vor allem der Torhüter.

Die Ammerthaler Christian Knorr, Mario Zitzmann und Marco Weber (in den grünen Trikots von links) können in dieser Situation, die zur Vacher 2:1-Führung führt, den Schuss von Daniel Geissler nicht abblocken.
von Autor RBAProfil

Mit dem Ammerthaler Schlussmann Christopher Sommerer konnte man schon beinahe Mitleid haben. Denn was derzeit auf seinen Kasten kommt, ist drin. Es half der DJK auch nichts, mehr Spielanteile zu haben und deutlich mehr für das Spiel zu investieren als die Gäste aus Mittelfranken. Im Abschluss war der ASV Vach im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel höchst effektiv und feierte einen wichtigen und auch verdienten Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

"Die größte Problematik, die wir zur Zeit haben: Bei Ballverlust kommen wir nicht ins Gegenpressing, die Konter nutzen die Gegner meist gleich zu einem Tor", sagte DJK-Trainer Dominik Haußner. Und: "Wir verteidigen derzeit einfach schlecht, stehen zudem zu weit weg vom Gegenspieler." Haußner musste nach den Ausfällen der beiden Innenverteidiger Sebastian Zecho (Grippe) und Johannes Kohl (Leiste) umstellen, dennoch sollte dies keine Entschuldigung sein, gegen den Tabellenletzten vier Gegentreffer auf heimischem Gelände zu kassieren.

Schneller Ausgleich

Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einer derartigen Abreibung aus. Die DJK kontrollierte Ball und Gegner, während die Vacher abwartend agierten. Das Konzept allerdings wurde schon früh über den Haufen geworfen, als der ASV bereits in der 6. Minute nach einem blitzsauberen Konter durch Daniel Karpfenberger mit 1:0 in Führung ging. Immerhin reagierte Ammerthal und kam wenig später durch Michael Jonczy, der von Jonas Weigert herrlich freigespielt wurde, zum 1:1-Ausgleich (15.).

"Wir wussten, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft treffen, die man nur mit entsprechendem Teamgeist bearbeiten kann", sagte ASV-Interimscoach Norbert Nein. "Das ist uns hervorragend gelungen, wir haben im zweiten Durchgang das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und sauber herausgespielte Tore erzielt." Die Vacher hatten dabei auch das Glück, dass die DJK ihre guten Möglichkeiten durch Weigert (18.), Gömmel (28.), Knorr (30.) und abermals Gömmel (45.) nicht nutzen konnte. Die Quittung folgte in Durchgang zwei, als Vach durch den eingewechselten Daniel Geissler in der 52. Minute mit dem zweiten Torabschluss den erneuten Führungstreffer markierte. Der Schock saß hier schon tief, denn die DJK brauchte etwas, um sich von diesem neuerlichen Nackenschlag zu erholen.

Unter der Mauer durch

Als die Mannschaft drauf und dran war, den Ausgleich zu markieren, folgte der nächste Dämpfer nach einem überflüssig verursachten Freistoß. Die Mauer sprang hoch und Buric Takmak erzielte mit einem Flachschuss das 1:3 (70.). Doch damit nicht genug. Mit ihrem vierten Torschuss erzielten die Gäste in dieser denkwürdigen Partie durch Patrick Schwesinger (79.) ihren vierten Treffer. Kurz zuvor hatte Jonas Weigert (77.) noch den möglichen Anschlusstreffer vergeben.

Jonczy verkürzte zwar nach einer Freistoßflanke von Höhenberger noch auf 2:4, doch die Messe war da schon längst gelesen, der erhoffte Befreiungsschlag blieb damit aus.

DJK Ammerthal - ASV Vach 2:4 (1:1):

DJK Ammerthal: Sommerer - Mazanec, Zitzmann, Höhenberger - Burger (73. Fruth), Karzmarczyk (59. Egeter), Weber (76. Hüttner), Gömmel - Knorr, Jonczy, Weigert

ASV Vach: Dirr - Mirschberger, Hufnagel, Konrad, Takmak - Eich, Kohl, R. Röder, Haas (46. Geissler) - Karpfenbauer (81. Horlamus), Zametzer (27. Schwesinger).

Tore: 0:1 (6.) Daniel Karpfenberger, 1:1 (15.) Michael Jonczy, 1:2 (52.) Daniel Geissler. 1:3 (70.) Buric Takmak, 1:4 (79.) Patrick Schwesinger, 2:4 (90.) Michael Jonczy -SR: Maximilian Riedel (Augsburg) - Zuschauer: 285

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