30.07.2026 - 08:28 Uhr

Anders als die UEFA: So sieht Afrikas Verband die FIFA-Pläne

Die Investoren-Pläne der FIFA sorgen in Europa für heftige Kritik. In Afrika ist die Reaktion eine andere.

Patrice Motsepe (r) steht den Plänen von Gianni Infantino offen gegenüber. (Archivbild) Bild: Themba Hadebe/AP/dpa
Patrice Motsepe (r) steht den Plänen von Gianni Infantino offen gegenüber. (Archivbild)

Der afrikanische Fußball-Dachverband CAF steht den in Europa harsch kritisierten Investoren-Plänen von FIFA-Boss Gianni Infantino offen gegenüber. CAF-Präsident Patrice Motsepe werde in der kommenden Woche eine Sitzung des CAF-Exekutivkomitees einberufen, um unter anderem die vorgeschlagene Initiative „FIFA Forward Enterprise“ zu bewerten.

Der Kontinentalverband forderte seine Mitgliedsverbände dazu auf, die Pläne zu prüfen „und sich im Einklang mit den Vorschriften und festgelegten Verfahren der CAF und der FIFA am Konsultationsprozess zu beteiligen“.

https://x.com/CAF_Media/status/2082559156515451182

In einer Mitteilung heißt es zudem: „Die CAF ist entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die Bereitstellung finanzieller und anderer Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu fördern.“

UEFA zu den Plänen: „Grenze überschritten“

Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Übereinstimmenden Berichten zufolge hat der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum Deal gesetzt und im Gegenzug eine Sonderzahlung versprochen. Dies berichten mehrere britische Medien, die wörtlich aus einem Brief von FIFA-Präsident Infantino zitieren. Der Stichtag für die Zustimmung der weltweit 211 Verbände soll demnach der 19. September sein.

In Europa gibt es scharfe Kritik am FIFA-Vorhaben. „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften“, hieß es von der Europäischen Fußball-Union UEFA.

© dpa-infocom, dpa:260730-930-458776/1

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